Nie wieder Auschwitz

KZ Auschwitz, Einfahrt

„Nie wieder Auschwitz“ bleibt eine hohle Phrase , wenn man Auschwitz nicht abstrahieren kann. Wenn man den Namen nicht als Symbol versteht für die menschlichen Abgründe, die sich jederzeit und überall wieder auftun können. Meine Empfehlung: Fahren Sie in ein Konzentrationslager. Alleine! Stellen Sie sich zwischen die Reihen der Barackenfundamente und lauschen Sie, ob Sie das Klagen und Schreien fühlen können. Und wenn Sie das können, fragen Sie. Fragen Sie, was man von Ihnen erwartet. Kränze? Gedenkveranstaltungen? Museumsbesuche? Beteuerungen? Oder sagt man Ihnen: „Verhindere, dass so etwas je wieder geschieht!“ Silone sagte, dass der Faschismus, wenn er das nächste mal käme, nicht sagen würde, er sei der Faschismus, sondern er würde sagen, er sei der Antifaschismus. Schaut man sich in Europa und Russland um, müsste es einem bei diesem Zitat  eigentlich wie Schuppen von den Augen fallen. Wir Deutschen müssen aufpassen, das wir vor lauter Suche nach einer Schuld bei uns nicht zum Werkzeug eines neuen Faschismus machen lassen, den wir dabei übersehen. DAS ist unsere historische Verantwortung!

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