Russische Helden

Die internationale Freiwilligengemeinschaft InformNapalm hat zusammen mit Infographics UAden ersten Teil der zusammengefassten Angaben zu den Teilnehmern der russischen Militäroperation in Syrien vorbereitet, und zwar zu Navigatoren und Piloten der Luftwaffe Russlands.

Wir erinnern daran, dass Anfang Oktober InformNapalm ein Ultimatum an die Behörden Russlands gesetzt hat. Für jeden Verstoss gegen die Waffenruhe in Donbass veröffentlichen wir Angaben zu russischen Piloten auf der Basis unserer Analyse und Untersuchung von offenen Informationsquellen. Dies ist unsere asymmetrische Antwort auf die hybride Vorgehensweise des Kremls wie in der Ukraine, so auch in Syrien. Der Pressesekretär Dmitry Peskow reagierte auf das Ultimatum und bezeichnete die Veröffentlichung persönlicher Angaben der russischen Piloten in den Medien als „ein feindseliges Verhalten“.

Zum jetzigen Zeitpunkt wurde in den Materialien von InformNapalm die Information zu 11 Offizieren der Luftwaffe Russlands offengelegt. Das sind die Besatzungen der SU-24M mit den Bordnummern 0405, 16, 26 und des Flugzeugs SU-24M mit der Registrierungsnummer 0715323, die Besatzung des Flugzeugs SU-30SM mit derBordnummer 27-rot und ein Offizier der Jägerführung, der den Einsatz des Flugzeugs für elektronische Aufklärung und EloKa der Luftwaffe Russlands IL-20 in Syrien preisgegeben hatte.

Die Rechtsschutzorganisation Human Rights Watch (HRW) beschuldigte Russland des Todes von Dutzenden Zivilisten im Zuge der Luftangriffe auf syrische Städte. Nach Angaben von HRW sind allein infolge von zwei Angriffen im Norden der Provinz Homs 59 Zivilisten getötet worden. Zum blutigsten Ereignis wurde die Bombardierung vom Dorf Gantu, wo bei einem Luftangriff 46 Mitglieder einer Familie gestorben sind (darunter 12 Frauen und 32 Kinder).

Ausserdem erklärte der türkische Premierminister Achmet Davutoglu am 7. Oktober, dass nur zwei von 57 Luftangriffen der russischen Luftwaffe in Syrien auf die Stellungen der IS-Söldner ausgeführt wurden. Das ist ein anschauliches Beispiel dessen, welche Ziele die russische Seite in Wirklichkeit verfolgt, die die Situation in der Region immer weiter anheizt. In diesem Zusammenhang sind die Offiziere der Luftwaffe Russlands, die sich an der Militäroperation Russlands in Syrien beteiligen, Kriegsverbrecher, die nicht an einem Kampf gegen die IS-Söldner teilnehmen, sondern unschuldige Zivilisten Syriens töten.

InformNapalmTeam

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Heute wurden 45 Zivilisten hinzugefügt:

„Vor rund vier Wochen, am 30. September, begann das russische Militär mit seinen Luftangriffen in Syrien. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) beklagt, dass seither die Zahl der Luftschläge gegen Krankenhäuser in dem Bürgerkriegsland „deutlich zugenommen“ habe. Insgesamt seien im Oktober zwölf Hospitäler in den Provinzen Idlib, Aleppo und Hama bombardiert worden, sechs von ihnen werden von MSF unterstützt. Insgesamt seien sechs Kliniken gezwungen gewesen, den Betrieb einzustellen, hieß es weiter. Vier Krankenwagen seien zerstört worden. Bei den Luftangriffen auf die Hospitäler wurden laut Ärzte ohne Grenzen mindestens 35 Patienten und Ärzte getötet und 72 weitere verletzt.“ …

http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-35-tote-bei-luftangriffen-auf-krankenhaeuser-a-1060081.html

„In Syrien sind nach Angaben der Uno seit Anfang des Monats mindestens 120.000 Menschen vor den Kämpfen in den Bezirken Aleppo, Hama und Idlib geflohen. Die meisten suchten in der Nähe ihrer Heimatorte oder in Lagern nahe der türkischen Grenze Schutz vor den Gefechten, sagte eine Uno-Sprecherin in Genf. … Die syrische Opposition gibt Russland die Schuld daran: Willkürliche russische Luftangriffe seien inzwischen die Haupt-Todesursache für Zivilisten, sagte der Sprecher der Syrischen Nationalkoalition, Najib Ghadbian. Die russische Intervention in Syrien erleichtere Präsident Baschar al-Assads „Krieg gegen Zivilisten“. Laut den Angaben syrischer Hilfskräfte sind seit Beginn der russischen Luftangriffe mehr als 436 Menschen ums Leben gekommen. „Mehr als die Hälfte der Todesopfer lässt sich direkt mit russischen Angriffen in Verbindung bringen“, sagte Ghadbian.“ …

http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-mehr-als-120-000-fluechtlinge-seit-anfang-des-monats-a-1059706.html

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