Hauptziel: Zerstörung des Staates!

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Kooperationspartner von Elsässers „Souveränitätskonferenz“ 2013 war das
kremlnahe und aus Russland finanzierte Institut de la Démocratie et de 
la Coopération.

Unsere sogenannte westliche Wertegemeinschaft ist völlig schizophren geworden. Sie hat größeres Vertrauen zu Terroristen, die sie vor amerikanischen Drohnen schützen muss, zu russischen und religiösen Faschisten und zu jeglicher Art von Antidemokraten, als zu den Geheimdiensten und der Polizei ihrer eigenen demokratischen Regierungen, die sie selbst alle paar Jahre wählen und in die sie sich selbst hineinwählen lassen kann, wenn sie wollte. In jedem Uniformierten wird ein Befreier gesehen, wenn er nur nicht zur eigenen Armee oder Polizei gehört. Ein epischer ödipaler Autoritätskonflikt! Man rennt jedem Rattenfänger hinterher, wenn man damit nur der schützenden Hand des eigenen Vater Staates entkommen kann.

Entstammt das irgend einer rationalen Erkenntnis? Nein, es ist pubertäres Verhalten gegenüber dem eigenen Staat, der eigenen Wertegemeinschaft, geschürt von russischer Manipulation. Das ist nicht neu. Es ist normal und richtig, dass jede junge Generation das bestehende System hinterfragt. Neu ist, dass es keinerlei soziale Ideale oder Utopien mehr gibt. Kein Dafür. Nur noch ein Dagegen! Und noch nie wurden viele seit den 68ern relativ unpolitische Generationen so gezielt und erfolgreich agitiert. … Und noch nie seit den 1930er Jahren waren sie so dämlich!

Noch zwei Nachbemerkungen zu dem Bild oben, dass mir bei der Googlesuche nach einer passenden Illustration ins Auge stach. „…sind out“ ist eine entlarvende Formulierung. Elsässer erklärt damit die politischen Ansichten seiner Zuhörer zu einer Mode. An keinerlei Werte, Ethik oder Moral gebunden. Damit sagt er ihnen selbst ins Gesicht, für was für Schafe er sie hält. Ich brauche das also eigentlich gar nicht mehr zu tun. Auch der Begriff Montagsdemo ist eine orwellsche Unverschämtheit. Sie definiert den Begriff für eine Veranstaltung, die sich zu DDR-Zeiten gegen den Stalinismus richtete, zu einem Begriff für eine Veranstaltung für den Stalinismus um!
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12 Gedanken zu „Hauptziel: Zerstörung des Staates!

  1. Die unüberschaubare Anzahl an Informationsquellen heute erleichtert die Manipulation mit den Inhalten, denn so lässt sich nach Belieben relativieren, fehlinterpretieren oder lügen, ohne daß man Angst haben muß sofort aufgedeckt zu werden.
    Ebenso kann man sich hinter der Anonymität im Netz verstecken und, sobald man aufgedeckt wird, weiterschreiben unter einem anderen Pseudonym.

    Wie soll denn die „junge Generation“ wissen wem sie wie weit vertrauen kann? Das ist ein langer Lernprozess im Trial and Error Verfahren.

    Man muß heute mehr Information filtern als je zuvor. Das ist unheilmlich zeitraubend, anstrengend und frustrierend. Gleichzeitig führt die Unmenge an leicht und sofort verfügbarer Information dazu, daß man mehr vom Geschehen mitkriegt, dadurch auch viel mehr von den Ungerechtigkeiten und der Korruption im witschaftlichen und politischen Leben, aber unsicher ist wie man das alles einordnen soll.

    Nicht nur „die junge Generation“ verliert dadurch die Lust am politischen Leben teilzunehmen. Eine Mischung von Verwirrung, Enttäuschung und letztenendes Erschöpfung führt zu einer reflexartigen Ablehnung von allem was man als Teil „des Systems“ wahrnimmt.

    An dieser Situation hat die „junge Generation“ kaum Schuld, denn sie wächst in einem Umfeld auf, daß ihr von den vorhergehenden Generationen überlassen wurde.

    Viel schlimmer und gefährlicher finde ich ja diesen riesigen Haufen Zukurzgekommener und Ewiggestriger von links und rechts die nun ihre Chance wittern die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Und du wirst mir hoffentlich Recht geben: die Typen die bei der Linkspartei, der AfD, den DWN oder bei Telepolis Regie führen, sind allesamt schon lange „der jungen Generation“ entwachsen.

    • Die, die Regie führen, ja. Aber es gibt auch sehr viele Junge auf den Montagsdemos oder in den Onlinemedien, die die Phrasen nachbeten, die aus Moskau vorgebetet werden.
      Was den richtigen Weg durch den Dschungel der Medien und Politik betrifft, gibt es einen sehr einfachen Maßstab. Die Rechtsstaatlichkeit. Wer Menschen mit einem Schild „Ich habe dies oder jenes getan!“ um den Hals an Laternenpfähle bindet und verprügeln lässt, kann kein politisches Vorbild sein, aus welchen Gründen und mit welchen Zielen er immer das auch tut. Ein Blick in das Geschichtsbuch reicht um das zu wissen. Dafür braucht man nicht einmal ein BGB.

      • gibt es einen sehr einfachen Maßstab. Die Rechtsstaatlichkeit.

        Das ist leider selten so klar.

        Außerdem gibt es für jedes Bild eines an den Laternenpfahl gebundenen Ukrainers wahlweise:
        – ein erfundenes Massengrab,
        – eine herbeifantasierte Bombardierung mit weißem Phosphor,
        – drei Maxln am Maidan mit Wolfsangelarmbändern,
        – eine „Ärztin“ die aufgrund der Einschußlöcher in den Leichen vom Maidan entscheidet, daß alles eine False Flag Operation der CIA

        Dazu gibt es Medien (auch etablierte), die über jeden dieser Punkte garantiert mehr und eher berichten, als über die armen Teufel die an Laternenpfähle gebunden und verprügelt werden.

        Schon ist das ganze relativiert.

        Und was dann?

      • Noch ein Tipp: Wenn man stopfake.org nicht traut, selbst die vergleichende Google Bildsuche bemühen. Bei den Bildern von Opfern der bösen Faschisten. Man wird sehr schnell fündig. Meist in Tschetschenien oder Syrien.

  2. Aus den neuen Bundesländern scheint ja auch die meiste Zustimmung für eine Annäherung an Putin zu kommen

    Das bringt uns wieder zu:

    Viel schlimmer und gefährlicher finde ich ja diesen riesigen Haufen Zukurzgekommener und Ewiggestriger von links und rechts die nun ihre Chance wittern die öffentliche Meinung zu beeinflussen

    Das Problem ist nicht die „junge Generation“, sondern die Tatsache, daß es Extremisten von links und rechts viel zu leicht gelingt die öffentliche Diskussion zu beschlagnahmen.

    Dass nur die Jungen das Internet beherrschen, dürfte vorbei sein. Die Servicewüste Deutschland zwingt inzwischen jeden ins Internet, ob er will oder nicht.

    Ein PDF-Formular von der Webseite des Arbeitsamtes runterzuladen oder an selbiges eine Mail zu schicken, mit Hilfe des 14-jährigen Nachwuchses ist ungleich Internet beherrschen.
    Um an der Diskussion im Netz auch aktiv teilzunehmen, bedarf es weitaus mehr Fähigkeiten.

    Und Putins prolliger Machismo, sein Pfannenverbiegen, seine primitiven Witze, sein Sitzen mit weit gespreizten Schenkeln oder Lawrows herrisches Auftreten im Großen wie die rotzig-arrogante Art von Elsässer oder die schneidend-aggressive Redeweise von Ken Jebsen im Kleinen: Das müsst eigentlich jedes Kind spüren, dass “diese Onkels nicht lieb sind”.

    Das ist alles viel weniger eindeutig als du annimmst. Putins Machismo wird hierzulande so dargestellt, daß er eher ein belustigtes Kopfschütteln ob seiner exzentrischen Art verursacht, als Besorgnis über den Geisteszustand des Mannes mit dem größten Atomwaffenarsenal.

    Außerdem gibt es genug Leute die diesen Machismo bei Politikern schätzen.
    Mag in der deutschen Politik nicht so der Fall sein, aber nenne mir einen französischen Präsidenten ohne öffentlich ausgelebte Liebesaffäre, oder einen amerikanichen Präsidenten der nicht öffentlichkeitswirksam mit einem Hubschrauber auf einem Flugzeugträger gelandet ist.

  3. „Dazu gibt es Medien (auch etablierte), die über jeden dieser Punkte garantiert mehr und eher berichten, als über die armen Teufel die an Laternenpfähle gebunden und verprügelt werden.“

    Da haben Sie leider Recht. Ich habe mal etwas gegoogelt. Außer in ukrainischen Medien findet sich eine Meldung darüber nur im Deutschlandfunk und bei der BBC. Das wiederum sagt viel über unsere Medien.

  4. Junge Generation?

    Da fehlt noch: Noch nie war die ,,junge“ Generation so alt wie heute!
    Vielleicht ist sie deshalb so ganz besonders dämlich!

    • Es mag sicher sein, dass auf den sogenannten Montagsdemos und Mahnwachen nicht gerade nur Erstsemester zu finden sind, vielleicht sogar eher Wendeverlierer, aber in meinem Bekanntenkreis und Erfahrungshorizont finde ich durch alle Gesellschaftsschichten und Altersgruppen, auch bei vielen Jungen eine erschreckende Verhamlosung bis Akzeptanz für Putin.

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