Antisemitismus in der Ukraine? Natürlich!

Antisemitismus, Rassismus, Nazismus, Faschismus? Danach muss man in der Ukraine nicht lange suchen. Es reicht ein Blick in einschlägige Youtube-Kanäle. Zum Beispiel „War in Ukraine“. Hier einige Stills aus einem Video dieses Kanals.

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Wer sich dadurch an das dritte Reich erinnert fühlt, liegt nicht falsch. Der Umgang mit Menschen ist der gleiche wie bei der SA und SS:

Noch Zweifel, ob Sie der „Noworussischen Armee“ beitreten wollen?

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Dann sind ja alle Unklarheiten beseitigt, oder?

warinukraine

Nein, das sind nicht ein paar Einzelfälle!

http://anton-shekhovtsov.blogspot.se/2014/08/pro-russian-extremists-in-2006-and-2014.html

http://www.aljazeera.com/indepth/opinion/2014/04/east-ukraine-crisis-fascist-ma-2014416145823826439.html

http://www.welt.de/politik/ausland/article130499225/Der-mysterioese-Oligarch-im-Dienst-des-Kremls.html

http://www.interpretermag.com/dugin-tells-separatists-in-ukraine-what-to-do-next/

https://www.academia.edu/8249892/Putins_Brain_on_Aleksandr_Dugin_

http://www.jamestown.org/single/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=40731&no_cache=1#.VFNe02OlQpm

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2798342/miss-hitler-2014-shocking-beauty-pageant-anti-semitic-women-russia-entrants-include-reasons-revere-reich.html

http://www.interpretermag.com/antisemitism-re-emerging-in-russia-moscow-jewish-writer-says/

Fifascism

WelcomeToRussia

Das neue Fifa-Logo für 2018 steht. Zusammen mit dem Werbeclip. Die Krim? Gehört zu Russland!

The new Fifa-Logo is out. Together with the promotion clip. Crimea? Belongs to Russia!

Nachtrag

http://www.theguardian.com/football/2014/oct/30/fifa-apologises-video-crimea-ukraine-world-cup

https://translate.google.de/translate?sl=ru&tl=en&js=y&prev=_t&hl=de&ie=UTF-8&u=http%3A%2F%2Fcensor.net.ua%2Fnews%2F309695%2Fodin_iz_glavareyi_lnr_lider_donskih_kazakov_kozitsyn_u_nas_v_rasporyajenii_est_yadernaya_boegolovka&edit-text=

Putins imperative Demokratie

Wer Freiheit sagt, meint Menschenrechte und wer Menschenrechte sagt, meint Demokratie. Vom Grundgedanken her schon immer, wenn auch mit Einschränkungen. So z.B. im antiken Griechenland und Rom wo die Demokratie Sklaven und Frauen ausschloss. Demokratie darf allerdings weder auf einen Teil der Grundrechte beschränkt bleiben, noch auf eine Auswahl an Menschen. Die einzige Ausnahme muss durch den Schutz höherwertiger Rechte begründet sein. Eine sogenannte gelenkte Demokratie, oder eine kommunistische Einparteien-„Demokratie“ sind also genauso wenig eine Demokratie, wie eine parlamentarische Monarchie. All das sind nur aufgehübschte Diktaturen. Mehr oder weniger gute „Mitbestimmungsdiktaturen“. Und Putins gelenkte Demokratie, von der er vor einigen Jahren mit der Begründung sprach, dass so ein großer Staat wie Russland mit harter Hand oder mit festem Zügel regiert werden müsse, war nichts weiter als die leise Wiedereinführung von Diktatur durch die Hintertür. So wie es allerdings inzwischen geschieht, d.h. mit Reden von der Überlegenheit russischer Gene und russischen Söldnern in der Ukraine und deren Steuerung durch Verantwortliche in der russischen Regierung, die fast ausnahmslos einen faschistoiden nazistischen oder zaristischen Hintergrund haben, ist es die laute Wiedereinführung von Faschismus durch die Vordertür. Das geschieht weiter mit wachsender Geschwindigkeit. Beinahe täglich werden neue Gesetze oder Dekrete erlassen, die ausländische Beteiligungen, demokratische oder Menschenrechtsorganisationen verbieten, in ihren Rechten beschneiden, oder ihre Überwachung und Steuerung erleichtern. Russland wird zunehmend von der Welt abgekoppelt. Medial, kulturell, politisch und ökonomisch. Es ist erschreckend, widerlich und geschichtsvergessen, dass ausgerechnet in Deutschland so viel Verständnis oder sogar Sympathie dafür bekundet wird. Und wenn Russland wirklich zu groß für eine echte demokratische Regierung ist, so gibt es keinen besseren Grund, weiteren Republiken mehr Autonomie oder Eigenstaatlichkeit zuzugestehen, statt, so wie es Putin anstrebt, die Russische Föderation zu vergrößern und mit Krieg und Erpressung wieder ein russisches Reich möglicherweise nie gekannter Ausdehnung zu errichten.

Spielt es denn eine Rolle?

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Wer ist der schlimmere Verbrecher? Hitler? Stalin? Darf man Putin mit ihnen vergleichen? Ich glaube, ich habe auch irgendwo das Klischee weitergegeben, dass Hitler in industriellen Dimensionen gemordet hat, Stalin dafür mehr Menschen. Wie ich inzwischen gelesen habe, bestreitet Timothy Snider das. Die Opferzahl Stalins sei geringer als die Hitlers. Ein sehr lesenswerter Aufsatz! Sicherlich hat trotzdem Mao noch mehr Menschen auf den Gewissen und Putin reicht trotz seiner Mit- oder Hauptverantwortung für den Tod Hunderttausender in Syrien und Tschetschenien nicht im entferntesten an ihre Opferzahlen.

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Aber sie alle sind nur Verführer und Anstifter. Es streitet sich trefflich über diese entsetzlichen Rekorde, oder es schweigt sich auch trefflich über sie, angeblich um nicht zu relativieren, beides meist gleichermaßen in der Absicht von einigen dieser Rekorde abzulenken. Vor allem lenkt es aber von den unmittelbaren Tätern ab, dem Volk! Und an dessen Naivität und Verführbarkeit hat sich trotz all der Leiden, trotz Informationszeitalter, trotz tausenden von Büchern und wissenschaftlichen Arbeiten, trotz tausender Prozesse und Sonntagsreden, trotz tausender Gedenkstätten und Veranstaltungen nichts geändert. Weder in Russland noch in Deutschland will man die Parallelen erkennen.

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Dabei passiert zur Zeit exakt das Gleiche, was vor 75 Jahren passierte. Es sind die gleichen kleinen Kriminellen und zu kurz Gekommenen, die ihren Menschenhass und ihren Sadismus ungestraft austoben dürfen, weil jemand sie braucht und dazu legitimiert. Es ist die gleiche Idealisierung niedrigster Instinkte. Es ist das gleiche Verschwinden von unbequemen Menschen in Lagern oder Gräbern. Es sind die gleichen flüchtenden oder mundtot gemachten Intellektuellen. Es ist das gleiche Ausbluten eines Staates, sein Verlust an Kreativen, an Denkern, an Humanisten, an Humankapital wie auch an ökonomischem Kapital. Es sind die gleichen verschreckten, bisher gesetzestreuen Bürger, die wegsehen oder sich dumm stellen, weil sie ahnen, dass sie diese Verbrechen mitverantworten. Es sind die gleichen skrupellosen Mitläufer und Nutznießer der Situation. Es sind die gleichen Menschen, die statt eines Charakters ein Stück Stoff aus dem Fenster hängen. Es sind die gleiche Gesellschaft und die gleichen Täter, die auf platte Propaganda hereinfallen und glauben, für das Wohle ihres Landes zu morden oder zu sterben, obwohl sie in Wirklichkeit nur die Bauern in einem fürchterlichen letalen Spiel sind, in dem es ausschließlich um die Macht und das Wohlergehen eines Herrschers im Kreml und seiner Günstlinge geht. Genau so wie es schon einmal um die Macht eines Herrschers im Kreml ging und um die Macht und das Wohlergehen eines Herrschers in der Berliner Reichskanzlei und seiner Günstlinge in Deutschland.

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Wieder wird sich Europa nachhaltig verändern. Auch die Grenzen. Aber vor allem werden sich erneut Angst und Hass nicht mehr aus den Gehirnen einer Generation entfernen lassen. Und auch das verantworten alle mit, die jetzt wegschauen, und sich dabei einreden, dass das den Krieg eindämmt.

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Nein, wir haben es schon einmal durchgenommen in der Deutschstunde: Wer wegsieht und die Klappe hält verhindert keinen Krieg. Er macht ihn erst möglich. Wenn jemand angesichts einer desolaten Wirtschaft, die durch Sanktionen beschleunigt an den Rand des Kollapses gebracht wird, weiter ständig wachsende Militärausgaben plant und eine aggressive Außenpolitik verfolgt, die die Sanktionen weiter verschärfen wird, kann er nur mit Gewinnen kalkulieren, die er sich aus einem Krieg erhofft. Andernfalls würde er das Land in Kürze zu Tode rüsten. Zurück gibt es keinen Weg für ihn. Putin will nicht bluffen, er will Krieg.

 

Gehört die Krim Russland?

Russland hat keinen historischen Anspruch auf die Krim, sagt der russische Historiker Andrei Zubov in Vedomosti.ru

Englische Übersetzung: The Interpreter http://www.interpretermag.com/crimea-is-not-historically-ours-russian-historian-says-in-vedomosti/

 

The underlying premise of Vladimir Putin’s seizure of Crimea is false: Crimea has not been part of Russia from time immemorial. Instead, it has had a complex history, one in which Russia’s role has been remarkably brief. As a result, it is important that the future of the peninsula be decided by the people of Crimea itself rather than by Moscow.

Just How Weighty are the Arguments that Crimea Historically Belongs to Russia?”

Zubov, who was a professor at Moscow State Institute for International Relations (MGIMO) until he lost his position there because of his pro-Ukrainian positions, uses this article to lay out for Russian readers just how tendentious and wrong are the Kremlin’s arguments at a time when few in that country or elsewhere are willing to challenge them.

The beginning of the tragedy that is Russia’s current one in Ukraine was Ukraine which Moscow seized on the basis of Vladimir Putin’s claim that “Crimea always was and again has become Russian,” a claim that many have accepted without challenge and without reflecting that absorbing the lands of others “never will occur quietly and peacefully.”

If Crimea was “always” Russian as Putin insists, such an “injustice should have been corrected,” Zubov says, but it should have been done via referendum without the introduction of Russian military force as in the case of Scotland in Great Britain or Catalonia in Spain. That is not what happened because Crimea wasn’t.

And if it had been true that there was a genocide of ethnic Russians there, then United Nations rules about the right of peoples to self-determination under threat of disappearance might have been applied, the Moscow historian says. “But there was no genocide in Crimea while it was part of Ukraine.”

That has forced the Russian side to rely on three other arguments: that “Crimea was always Russian,” that “Crimea is been covered with Russian blood in many wars,” and that “Crimea was handed over to Crimea illegally.” All of those, Zubov argues, collapse upon even the most superficial examination.

In antiquity and the medieval period, the Crimean peninsula was controlled by many states and populated by many peoples. Russia and Russians weren’t among them because neither a Russian state nor a Russian nation existed, the Russian historian points out. It only became part of the Russian world in April 1783 when it was seized in a bloody war.

As a result of that occupation, the population of the peninsula declined by a factor of five, and many of the Muslims who remained were forcibly converted to Christianity. Indeed, Zubov says, until the 1930s, many Muslims urged their children to protect Christian cemeteries there because their own ancestors had been buried in them.

Over the course of the century of Russian rule from Catherine II to Alexander II, about 900,000 Muslims left Crimea. In their place arrived Christians from the Ottoman Empire – Greeks, Bulgarians and Armenians and Germans from Russia, Germany and Austro-Hungary, Zubov continues.

As a result, the share of Tatars in the Crimean population fell dramatically: from 87.6 percent in 1795 to 35.6 percent in 1897 and to 19.4 percent in 1939.

But even if Crimea was absorbed by the Russian Empire, one must keep in mind, Zubov says, that “the Russian Empire of the 17th to 19th centuries and present-day Russia are not one and the same state.” The former included many peoples, “and present-day Russia can hardly pretend to any lands only on the basis that sometime they were part of the Romanov empire.”

The Bolsheviks rejected the notion that they were the successors of the Russian Empire. They insisted that “they were building a new state of workers and peasants,” and once in power, “they changed the borders among these states many times,” taking land from one and giving it to another, including the transfer of Crimea from the RSFSR to Ukraine in 1954.

But what is important, Zubov argues, is this: “however conditional [these administrative borders] were in the USSR, after the disintegration of the USSR, they were confirmed by international agreements” and by the declarations of the countries which emerged, including the Russian Federation.

As far as time of control is concerned, the Ottoman Empire controlled Crimea for three centuries, the Russian Empire for 134 years, the RSFSR and the Russian Federation which has declared itself that entity’s successor 34 years, and “the Ukrainian SSR and present-day Ukraine 60 years (from 1954 to 2014).”

Moreover, the Russian historian points out, during the Soviet period, “a multitude of crimes were committed against the indigenous Crimean Tatar and all other peoples of the peninsula including Russians.” Some 60,000 died in battles at the end of the Russian Civil War, and another 80,000 died in the succeeding famine.

Collectivization and forced deportation had an additional and horrific impact. In August 1941, 63,000 Germans were expelled, in January-February 1942 700 Italians, and in 1944, 191,000 Crimean Tatars, 15,040 Greeks, 12,242 Bulgarians, 9600 Armenians, and 3650 Turks and Persians were deported. Many died in the process.

That reduced the population of Crimea by two-thirds, Zubov says, and the places left vacant were then filled by Soviet war veterans, NKVD officers, and political workers. As a result, “the composition of the population of Crimea was dramatically changed.” Only in the 1980s did the Crimean Tatars have a chance to begin to return.

“And now,” Zubov concludes, there is “’Crimea is ours,’” a declaration that not only is without historical justification but one that has led to the horrific war in Ukraine and the international isolation of Russia.

“Is there a way out? Yes,” he says.” But that will requires giving up claims to this land and returning the question of its fate to the people who live there.

 

Die zugrundegelegte Prämisse, mit der Putin die Krim annektierte ist falsch. Die Krim ist nicht sein unerdenklichen Zeiten ein Teil von Russland. Sie hat im Gegenteil eine komplexe Geschichte, in der die Rolle Russlands bemerkenswert kurz war. Demzufolge ist es wichtig, dass die Zukunft der Krim von ihren Bewohnern selbst statt von Russland bestimmt wird.

Wie gewichtig sind nun die Argumente, dass die Krim historisch Russland gehört?

Zubov, der Professor an der staatlichen Moskauer Universität für Internationale Beziehungen war, bis er seine Stelle wegen seiner proukrainischen Position verlor, will in diesem Artikel zu einer Zeit, in der kaum jemand in Russland oder außerhalb gewillt ist, diese in Frage zu stellen, den russischen Lesern darlegen, wie tendenziös und falsch die Argumente des Kremls sind.

Querbeet …

 

… einfach ein paar interessante Meldungen von heute:

Während sich der Ölpreis nicht nennenswert von seinem bis gestern stark gefallenen Niveau erholt hat, musste man heute kurzfristig erstmals mehr als 40 Rubel für einen Dollar hinblättern.

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Wie Putin so die durch die Sanktionen bedrohten Firmen retten will, die Krim subventionieren, Flüchtlinge unterbringen, eine Kertsch-Brücke bauen, den Krieg in der Ukraine fortsetzen und die Rüstungsausgaben um 50% steigern will, zum Beispiel 80 neue Kriegsschiffe bauen, ist wohl nicht nur mir schleierhaft. Und dann will er noch Europa den Ölhahn zudrehen? Wohl bekomm’s!

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https://translate.google.de/translate?sl=auto&tl=en&js=y&prev=_t&hl=de&ie=UTF-8&u=http%3A%2F%2Finforesist.org%2Frossijskij-oficer-v-soledare-nesankcionirovanno-polzovalsya-atributami-obse%2F&edit-text=

Ein russischer Offizier benutzt ohne Berechtigung Abzeichen und ID-Card der OSCE: http://www.osce.org/ukraine-smm/125107

Waffenstillstand nach russischer Art

Wie fast jeden Tag seit Beginn des Waffenstillstands wurde auch heute wieder der Flughafen von Donetzk angegriffen. Zeitweise sollen die russischen Truppen in den ersten Stock des Flughafengebäudes vorgedrungen, aber durch eine Gegenoffensive wieder vertrieben worden sein. Ein russischer Nachrichtensender sieht offenbar kein Problem darin, trotz Waffenstillstands embedded und in voller Uniform darüber zu berichten.

Die Ereignisse aus Sicht der BBC: http://www.bbc.com/news/world-europe-29481979

, Die Rolle der extremen Rechten in der ukrainischen Revolution:

https://www.academia.edu/8613130/Assessing_the_Role_and_Consequences_of_the_Far_Rights_Involvement_in_the_Ukrainian_Revolution

Querfront auf russisch: http://www.sozonline.de/2014/09/querfront-auf-russisch/

Nach Aussage eines -Reporters soll Deutschland die EU-Kommission gedrängt haben, den Antrag auf EU-Assoziierung der Ukraine zu verschieben, um dem Friedensplan eine Chance zu geben.

top diplomat says #Germany pushed EU Commission to postpone application of #Ukraine DCFTA in order to give the peace plan a chance. #Russia

Rikard Jozwiak