Eure Nerven möchte ich haben!

 

Letztes Jahr waren russische Bomber nach einem Augenzeugenbericht über britischem Festland unterwegs, nicht nur über internationalen Gewässern. Sie übten über der Ostsee wiederholt den Prozess des Scharfmachens von Atombomben. Putin bedrängt und bedroht im Ostseeraum. Scheinangriffe und Provokationen gegenüber einem US-Schiff und einem US-Flugzeug letzte Woche sollen aggressiver und riskanter gewesen sein als alle Begegnungen der letzten Zeit.

http://edition.cnn.com/2016/04/15/politics/mark-ferguson-naval-forces-europe-russian-submarines/index.html

http://thenews.pl/1/10/Artykul/249167,Russian-helicopters-violated-Polish-air-space-report

http://news.err.ee/v/news/f6e80834-68fc-4b7a-989a-86e4cc05da78/analyst-russian-intelligence-trying-to-intimidate-us-soldiers-in-baltics#.VxaSfHiVcoY.twitter

Wir befinden uns im Krieg. …

Der Leiter des Putin direkt unterstellten Investigativkommitee der russischen Föderation Alexander Bastrykin sagt, dass der hybride Krieg, den natürlich die USA und ihre Verbündeten begonnen hätten, sich in einer Phase der offenen Konfrontation befindet und politisch, wirtschaftlich, auf der Informationsebene und legal geführt werde. Als Abwehrmaßnahme Russlands schlägt er das Ende der Reste demokratischen Anspruchs in Russland zugunsten einer noch stärkeren nationalen Ideologisierung vor.
(http://www.intellinews.com/stolypin-bastrykin-s-manifesto-for-the-north-koreanisation-of-russia-95400/)

Eine klassische Maxime der Desinformation: Russland wirft dem Westen genau das vor, was es selbst tut:
http://www.chathamhouse.org/publication/agents-russian-world-proxy-groups-contested-neighbourhood#

Yury Felshtinski, ein russischstämmiger US-Historiker meint, dass Putins militärische Expansionspolitik erst am Anfang stünde. Russland könne nur zwei Dinge produzieren. Waffen und bewaffnete Konflikte. Erstere seien gerade bei sinkenden Ölpreisen die Haupteinnahmequelle des Staates und das zweite sei das Instrument um den politischen Einfluss auszuweiten. Putin tue das, weil es das einzige Feld sei, auf dem Russland wettbewerbsfähig sei.
Putin suche aktuell weiter nach Mglichkeiten Konfliktherde zu produzieren. In Abchasien und Südossetien um einen neuen Krieg mit Georgien zu führen, auf der Krim und in der Ostukraine, um den Krieg gegen die Ukraine fortzuführen, in Transnistrien um Moldawien einzunehmen, in Syrien und Kurdistan um die Nato zu spalten, die Türkei zu destabilisieren und einen großen Krieg im mittleren Osten zu entfesseln, der die Ölpreise nach oben treiben würde. Den Karabach-Konflikt um sich Armenien unterzuordnen, Militärbasen in Weißrussland als Waffenlager für die Annexion Weißrusslands, „Die russische Frage“ in den baltischen Staaten als Anlass für eine Intervention in den baltischen Ländern und die Wiederanbindung Kaliningrads an das kontinentale Russland, Provokationen in Richtung Finnland und Schweden für eine Intervention in Finnland unter dem Vorwand, dass sie nicht Natomitglieder werden dürften, die Besetzung der Arktis um Konflikte mit Kanada zu verschärfen, und schließlich die Forderung nach Rückgabe des vor 150 Jahren verkauften Alaska an Russland als Beginn eines offenen geopolitischen und militärpolitischen Konflikt mit den USA unter Einsatz atomarer Erpressung gegen die ganze Welt.
Felshtinsky verweist auf ein Detail eines diesjährigen Novaja-Gaseta-Artikels: Dieser sieht die Rückgabe Alaskas nicht als Geschenk an Russland als Staat, sondern an Putin persönlich. Und es sei verständlich warum: Russland und die Russen brauchen weder die Krim noch die Ostukraine oder Alaska angesichts des Preises, den sie dafür zahlen mussten und müssen. Die einzigen Menschen, die dies brauchen, sind Putin und seine kleine Junta von fünf bis sieben der obersten KGB/FSB-Offiziere, die heute Russland führen. Diese Leute sind sehr gefährlich, weil sie nicht in die Staatsorgane gekommen sind um etwas aufzubauen, sondern um zu unterdrücken, zu töten, zu kontrollieren, zu provozieren, zu spalten, zu stehlen und zu rekrutieren. Alles Dinge, von denen sie etwas verstehen und die sie mit Begeisterung tun.
(http://windowoneurasia2.blogspot.co.at/2016/04/putins-military-expansion-only.html)

Putins aggressive Expansionspolitik, der steile Anstieg der russischen Rüstungsausgaben, die rasante Zunahme der Zahl der Propagandakanäle im Westen, … all das begann schon vor mehr als zehn Jahren, vieles kurz nach Putins erstem Amtsantritt.

 

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Russische Propagandaseiten in Ungarn

rüstungsausgaben

Militärausgaben

Putin ist nicht am Ende, sondern am Anfang ...

Er hat eine 400.000-Mann Nationalgarde gegründet, die innere Unruhen niederschlagen soll. Die westlichen Sanktionen haben ihn nur gebremst, er kürzt die Wirtschaft und Sozialleistungen zu Tode, aber rüstet unverdrossen weiter auf. Auch und besonders nuklear. Die meisten Geschäfte mit dem Westen laufen weiter, die Kriege in der Ukraine und in Syrien sind nur vorübergehend verlangsamt. Ein breiter Strom russischer Waffen und auch russischen Militärs fließen weiter dorthin, für eine Ausweitung der Konflikte. Putin hilft in Syrien nicht im geringsten den IS zu bekämpfen, sondern er stabilisiert Assad und unterstützt die kurdischen Kämpfer im Krieg gegen die Türkei.
Und es mehren sich die Stimmen in Europa, die fordern die Sanktionen zu beenden. Mithin Putin den Geldhahn für seine Rüstung wieder voll aufzudrehen. Früher oder später werden sie sich durchsetzen, denn Europa zerfällt weiter. Russische „NGO’s“ und „Journalisten“ können unter dem Anspruch freier Meinungsäußerung weiter ungehindert ihr Propagandagift verspritzen, der Faschismus in Europa nimmt weiter zu, die inneren Spannungen nehmen weiter zu, der Hass auf Ausländer, auf Muslime und Flüchtlinge, auf sexuell oder andere Andersartige, auf politische Gegner, auf die eigenen Regierungen, die EU, die Nato und die USA. Die Bewaffnung der Bürger nimmt rasant zu und die Gründung von nichtstaatlichen militärischen Kampfgruppen, die eines Tages bereitstehen werden um demokratische Regierungen zu stürzen.
Es wird täglich unerträglicher in Deutschland und Europa. Statt dass die demokratischen Politiker und Parteien geschlossen gegen Russland und den neuen europäischen Faschismus aufstehen, ziehen sie den Schwanz ein und reden beiden nach dem Maul. Entsprechend verlieren sie an Unterstützung und wächst die Zustimmung zum Original, den Rechtsextremisten. Für Demokraten und friedliebende Menschen wird es langsam Zeit, die Koffer zu packen. Wir wissen aus der Geschichte des letzten Jahrhunderts genau wie es weitergeht!
Nein, ich glaube, Ihr habt gar keine Nerven, liebe Politiker. Ihr seid einfach nur dumm, oder korrupt, oder scheißt Euch ein statt Freiheit und Demokratie zu verteidigen, wie Ihr es vollmundig 70 Jahre lang tun wolltet. Seit dem letzten Faschismus. Und Ihr lasst Europa ins Messer laufen.

http://www.reuters.com/article/us-poland-russia-nato-idUSKCN0XG0UB?feedType=RSS&feedName=topNews&utm_source=twitter

http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article154502603/Der-grosse-Brandbeschleuniger-und-seine-Freunde.html

Former Soviet Fighter Pilot: Russian Jets ‘More Aggressive’ Than During Cold War

 

 

 

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Denn sie wissen nicht was sie tun

FriedenspolonaiseCC

Vor kurzem habe ich noch zum Ärger einiger die Lobhudelei auf Helmut Schmidt anlässlich seines Todes in Frage gestellt. Eins muss ich ihm lassen. Er hat sich konsequent geweigert, Terroristen und politischen Erpressern nachzugeben. Mit der Anordnung auch keinesfalls nachzugeben, falls er selbst mal entführt werden sollte. Nur diese scheinbar hartherzige Konsequenz ist es, mit der man derartigem Terrorismus und derartigen Erpressungen begegnen kann und Täter für die Zukunft entmutigen. Genau das Gegenteil davon tun derzeit alle westlichen Verantwortlichen gegenüber Putin. Obama, Kerry, Steinmeier, Merkel, Hollande und die meisten anderen europäischen Staatsvertreter. Sie haben sich anfänglich geziert und ein bisschen die Widerspenstigen markiert. Aber inzwischen geben sich Zentimeter für Zentimeter dem Druck, der Erpressung und der Heuchelei Putins nach. Das wird Einfluss auf das Rechtsbewusstsein einer, vielleicht mehrerer Generationen haben. Es wird dazu führen, dass blanke Gewalt als Mittel der Politik, die in Europa seit mehr als einem halben Jahrhundert überwunden schien, wieder bereitwilliger hingenommen und fleißiger und erfolgversprechender angewandt wird. Ein Rückfall ins 19. Jahrhundert, der Hunderttausende an Opfern kosten wird.

http://www.state.gov/secretary/remarks/2015/12/250680.htm

Ich finde es in höchstem Maße beschämend für die gesamte westliche Politik und Medienlandschaft, dass es einer Zeitung wie Bild bedarf, um eindeutig auszusprechen, was ein Zugehen auf Putin bedeutet. Die im Bildartikel aufgelisteten Punkte ließen sich alle aus diversen Quellen wie UN und Hilfsorganisationen aber auch durch die Aussagen von Journalisten vor Ort belegen. Warum kann unser Außenminister diese so entsetzlichen wie unzweifelhaften Fakten nicht klar aussprechen!?:

http://www.bild.de/politik/ausland/wladimir-putin/kriegsverbrechen-in-syrien-43805850.bild.html

Gleichzeitig heulen die deutschen Politiker entweder scheinheilig oder völlig verblödet über den Rechtsextremismus in Deutschland auf. Dabei ist es genau ihre Politik, die diesen ermöglicht und fördert!
http://www.huffingtonpost.de/2015/12/15/moskau-rechte-parteien_n_8810816.html?ncid=fcbklnkdehpmg00000002

Viele werfen mir vor oder halten mich für russophob oder jemand der Putin manisch hasst. Nein, wie wohl bei jedem Menschen nimmt die Empathie mit der Entfernung ab. Was nicht heißt, dass ich nicht mit leide, wenn ich die entsetzlichen Bilder aus Syrien sehe und auch aus der Ukraine, aber ich mache mir auch und vor allem Sorge um Europa und Deutschland. Das Land, wo ich lebe. (Noch!)

Aus zwei Gründen. Erstens, weil ich glaube, dass die meisten Europäer Putin nicht ernst genug nehmen als Bedrohung unserer Demokratie, unserer Werte und unseres Rechtsempfindens, und zweitens, weil ich den Teil unserer Regierung den die SPD stellt, für zutiefst korrupt halte und für bereit alle unsere Werte zu verkaufen, wenn es einträgliche Geschäfte mit dem von Putin beherrschten Russland einbringt.

Nur eine kleine Auswahl:

27.11.2014 Steinmeier warnt vor schärferen Sanktionen gegen Russland http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-11/sanktionen-steinmeier-russland
29.10.15 Gabriel in Moskau, Er möchte die Sanktionen schrittweise abbauen und das Nordstream Geschäft an der EU vorbei abwickeln http://www.welt.de/politik/ausland/article148156440/Gabriel-spielt-in-Moskau-den-Gerhard-Schroeder.html http://de.sputniknews.com/politik/20151029/305283602/gabriel-in-moskau-umgang-mit-russland.html
CWcKoYjWIAAfySG