Der Ausverkauf linker Werte

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Sieht man mal von Extremen wie Horst Mahler oder Jürgen Elsässer ab, zeichnet sich gegenwärtig auch bei der Mehrheit derer, die man als liberale Linke bezeichnen könnte, Verständnis für Putin ab. Für einen Autokraten, der ein anderes Land überfällt und Kriege schürt. Wie kann das sein? Was ist an Assad anders als an Pinochet oder Videla, außer dass er mehr Menschen auf dem Gewissen hat? Mein Verdacht, nein, ich bin mir eigentlich sicher: Den meisten Linken ist es offenbar nie wirklich um Werte gegangen, denn sie rennen jetzt Rechtsradikalen hinterher, die ihre Phrasen übernommen haben. Die Inhalte wie soziale Gerechtigkeit, Toleranz und Freiheit sind völlig unerheblich geworden. Sind sie es je gewesen? Oder ging es immer nur um die Nestwärme in der richtigen Gruppe? So wie auch schon bei Hitler muss man scheinbar nur allen ein Schild wie eine Karotte vor die Nase hängen: „USA=Kapitalisten=böse“ und schon folgen alle willig. Bedrohlich wird es immer, wenn Menschen nicht mehr sagen können wofür sie sind, sondern nur noch wogegen. Dann wird es nur noch destruktiv. Wir hatten das schon einmal, als die Juden als Sündenböcke hingestellt wurden. Putin steht für nichts Positives. Für überhaupt nichts, außer seinem Machterhalt. Er steht nicht für Freiheit, nicht für Toleranz und auch nicht für soziale Gerechtigkeit. Am allerwenigsten für Sozialismus.  Er steht für Diktatur, Korruption und Mafiastaat. Und er klebt, obwohl er selbst von der Überlegenheit russischer Gene faselt, auf alles was seiner Macht im Wege steht ein Hakenkreuz, geht selbst aus der Schusslinie und ruft: „Haut drauf!“

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