Positionsbestimmung

standort

Meiner Meinung nach, …

wäre es dringend erforderlich, dass Putin von Europa ein wesentlich deutlicheres „bis hierher und nicht weiter“ zu hören bekommt. Auch militärisch, aber noch dringender psychologisch. Und das kann wiederum nur heißen, dass wir Geschlossenheit demonstrieren. Deutschland muss vom restlichen Europa klar gesagt bekommen, dass Deutschland zwar gerne eine wirtschaftliche Führungsrolle übernehmen darf, aber keine politische, wenn es einen Weg beschreitet, der aus einer europäischen Front gegen Putin ausschert und sich ihm unter dem Vorwand einer deeskalierenden oder vermittelnden Sonderrolle an die Brust wirft. Tendenzen sehe ich dafür auch in unserer Regierung. Besonders bei Steinmeier.

Und zu dieser Ablehnungsfront gehört auch, massiv gegen Propaganda vorzugehen. Wie es die Ukraine erkannt hat, die von russischen Agenten mit umgehängter Kamera geflutet wird, kann journalistische Freiheit kein Freifahrtschein für Agententätigkeit sein. Dugins Leute und russische Staatsmedien, die ihre Akkreditierung für Spionage, Desinformation oder andere Propaganda missbrauchen, müssen in Europa unter Verfolgungsdruck gesetzt werden. Nicht selten wird z.B. der Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllt. Und wer in Europa etwas anderes betreibt als sauberen Journalismus, der sollte „reexportiert“ werden. Entsprechende Internet- und Fernsehkanäle sollten geblockt werden. Man stelle sich vor, deutsche Journalisten hätten im Russland der späten Dreißiger und frühen Vierziger den Nationalsozialismus gefeiert und deutsche Wochenschauen oder der Stürmer wären in der Prawda nachgedruckt worden. Übrigens witzig: Putin, der große Faschistenjäger ist, Strohmann mitgerechnet, seit 2000 Präsident. Erst 2010 wurde in Russland „Mein Kampf“ auf den Index gesetzt.

Des weiteren sollten die Sanktionen verschärft werden. 60 bis 70 Prozent des Möglichen und nicht 20. Ich halte nichts davon, Putin gegen eine Gummiwand laufen zu lassen. Es muss eine harte sein. Die Wirtschaft, die sich über Nachteile beschwert, sollte sich klar machen, wie es ihr ergehen würde, wenn Putin die ökonomischen Leitlinien bestimmen würde. Die Einfuhr von russischem Öl und Gas muss so schnell wie möglich beendet werden. Dass dabei wegen eventuellem Fracking ausgerechnet von Putinfans die Moralkeule geschwungen wird, die noch vor kurzem aus vollem Hals die Greenpeaceschiffkaperung durch Russland unterstützt haben, ist ein Hohn.

Was die USA betrifft: Wir sollten uns von ihnen emanzipieren. Aber nicht mit einem beleidigten Geplärre „Ich bin jetzt gr0ß und will nicht mehr beaufsichtigt werden“, sondern durch eigene Initiativen, die ein geschlossenes und mündiges Europa aufzeigen. Wir zeigen gerade, dass wir ein zweites Mal sehenden Auges in einen Faschismus marschieren. Nie seit dem zweiten Weltkrieg hatten die USA mehr Grund uns gründlich zu überwachen! Und der Zeitpunkt für eine Loslösung könnte ungünstiger nicht sein. Wir brauchen die USA. Schlicht, weil Europa alleine Russland nicht militärisch gewachsen ist. Aber auch, weil die USA fast die älteste demokratische Geschichte haben und obwohl wir ihnen manchmal gerne Ungebildetheit vorwerfen, haben sie offenbar ein Faschismuserkennungs-Sinn ausgebildet, der in Europa, besonders in Deutschland nach wie vor nicht verankert ist, wie man erschreckenderweise zur Zeit konstatieren muss. Nach meinem Eindruck wäre Hillary Clinton eine Präsidentschaftskandidatin, die keine aggressive Außenpolitik a la Bush oder Teaparty verfolgt, die aber auch nicht einknickt, wenn es darum geht, Völkerrecht, Menschenrechte und Demokratie zu verteidigen, so wie Obama das tut. Wir sollten alles tun, damit sie nächste Präsidentin wird. Obama tut im Moment alles, damit die Teaparty gewinnt.

—-

In my opinion, …

it would be required urgently that Putin gets a much clearer „this far and no further” from Europe. Also militarily but more urgently psychological. And this can only mean that we demonstrate unity. Germany must get said clearly by the other European states that it may take an economic leading role but no political if it walks along a way which leaves the European front against Putin and embraces him under the pretext of a special deescalating or mediating role. I see trends for this also in our government. Particularly with Mr. Steinmeier.

And to this front of rejektion also belongs proceeding strongly against propaganda. As Ukraine that is flooded by russian agents with rehung cameras had to recognize, journalistic freedom can’t be a free ticket for spying. Dugins people and Russian state media which use their accreditation for spying, disinformation or other propagandas must be put under prosecution pressure in Europe. Not seldom the elements of a criminal offense of the incitement of the people are fulfilled. And those who do something else but clean jounalism should be „reexported“. Appropriate Internet and television channels should be blocked. Imagine German journalists would have celebrated the National Socialism in the Russia of the late thirties and early forty and the German „Wochenschau“ or the „Stürmer“ would have been reprinted in the Prawda. By the way, funny: Putin, the great fascist hunter is, front man included, president since 2000. It was only 2010 when „Mein Kampf“ became indexed in Russia.

Furthermore the sanctions should be intensified. 60 to 70 per cent of the possible and not 20. I think there is nothing good in letting Putin run against a rubber wall. It must be a hard one. The economy which complains about disadvantages should realize how it would fare if Putin would determine the economic guidelines. The import of Russian oil and gas must be finished as fast as possible. It is absurd that the moral club is swung against fracking that might become necessary just by those Putinfans who supported the russian robbing of the Greenpeace ship and the incarceration of the crew.

Concerning the USA : We should emancipate ourselves from them. But not with a childish „I’m grown up and I don’t want to be supervised any more, but by own initiatives which show a unified Europe of age. We currently show one more time that we march into fascism with seeing eyes. The USA never had more reason to supervise us thoroughly since the second World War! And for a loosening the time couldn’t be more unfavorably. We need the USA. Simply because Europe by it’s own isn’t militarily equal to Russia. But also because the USA have almost the most ancient democratic history and though we sometimes like to joke about their unaducatedness, they have implemented a sense of fascism recognition which still isn’t established in Europe, particularly in Germany as one must notice with a feeling of alarm at the moment. By my impression Hillary Clinton would be a candidate for the presidency who doesn’t follow up any aggressive foreign policy like Bush or the Teaparty but who either doesn’t shy away like Obama does, if it is necessesary to defend international law, human rights and democracy. We should do everything that she could become the next president. Obama is doing everything at the moment for the Teaparty to win.

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