Frau Dr. Krone-Schmalz

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„Bei euch, ihr Herrn, kann man das Wesen gewöhnlich aus dem Namen lesen.“ Diese Dame mit der Mephisto-Frisur kann man wohl guten Gewissens als Krone der von Russland geschmierten Journalisten in Deutschland bezeichnen. Andere, wie Christoph Hörstel, haben sich freiwillig in die Abgründe der Truther-Lächerlichkeit und Putintroll-Anwerber begeben, oder versuchen wie Hupert Seipel noch erkennbar gequält den Anschein eines seriösen Journalisten aufrecht zu erhalten. Bei Frau Krone-Schmalz dagegen kann man sicher sein, dass sie weiß, dass alle wissen, dass sie von Putin korrumpiert ist, sie möchte es nur nicht öffentlich ausgesprochen haben, dass sie von Putin schon mit Orden behängt wurde und für ihre öffentlichen prorussischen Lügen z.B. über die Krimannexion von Russland bezahlt wird. Auch die unzweideutige Aussage Girkins, der die Verantwortung für die Krimsezession ausschließlich der russischen Armee zuweist und sie damit als völkerrechtwidrige Aggression entlarvt, hält Krone-Schmalz nicht davon ab, in Vorträgen weiterhin zu behaupten, dass es keine völkerrechtswidrige Annexion der Krim gegeben habe. Ihren eigenen Buchtitel „Jetzt mal ehrlich“ scheint sie für sich selbst nicht gerade als besonders richtungsweisend zu betrachten. Ihr Auftritt bzw. Fastabtritt in der Maischbergersendung war bezeichnend für ihre Arroganz, die zumindest moralisch völlig unangemessen ist. Auch sie ist ein Putin-Zombie. Nur ein höher bezahlter als die ganzen kleinen Trolle in Medienforen und sozialen Netzwerken. Sie lässt sich ihren ehemals guten Namen bezahlen. Und ihr Multiplikatoren-Faktor ist ja schließlich auch ein anderer.

krone-schmaltz-putin

 

http://www.petersburger-dialog.de/puschkin-medaille-gabriele-krone-schmalz

http://www.huffingtonpost.de/2014/11/24/krone-schmalz-putin_n_6210596.html

 

 

Was soll man von einer Fachfrau für das Aufbinden russischer Bären halten, die im Lenkungsausschuss des Petersburger Dialogs sitzt und laut der Rezension ihres letzten Buches von Sonja Margolina nichts vom Export der Demokratie und der Unterstützung der Zivilgesellschaft hält? Auch das internationale Recht sei kein Dogma, es böte genügend großen Spielraum für eigennützige Auslegung. Das klingt nicht nur menschenverachtend, sondern auch fast wörtlich wie der Faschist Alexandr Dugin, der Demokratie auch für eine beliebige Ideologie und dabei die schlechteste unter den Alternativen hält. Dass Demokratie die Grundstruktur und den Auftrag der Vereinten Nationen darstellt, scheint Frau Krone-Schmalz nicht zu tangieren. Ausweislich ihres jüngsten Buches „Russland verstehen“ ist sie selbsternannte Russland-Versteherin. Etwas, das andere Journalisten wie z.B. Boris Reitschuster inzwischen voller Verzweiflung aufgegeben haben, versuchen zu wollen. Was ich, ehrlich gesagt, nicht ganz verstehe. Eigentlich muss man nur die Russische Mafia mit KGB und NSDAP multiplizieren. Mit dem Ergebnis lässt sich fast jedes Verhalten der russischen Führung erklären und auch zielsicher prognostizieren. Ein weiterer Buchtitel von ihr „An Rußland muss man einfach glauben“, belegt, dass Frau Krone-Schmalz lieber glaubt, als wirklich zu verstehen, zu wissen, oder zu hinterfragen. Ein offenes Bekenntnis, dass sie sich der russischen Propaganda hingibt. Und ihre Doktorarbeit aus dem Jahre 1977 trägt den bemerkenswerten Titel: „Vom Kiever Reich zum Kalten Krieg. Vorstellungen von Russen und Russland im Schulfunk nach 1945″ Es müsste zwar eigentlich „Kiewer“ heißen, aber was spielt das bei einer Dissertation schon für eine Rolle. Auf jeden Fall ein Titel, der den Verdacht nahelegt, dass sie als Historikerin mit dem gleichen falschen Geschichtsbild operiert, mit dem auch Putin einen russischen Anspruch auf die Ukraine zu unterlegen versucht.
http://www.welt.de/geschichte/article135249141/Kiews-russische-Wurzeln-sind-ein-verlogener-Mythos.html

… und auch das noch aus Faust 1. Teil:

Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn – und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
Die Völker aufeinander schlagen.

Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und segnet Fried und Friedenszeiten.

Ach ja, noch ein Tipp an die Medien, besonders die öffentlich-rechtlichen: Wenn Sie es schon nicht lassen können, Frau Krone-Schmalz regelmäßig als Anwältin eines Schwerstkriminellen und eines faschistoiden Staates Auftritte zu verschaffen, dann konfrontieren Sie sie doch beispielsweise einmal mit einem Kaliber wie Masha Gessen. Anna Politkowskaya steht ja leider nicht mehr zur Verfügung. Sie fiel dummerweise der undogmatischen Rechtlosigkeit zum Opfer.

jetztmalehrlich

 

 

Und noch einmal für die Leute, die mir immer noch unbeirrt weiter Kommentare schreiben, in denen sie mit Verve die Krimannexion bestreiten, offenbar, weil sie intellektuell nicht in der Lage sind, im obigen Artikel verlinkte Beiträge zu lesen, geschweige denn sich selbst aus seriösen Quellen zu informieren. Gehen wir es rückwärts an.

1. Die russische Zeitung Novaya Gazeta veröffentlichte vorgestern ein Strategiepapier, welches heute auch die meisten deutschen Medien aufgegriffen haben, das aus dem Umfeld Malofeews stammen und einige Zeit vor der Krimannexion dem Kreml vorgelegt worden sein soll. Es zeichnet exakt die Vorgehensweise bei der Krimannexion voraus. Von den grünen Männnchen über die Parlamentsbesetzung, die Pseudoabstimmungen bis zu den zu veröffentlichen Propagandadarstellungen und der passenden politischen Argumentation.

2. Girkin bestritt in einer Fernsehsendung, dass es irgendeine Art der Unterstützung von den Behörden der Krim gab. Er sagte, dass man die Abgeordneten für die Sezession mit Gewalt von zuhause zusammensammeln musste, keine ausreichende Zahl zusammenbekam und dass die Sezession nur dank der russischen Armee möglich war.

3. Bei Youtube sind für jedermann und jederfrau die Videos der Überwachungskameras einsehbar, die zeigen, wie schwerbewaffnete Speznaskräfte das Krimparlament stürmen, umfangreiches Equipment hereinschleppen, Sicherheitskräfte entwaffnen und sich an den Computern zu schaffen machen.

4. Der russische Menschenrechtsrat hat das sogenannte Referendum für nicht rechtsgültig erklärt.

5. Es gibt mehrere Videos von Krimbewohnern, die zeigen, wie vor der Besetzung Militärfahrzeuge mit russischen Kennzeichen Positionen an strategisch wichtigen Punkten beziehen.

6. Putin selbst hat eingeräumt, dass russisches Militär an der Besetzung und Sezession beteiligt war. Er hat sogar auf einer Pressekonferenz zusammen mit der Übergabeforderung für militärische ukrainische Einrichtungen mit dem Einsatz menschlicher Schutzschilde gedroht.

Nachtrag 9.03.2015 Putin bestätigt die Annexion der Krim: http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-03/putin-krim-annexion

7. Es gibt eine Liste von mindestens vier international renomierten Völkerrechtlern, die das russische Vorgehen bereits im April letzten Jahres für eindeutig völkerrechtswidrig erklärt haben. Der einzige der öffentlich widersprochen hat, Herr Merkel, ist kein Völkerrechtler sondern Strafrechtler, hat wichtige bereits bekannte Punkte bei seiner Bewertung unterschlagen und ist bereits vorher durch fragwürdig gesinnungsorientierte juristische Bewertungen polischer Vorgänge aufgefallen. Das Gleiche gilt für Schachtschneider, der für seine juristisch unhaltbare Sicht der Demokratie und seine Mitgliedschaft und Mitarbeit in wechselnden rechtsextremen Parteien und Organisationen wie NPD und FPÖ bekannt ist. Auch die Vergleichbarkeit mit dem immer wieder gerne herangezogene Völkerrechtsfall Kosovo wurde oft genug juristisch eindeutig widerlegt.

8. Sowohl eine Analyse Anton Shekhovtsov wie auch eine des österreichischen Verteidigungsministerium aus dieser Zeit belegen, dass nicht nur die Krim sondern die ganze Ukraine spätestens seit Ende der neunziger Jahre von der russischen Führung als integraler Bestandteil Russlands betrachtet wurde, der wieder an Russland angeschlossen werden sollte.

9. Schon im März 2014 gab es Aussagen von Personen aus verantwortlichen russischen Kreisen, die von einer konkreten Planung der Krim-Annexion seit Mitte der 2000er Jahre sprachen.

10. Putins Rechtfertigungen sind völlig inkonsistent. Mal rechtfertigt er die Annexion, die ja eigentlich keine Annexion sein soll, mit dem amerikanischen Raketenschutzschild, der nie errichtet wurde, aber schon für die russische Rechtfertigung der Stationierung von Atomraketen in Kaliningrad herhalten musste. Ein anderes Mal war die Revolution gegen Janukowitsch, die Putin einen Putsch nennt, um eine amerikanische Beteiligung zu suggerieren, Grund, die Krim vor einem befürchteten Zugriff des Westens zu sichern und russischsprachige Ukrainer zu schützen. Wieder ein anderes Mal kommt er mit geschichtsverfälschenden historischen Begründungen, dass die Krim und eigentlich ganz „Novorussia“ zu Russland gehöre. Besonders bemerkenswert war Putins Zynismus bei einer Pressekonferenz im Hinblick auf das Budapester Memorandum. Wenn es wirklich kein Putsch, sondern eine Revolution in Kiew gewesen sei, würde es sich um einen neuen Staat handeln, mit dem es keine bindenden Verträge gäbe, also auch kein Budapester Memorandum.

Wenn ein minder- oder mittelintelligenter Putintroll in Facebook oder im Spiegelforum all diese Fakten beharrlich ignoriert, wirkt es lächerlich oder ärgerlich. Wenn eine promovierte Historikerin mit Professorentitel und Lehrauftrag sie ignoriert, kann man bei ihr nur von böswilligem politischem Vorsatz ausgehen.

http://dialogical-humanities.uni-goettingen.de/de/2015/03/02/russland_verstehen/

Nachtrag

9.3.2015 Nach einer aktuellen Zeitungsumfrage würden 60% der Krimbewohner gerne zur Ukraine gehören und nur 19% zu Russland: https://translate.google.de/translate?sl=auto&tl=en&js=y&prev=_t&hl=de&ie=UTF-8&u=http%3A%2F%2Fwww.unian.net%2Fsociety%2F1053270-bolee-60-kryimchan-hotyat-obratno-v-ukrainu-opros-gazetyi-okkupantov.html&edit-text=

 

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7 Gedanken zu „Frau Dr. Krone-Schmalz

    • Vermutlich das Gleiche, was bei den meisten Linken nicht stimmt. Sie haben über Jahrzehnte alles Übel nur in den USA und in Westeuropa gesucht und gefunden und beim Osten dank der hohen Mauer drumherum nicht näher hinsehen brauchen. So konnten sie ihn sich verklären und idealisieren, obwohl dort mit den Menschen noch viel schlimmer umgesprungen wurde. Beim Untergang des Kommunismus fühlten Sie sich zusammen mit dem Osten als Opfer des Kapitalismus und hofften auf den Tag der Wiederauferstehung. Mit Putin ist er gekommen. Er ist zwar kein Kommunist sondern ein Krimineller, aber man hat ja lange genug geübt, ein Auge zuzukneifen. Jetzt kneift man es eben nocht etwas fester zu. Eine kleine Finanzspritze hilft dabei ungemein. Dann wird auch ein Faschist zum Antifaschisten. Und ein Massenmörder zum Heiligen.

  1. Ich hoffe, dass viele Menschen in deutschsprachigen Länder Ihr Kommentar lesen würden. Danke!

  2. Grosses DANKE für Ihren Text, sie sprechen mir aus der Seele!
    Altersstarrsinn ist eine zu milde Beschreibung für diese Frau Krone Schmalz.

    Eine andere Sicht oder Perspektive und die daraus folgende Bewertung ist hilfreich
    für Diskussion und Meinungsbildung. Aber sie hat schon längst die Seiten gewechselt und steht für eine objektive Betrachtung nicht mehr zur Verfügung!

    Sie sollte ihren Altersabend an der Costa Blanca geniessen und dabei stumm blei-
    ben, denn Altersweisheit ist bei ihrem Zustand auszuschliessen.

    Schade drum!

    • Gerade Menschen wie Schmidt, Kissinger, Gorbatschow, Bahr und andere, die bereitwillig Putins kriminelle Machenschaften verteidigen, bestätigen mich in dem Eindruck, den ich mit zunehmendem eigenen Alter und damit einhergehendem abnehmendem Respekt vor anderen Älteren gewinne. Nämlich, dass die Alten uns Populismus, Altersstarrsinn und einfache Antworten als Weisheit verkaufen, die in Wirklichkeit ein Produkt mangelnder Fähigkeit oder Bereitschaft sind, festgefahrene, einmal abgehakte Positionen im Licht neuer Entwicklungen noch einmal ausgiebig zu betrachten und zu überdenken. Überspitzt ausgedrückt: Altersweisheit=Denkfaulheit! Und gerade beim hochgeehrten Helmut Schmidt sollte man sich immer vor Augen halten, dass er sich auch schon früher als beinharter Machiavellist geoutet hat, als er z.B. nichts Verwerfliches am Tiananmen-Massaker entdecken konnte.

  3. Obwohl ich die Einschätzung 100%ig teile, muss ich Fr. Krone-Schmalz in einem Punkt in Schutz nehmen: In wissenschaftlichen Publikationen gelten die internationalen Transkriptionsregeln. Daher heißt es dort zwingend Kiev und nicht Kiew, so wie z.B. Gorbatschow in diesem Rahmen Gorbačev geschrieben wird.

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