Geschichte wird gemacht

Die "Zar"-Bombe

Putin in seiner Valdai-Rede 2014: … „Sicher, viele der Mechanismen, die der Weltordnung zugrunde liegen, sind vor schon ziemlich langer Zeit entstanden, einschließlich – und vor allem – als Resultat des Zweiten Weltkriegs. Die Stabilität dieses Systems gründete übrigens nicht nur auf einer Kräftebalance, und das möchte ich auch unterstreichen, nicht nur auf dem Recht der Sieger, sondern auch darauf, dass die “Gründerväter” dieses Sicherheitssystems einander in Achtung begegneten, und nicht versucht haben, sich alles einzuverleiben, sondern miteinander geredet haben.“ …
(
http://www.chartophylakeion.de/…/putin-beim-waldai…/…)

 

„Grund dafür (die Zündung der russischen Zar-Bombe entgegen dem Atomwaffen-Moratorium) war eine historische Begegnung zwischen Chruschtschow und dem US-Präsidenten John F. Kennedy wenige Wochen zuvor. Am 3. Juni 1961 hatten sich die beiden mächtigsten Männer der Welt im Musikzimmer der US-Botschaft in Wien getroffen. Wie Kennedy später berichtete, lief der für sein aufbrausendes Benehmen berüchtigte Kreml-Chef sofort „Amok“ und stellte erneut sein Berlin-Ultimatum, das er 1958 erstmals formuliert hatte. Die Westmächte sollten aus der von den Alliierten geteilten Stadt abziehen, um „eine normale Lage in der Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik zu schaffen“. Als der US-Präsident ablehnte, drohte Chruschtschow: „Wir wollen keinen Krieg, wenn Sie ihn uns aber aufzwingen, wird es einen geben.““
(
http://www.spiegel.de/…/50-jahre-zar-bombe-die-alles…)

 

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Once upon a time …

sao-jorge-e-o-dragao

Vor langer langer Zeit hat Kain Abel erschlagen. Was keiner weiß, Kain war Amerikaner. Nachdem er Abel ermordet hatte, hat er seine Mutter vergewaltigt, weil er keine Schwester hatte, aber den CIA-Auftrag, die Amerikaner zu vermehren. Anschließend druckte er Anteilsscheine für den Baum der Erkenntnis. Wer etwas wissen wollte bekam einen Anteil am Baum, aber keine Erkenntnis. So entstand der Kapitalismus. Eines Tages starb der Baum und damit auch die Erkenntnis. Da wurde Lenin geboren. An der Stelle, wo der Baum gestanden hatte. Und er hatte die Erkenntnis. Allen leuchtete ein Leben in Glück und Frieden. Aber als schon viele Scheinbesitzer, die dem im Wege standen, eliminiert waren, flogen die amerikanischen Nachfahren Kains auf den Mond, stellten dort eine Strahlenkanone auf und beschossen damit die Erde. Alle, die von den Strahlen der Bilderbergerkanone getroffen wurden, glaubten, dass ihre Scheine wieder etwas wert seien und so kam das Glück des Sozialismus zum erliegen. Doch wie so oft nahm das Schicksal eine unerwartete Wende und es nahte ein weißer Ritter. Er verriet allen Verstrahlten wie die Strahlenkanone funktioniert. Mit seiner Hilfe nahm ein kleiner Held des Sozialismus den selbstlosen Kampf gegen Goliath auf. Den Kampf für die Befreiung von der Freiheit. Wird er ihn gewinnen?! Noch schießt die Strahlenkanone der Amerikaner brutal. Fortsetzung folgt.

A long long time ago Cain killed Abel. What no one knows, Cain was American. After he murdered Abel, he raped his mother, because he had no sister, but the CIA mission to breed Americans. Then he printed share certificates for the tree of knowledge. Who wanted to know something got a share of the tree, but no knowledge. This way capitalism emerged. One day, the tree died and with it the knowledge. Then Lenin was born. At the spot where the tree stood before. And he had the knowledge. A life of happiness and peace lit up to all. But when already many share owners who stood in the way, were eliminated, the American descendants of Cain flew to the moon, established a ray gun and thus rayed the earth. All those who were hit by the rays of the Bilderberger cannon, believed that their certificates were worth something again and so the happiness of socialism came to a standstill. But as so often the fate took an unexpected turn and a white knight appeared. He told all contaminated how the ray gun works. With his help a little hero of socialism took on the selfless fight against Goliath. The struggle for the liberation from freedom. Will he win?! Still the ray gun of the Americans shoots brutally. Sequel follows.

Liebe Russen! Dear Russians!

putinKillingKulture
Eine Russin sagte an der Stelle, an der Nemzow ermordet wurde in einem Interview: „Eigentlich sind wir alle schuld, wir Unmenschen! Meine Generation hat trotz unserer Geschichte einen neuen Autoritarismus nicht verhindert.“

Ich fürchte, wir haben heute sehr genau die Situation in Europa, die in den 1930er Jahren herrschte. Einen Diktator, der meint, sein Volk mit Imperialismus und Nationalismus zu neuer Größe führen zu müssen und dabei keinerlei Hemmungen kennt, jegliche Art von Leiden über die Menschen zu bringen, egal ob über das eigene Volk oder andere. Und ein Volk, dass erst zu naiv gegenüber seiner Propaganda war, zu gierig nach etwas worauf man stolz sein kann und zu lethargisch, sich gegen diesen Diktator zu wehren und später zu machtlos und zu feige. Ich darf Euch das sagen, auch oder gerade, weil ich in dem Land geboren bin, das diesen Fehler schon einmal beging, unter dem Russland am meisten von allen Ländern gelitten hat. Deshalb verstehe ich auch nicht, warum Ihr, die Kinder und Enkel dieser Opfer, genau den gleichen Fehler begeht wie einst die Deutschen und warum Ihr den Ukrainern jetzt genau das Gleiche antut, was Russen einst unter den Nazis erdulden mussten.

Kein Mensch im Westen will Russland etwas wegnehmen. Weder Land noch Bodenschätze. Nicht einmal Putins Pfründe, wenn Ihr Euch von ihm und seiner Mafia ausbeuten lassen wollt. Es sind die Nachbarn Russlands, die vor Putins Imperialismus Schutz beim Westen suchen. Daraus bastelt Putin seine paranoide Propaganda, die Angst vor dem Westen und der Nato schürt. Sie dient nur dazu, dass Ihr glauben sollt, seinen Schutz zu benötigen.

Russland ist ein schönes und interessantes Land mit interessanten und liebenswerten Menschen und man kann vieles an Russland bewundern. Aber nationale Größe kommt nicht aus Gewehrläufen und Kanonen. Sie kommt aus Laboratorien und Universitäten, aus Ateliers, von Theaterbühnen und aus den Büchern der Autoren des Landes. Aber nicht aus den Büchern von Dugin, sondern aus den Büchern von Puschkin, Dostojewski, Tolstoi und Solschenizyn. Und aus den Werken von Tschaikowski, Rachmaninow und Kandinsky.

Wenn es schon Blutvergießen sein muss, dann vergießt nicht das Blut anderer Völker, die gerne in Freiheit leben wollen. Dann besinnt Euch auf Eure revolutionäre Geschichte. Gefallt Euch nicht in der tränen- und wodkaseligen Wir-sind-ja-selber-Opfer-Rolle, die auch schon den Deutschen niemand abgenommen hat, sondern stürzt den neuen Zaren, dem in seiner Selbstsucht nichts teuer, groß und mächtig genug sein kann. Hört auf, Euer Blut für ihn in der Ukraine zu vergießen. Vergießt es, um Euch und uns von ihm zu erlösen! Ich wünschte, ich könnte Euch Frieden wünschen. Aber diesmal seid Ihr es, die einen Massenmörder in Eurem Schoß habt groß werden lassen.

http://joinfo.com/world/1001169_Russian-soldiers-killed-in-Donbas-buried-in.html

A Russian woman at the site where Nemsow was murdered told in an interview: „Actually we are all to blame, we brutes! Despite our history my generation does not prevent a new authoritarianism.“

I’m afraid today we are very close to the situation in Europe in the 1930s . A dictator who thinks he could lead his people to new heights with imperialism and nationalism and thereby knows no compunction to bring any kind of suffering on the people, whether his own or others. And a nation that first was too naive to his propaganda, too greedy for something to be proud of and too lethargic to defend themselves against this dictator and later to powerless and cowardly. I may say that, even or especially because I was born in the country that already committed this error, under which Russia has suffered most of all countries. So I do not understand why you, the children and grandchildren of these victims, are making exactly the same mistakes as once the Germans and why you are doing exactly the same things to the Ukrainians now what once the Russians suffered under the Nazis.

No one in the West wants to steal anything from Russia. No land, no natural resources. Not even Putin’s benefice, if you want to be robbed by him and his mafia. Russia’s neighbors are asking for protection by the West against Putins imperialism. That’s on what Putin is tinkering his paranoid propaganda of  fear of the West and NATO. This only serves the mean that you feel the need of his protection.

Russia is a beautiful and interesting country with interesting and charming people and you can admire much in Russia. But national greatness does not come from the barrels of guns and cannons. It comes from laboratories and universities, from studios, theater stages and from the books of the countries authors. But not from the books of Dugin, but from the books of Pushkin, Dostoevsky, Tolstoy and Solzhenitsyn. And from the works of Tchaikovsky, Rachmaninov and Kandinsky.

If there must be bloodshed, then do not spill the blood of other people who want to live in freedom. Then you should look to your revolutionary history. Don’t please yourself in the tear-and vodka blessed we-ourself-are-victims-role, which already no one bought from the Germans, but bring down the new Tsar, to whom in his selfishness, nothing can be too expensive, big and powerful. Ceases to shed your blood for him in Ukraine. Shed it to free yourself and us from him! I wish I could wish you peace. But this time it’s you that have grown up a mass murderer in your lap.

Russische Faschisten und andere Primaten

Aleksandr-Dughin_tintindSchon im März letzten Jahres stieß ich im Zusammenhang mit der russischen Aggression auf der Krim auf den Namen Alexander Dugin und las einiges über ihn, was mich beunruhigte. Besonders, dass viele  Veröffentlichungen von ihm auf den Seiten des amerikanischen Nazis Anglin zu finden waren, der so übelkeiterregende Seiten wie „Daily Stormer“ und „Total Fascism“ betreibt bzw. betrieb. Erstere ist inzwischen grafisch entschärft und zweitere findet man heute nur noch im Web Archiv. Viele schrieben mir, dass man Dugin nicht ernst nehmen müsse und er keine Rolle in Russland spielen würde. Etwas seltsam für jemand, der an der Moskauer Universität lehrte, regelmäßig im russischen Fernsehen zu sehen ist und sich nicht nur selbst als Berater Putins bezeichnet. Ich hatte keine große Lust mehr, mich durch sein Geschwurbel durchzuarbeiten, nachdem für mich mit zwei Dingen, die ich von ihm gelesen hatte, seine Position klar schien. Erstens, er möchte, dass Russland Europa erobert bzw. angliedert. Er möchte, falls nötig mit Gewalt, ein Eurasisches Reich von Lissabon bis Wladiwostok errichtet sehen, also in genau den Ausmaßen, wie Putins Traum von einer (von Russland dominierten) eurasischen Wirtschaftsunion. Erklärtes Ziel ist es, an Know how, High Tech und die Wirtschaftskraft des Westens zu gelangen. Zweitens, er möchte zumindest Eurasien mit Hilfe von Kommunisten und Faschisten von den Liberalen befreien, danach mit Hilfe der Faschisten die Kommunisten ausrotten und zuletzt die Faschisten. Wer dann übrigbleiben soll, ist nicht ganz klar, aber offensichtlich ist er nicht gewillt oder in der Lage sich selbst und seine Lehre als faschistisch zu erkennen. Wörtlich sagt er, Oppositionelle wie die Pussy Riots möchte er aufs Maul hauen und dann mit dem LKW auf der Müllkippe entsorgen. Das erinnert stark an Le Pen senior, der für jüdische Kritiker seiner Partei „eine Ofenladung fertigmachen“ wollte.
Kurzum, ich dachte mir, den ideologischen Über-, nein eher Unterbau dieses Herren aus der Mülltonne der Geschichte kann man sich eigentlich ersparen. Seine Ziele sprechen für sich und er ist nur in dem Maße gefährlich, wie er ernst genommen wird.
Leider lag ich mit meiner Vermutung richtig, dass man ihn ernster nehmen muss, als mir viele einreden wollten. Denn der Unrat aus der ausgelehrten Mülltonne der Geschichte wird offensichtlich von vielen gierig aufgesammelt, die alle Lehren aus dem dritten Reich völlig vergessen oder nie erlangt haben. Besonders, wenn sie – aus welchen Gründen auch immer – über ein massives ethisches Defizit verfügen. Dugin spielt eine große Rolle bei der prorussischen Propaganda, denn viele Fäden westlicher Putinpropagandisten laufen bei ihm zusammen. Er knüpft und pflegt Verbindungen zu vielen Rechtsextremisten, Linken und Anhängern seiner Querfrontideologie quer durch Europa und die USA und er ist an Malofeews Seite  ein wichtiges, vielleicht das wichtigste Rad in dem Räderwerk, das die Krimannexion vollzogen hat und den Krieg in der Ostukraine begann und am Laufen hält. Last but not least, er ist offensichtlich die treibende und auf Russland ausrichtende Kraft hinter dem Querfrontbündnis der neuen griechischen Regierung.
Ein Grund, sich doch noch einmal etwas ausführlicher mit seiner Lehre zu beschäftigen. Zumindest, zu versuchen, mich in eine Übersetzung hineinzulesen, die heute von Andreas Umland veröffentlicht wurde:
Dugin: „There are, in the 20th century, only three ideologies that have managed to demonstrate that their principles are realistic in terms of their political-administrative implementation – these are liberalism, communism and fascism. As much as one may like to – it is impossible to name another model of society which would not be one of the forms of these ideologies and [which], at the same time, existed in reality. There are liberal countries, there are communist [countries] and there are fascist (nationalist) [countries]. Others are absent. And are impossible. In Russia, we have passed two ideological stages – the communist and the liberal. What remains is fascism.“
Schon dieser erste Absatz verursacht mir große Bauchschmerzen. Ich halte es für nicht akzeptabel, „Liberalismus“, Kommunismus und Faschismus gleichberechtigt nebeneinander zu stellen.  Der Wunsch nach Sicherung der Grundbedürfnisse, wenn nicht sogar einem gewissen Wohlstand, vielleicht sogar so etwas wie Glück und, auch bei Dugin ausdrücklich erwähnt, „Freiheit“ dürfte wohl jedem politischen Modell zugrunde liegen. Keiner verkauft seine politische Lehre mit der Aussage, dass er sich bereichern oder Macht für sich allein haben will. Selbst die schlimmste Diktatur gibt immer vor, die Menschen von irgendetwas befreien zu wollen. Sehr beliebt dabei zum Beispiel: von den Juden.
Wie man sicher unschwer merkt, bin ich weder Historiker, noch Politologe, noch Philosoph, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass etwas nicht stimmt, wenn man ein System der Willensbildung von unten, also Demokratie, gleichwertig neben Systeme der Willensbildung von oben stellt. Also Kommunismus, Faschismus und um das zu ergänzen, was Dugin auslässt: Monarchie und Religionen. Die letzten beiden sind es ja wohl auch, auf die hinsteuert. In seinem Fall: Zarismus und Orthodoxie. Wo die Reise hingehen soll, wird von Demagogen wie Dugin erfahrungsgemäß sehr gerne verschwiegen. Insbesondere, wenn man wie er politische Gruppen gegen einander benutzen will, die später selbst entsorgt werden sollen. Aber auch eine weitere Auspägung, die man wohl unter Totalitarismus einordnen könnte, sollte man nicht außer Acht lassen. Den Mafiastaat. Er wird durch Putins Ansprüche verkörpert, die noch in scharfe Konkurrenz zu den archaischen Zielen Dugins treten könnten.
Ich glaube nicht, dass man Demokratie als eine  Ideologie unter anderen Ideologien sehen darf. Sie ist ein konkurrierendes Grundprinzip zu allen obrigkeitsstaatlichen Prinzipien. Entweder das Volk bestimmt, oder es wird von oben bestimmt. Alles außer der Demokratie gehört in die letztere Kategorie. Auch der Kommunismus, der nur eine Selbstbestimmung des Volkes vortäuscht, während in der Praxis die Macht immer in den Händen der Partei bleibt. Jedenfalls in allen bisher staatlich praktizierten Formen des Kommunismus. Die Konkurrenz dieser beiden Grundprinzipien der Willensbildung von unten oder von oben zieht sich vermutlich durch die ganze Menschheitsgeschichte. Auch wenn wenig über demokratische Entwicklungen aus der Zeit vor der griechischen Antike bekannt ist, findet man demokratisches Verhalten sogar bei anderen Primaten wie den Makaken.

(http://www.fr-online.de/wissenschaft/tierwelt-demokratie-unter-affen,1472788,3286270.html)

Es wäre also seltsam, wenn von der evolutionären Entstehung des Menschen bis zur Antike nie der Versuch unternommen wurde, dass sich ein Volk oder eine größere Gruppe selbst regiert.
Bestechender Vorteil dieses demokratischen Grundprinzips ist, dass es als Regierungsform die Gewähr bietet, den Wünschen einer maximalen Anzahl von Menschen gerecht zu werden. Da die Freiheit des einen bekanntermaßen immer am Beginn der Freiheit des anderen endet, kommt dabei zwangsläufig immer eine Minderheit zu kurz. Diese ist jedoch bei jeder anderen Regierungsform wesentlich größer. Meist ist es keine Minderheit, sondern eine Mehrheit. Mitunter sogar eine so große, dass nur eine Person ausgenommen bleibt: Der König, Kaiser, Zar, Führer oder wie immer sich dieser Autokrat dann nennen mag.
Freiheit und Wohlstand sind rein rechnerisch in der Demokratie am besten gewährleistet. Wenn also ein Herr Dugin diese Ziele verfolgt und nicht Freiheit und Wohlstand für sich selbst, oder irgendeinen anderen Herren dem er dient, erlangen will, dann ist er entweder dumm oder ein Lügner, wenn er die Demokratie abschaffen und durch ein wie auch immer geartetes autoritäres Regime ersetzen will. Oder er möchte den Menschen – offensichtlich mit Gewalt – sagen, was sie zu wollen haben. Dann kann er ihren Wünschen natürlich mit Leichtigkeit gerecht werden. Dass die politisch administrative Umsetzung sowohl von Faschismus wie auch Kommunismus im 20. Jahrhundert „grandios“ gescheitert sind, scheint sich noch nicht bis zu Herrn Dugin herumgesprochen zu haben. Damit seine Hypothese in Erfüllung geht, setzt er sich jetzt mit ganzer Kraft dafür ein, den „Liberalismus“, sprich die Demokratie, zum Scheitern zu bringen.
Soviel zum ersten Absatz. 😉

Das deutsche Stockholm Syndrom

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Das Stockholm-Syndrom beschreibt einen psychologischen Effekt, in dessen Rahmen Opfer von z.B. Geiselnahmen positive emotionale Gefühle zu ihren Entführern aufbauen. Das Spektrum kann von einfacher Sympathie bis hin zur Kooperation und im Extremfall zur Empfindung von Liebe für den Täter reichen.

Wikipedia: „Der Begriff des Stockholm-Syndroms, das kein Syndrom im eigentlichen Sinne darstellt, ist auf das Geiseldrama am Norrmalmstorg vom 23. bis 28. August 1973 in Schweden zurückzuführen. Damals wurde Kreditbanken, eine Bank am Norrmalmstorg, im Zentrum der schwedischen Hauptstadt Stockholm, überfallen. Vier der Angestellten wurden als Geiseln genommen. Es folgten mehr als fünf Tage, in denen die Medien erstmals auch die Angst der Geiseln bei einer Geiselnahme illustrierten. Dabei zeigte sich, dass die Geiseln eine größere Angst gegenüber der Polizei als gegenüber ihren Geiselnehmern entwickelten. Trotz ihrer Angst empfanden die Geiseln auch nach Beendigung der Geiselnahme keinen Hass gegenüber den Geiselnehmern. Sie waren ihnen sogar dafür dankbar, freigelassen worden zu sein. Zudem baten die Geiseln um Gnade für die Täter und besuchten sie im Gefängnis.“

Richtig, 1945 gab es viele Deutsche die schwere Schuld auf sich geladen hatten. Die Welt hatte einen von Deutschland entfachten Krieg erlebt, in dem Genfer Konventionen, Völker- und Menschenrechte kaum noch eine Rolle spielten. Entmenschlichung hatte auf allen Seiten geherrscht, besonders aber bei der deutschen Wehrmacht und der SS. Trotzdem tat sich schon direkt nach der Niederlage Deutschlands und im Übergang vom Krieg in die Nachkriegsordnung eine andere Nation mit besonderer Missachtung des Völkerrechts und der Menschenrechte hervor. Stalin reichte es nicht, dass Deutschland besiegt war. Er wollte mehr von Europa. Und er wollte mehr von Deutschland. Es störte ihn nicht, dass sowjetische Soldaten zehn- oder sogar hunderttausende deutsche Mädchen und Frauen vergewaltigten. Dass sie unschuldige Bürger ausraubten und dass sie viele ins Gefängnis steckten oder hinrichteten, die überhaupt nichts mit den Nazis zu tun hatten. Aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft kehrten von 3 Millionen Gefangenen nur etwa 700.000 zurück. Das heißt, über dreiviertel der deutschen Kriegsgefangenen in Russland starben an Arbeit, Hunger, Kälte oder durch Gewalt. Im Westen waren es unter einem Prozent der Gefangenen die starben. Stalin ließ Deutschland vom NKWD terrorisieren. Er ließ den von ihm besetzten Teil Deutschland ausplündern und alles was brauchbar war als Reparation nach Russland schaffen. Er versuchte mit der Blockade die Westalliierten aus Westberlin zu vertreiben, um die Macht über ganz Ostdeutschland zu bekommen. Dafür ließ er die Westberliner hungern. Etwa 100 Menschen starben und hunderte landeten in sibirischen Lagern, als am 17 Juni 1953 russische Panzer den Volksaufstand in Ostberlin niederwalzten. Und er und seine Nachfolger hielten Ostdeutschland fast 45 Jahre besetzt. Fast 45 Jahre in denen die deutschen Schergen von russischen Gnaden die Ostdeutschen hinter einer Mauer einsperrten, auf jeden schießen ließen, der hinaus wollte und jeden Demokraten und aufrechten Bürger in Ostdeutschland terrorisierten. Dann kam Gorbatschow und Russland machte ein paar Schritte in Richtung Demokratie, die allerdings schnell in einer Mafiawirtschaft mit Verarmung der breiten Massen steckenblieben. Aber die Mauer war gefallen. Deutschland war voller Dankbarkeit, dass die Herren, die Ostdeutschland fast 45 Jahre besetzt gehalten hatten, abzogen. Sie nahmen zwar Flugzeuge voll gestohlener Autos mit und einige von ihnen übernahmen in Deutschland Prostitution, Drogen-, Waffenhandel und Geldwäsche, aber man feierte die Russen dafür, dass sie die Einheit ermöglichten, statt sie für 45 Jahre Besatzung, für Vergewaltigungen, für Folter und Mord, für die Demontage, für Blockade und Mauerbau zu hassen. Man meinte, dass man zu recht bestraft worden war.

Neun Jahre nach Gorbatschow folgte auf den alkoholkranken Jelzin ein kleiner KGB-Offizier, der es bis in die Spitze des FSB geschafft hatte. Wladimir Putin, der sich mit einem blutigen zweiten Krieg gegen die Separatisten in Tschetschenien für das Präsidentenamt qualifizierte. Dieser kostete ungefähr 80.000 Menschen das Leben. Putin verfolgte mit harter Hand den Teil der russischen Mafia und Oligarchen, die seinen Steigbügelhaltern im Weg waren und verstand es, dieses der Öffentlichkeit als Aufräumen mit der Mafia zu verkaufen. Die deutsche Dankbarkeit hielt. Die Gazprom, ein krimineller Energiekonzern, der Putin und seinen Freunden die Taschen mit Milliarden füllt und vor dem immer wieder von europäischen Politikern und Fachleuten für organisierte Kriminalität gewarnt wurde, breitete sich wie eine Krake über Deutschland und Europa aus. Deutsche Politiker hielten die Hand auf und die Dankbarkeit hielt. Putin drohte dem Westen 2007 auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Die deutsche Dankbarkeit hielt. Putin schlug Unabhängigkeitsbestrebungen in Georgien blutig nieder. Die deutsche Dankbarkeit hielt. Er hilft Assad mit Waffen, Geld und Speznas-Einheiten eine Rebellion gegen seine blutige Diktatur niederzuschlagen. Das Ergebnis bisher: Über 200.000 Tote. Die deutsche Dankbarkeit hielt. Er annektierte die Krim, nachdem ein schwerbewaffnetes Speznas-Kommando das dortige Regionalparlament zu einer Sezession zwang. Die deutsche Dankbarkeit hielt. Er stiftet einige Russen in der Ostukraine zum Aufruhr gegen die Regierung in Kiew an, schickt rechtsradikale Geheimdienstler und Söldner, die sich an ihre Spitze stellen und die Region mit Terror überziehen. Die deutsche Dankbarkeit hält. Diese schossen einen Passagierjet mit 313 Menschen an Bord ab. Die deutsche Dankbarkeit hält. Er schickt einen nicht enden wollenden Strom an schweren Waffen und regulären Truppen zu ihrer Unterstützung. Er finanziert rechtsradikale Parteien in halb Europa. Er droht, dass russische Truppen in wenigen Tagen in Kiew oder in baltischen Städten sein könnten. Er testet in kurzen Abständen Interkontinentalraketen. Er brüstet sich damit, dass Russland die weltweit größte Militärmacht sei. Er lässt nukleare Luftangriffe im europäischen Luftraum üben und fast täglich europäische Luftraumgrenzen verletzen. Die deutsche Dankbarkeit und das Verständnis für Russland halten an und bisher ernstzunehmende Politiker, Künstler, Journalisten, Religionsvertreter und Intellektuelle aus beiden ehemaligen Teilen Deutschlands, die wohl für nicht wenige Deutsche sprechen, warnen davor, Russland zu hart zu kritisieren oder gar weiter zu sanktionieren.

An dieser Stelle würde ich gerne die Meinung einiger Psychologen hören. Auch die Einschätzung des Geisteszustands von Putin würde mich interessieren, aber vor allem der vieler Deutscher.

http://counsellingresource.com/lib/therapy/self-help/stockholm/

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Nachtrag:

Auch die Tschechoslowakei und Ungarn machten Bekanntschaft mit jener russischen Völkerfreundschaft, die mit Panzerketten zum Ausdruck gebracht wurde. Polen und Finnland haben genauso wenig wie Deutschland die von Stalin annektierten Gebiete zurückerhalten. Meines Wissens schwingt niemand in diesen Staaten die Fahne der Völkerfreundschaft zu Russland mit der gleichen Inbrunst wie deutsche Politiker und deutsche Intellektuelle. Auch bei diesen Staaten läge es nahe, dass sie unter einem kollektiven Stockholm Syndrom leiden. Aber sie tun es nicht. Sie küssen den Russen nicht die Füße, weil sie aus ihrem Land verschwunden sind. Die tiefe Abneigung der meisten Menschen dort gegen Russland ist aufrichtig und kommt von ganzem Herzen. Auch sie haben Verträge mit Gazprom. Was ist also der Unterschied zu Deutschland? Ganz einfach, sie haben im Gegensatz zu Deutschland keinen Krieg angefangen. Und das kann wiederum nur heißen, dass Putin in Deutschland Verständnis und Rechtfertigungen für jedes Verbrechen findet, solange er den Nazi-Schuldknopf drückt. Und das tut Putin voll nachhaltiger Hingabe. Er muss nur jeden der ihn stört zum Faschisten erklären.

Vielleicht liegt Putins Erfolg in Deutschland aber auch noch in einer deutschen Schizophrenie begründet. Einerseits haben besonders viele Intellektuelle, aber auch viele Bürger der breiten Masse auch ohne eigene Schuld immer noch ein tiefliegendes schlechtes Gewissen für die Taten Deutschlands unter Hitler, auf der anderen Seite gibt es die gleichen Ressentiments und Vorurteile gegen Ausländer, Araber und Juden wie in anderen Staaten auch. Sie werden aber aufgrund der deutschen Vergangenheit verdrängt und unterdrückt. Diesen Widerspruch auszuleben gestattet ihnen Putin. Putin lebt die gleiche Schizophrenie vor. Er will, dass die Deutschen wieder angebliche Werte wie Stärke, Vaterlandsliebe, Glauben, Familie und „saubere Sexualität“ für sich entdecken, aber Faschismus bekämpfen. Er erklärt den Deutschen, dass die Faschisten in Wirklichkeit die Liberalen seien und die Werte des Faschismus erstrebenswert. Damit ermöglicht er ihnen, ihre Schizophrenie auszuleben, genauso wie er selbst es tut.

Der Konfliktforscher Andreas Zick warnte im SPIEGEL, populistische Eurogegner, Anti-Islam-Hetzer und demokratiemüde Bürger seien im Begriff, gemeinsam mit Rechtsextremisten und einem Teil der AfD eine „radikale Parallelgesellschaft“ zu bilden. Die AfD holt sich regelmäßig russischen Rat. Organisatoren und Teilnehmer sowohl von PEGIDA als auch von „Hooligans gegen Islamismus“ kommen aus dem rechtsextremen und kriminellen Milieu. Das erinnert stark an die Schläger, die auf dem russischen Netzwerk VK vor den ersten Unruhen im Donbas rekrutiert wurden, bevor Girkin/Strelkow mit seiner GRU-Söldnertruppe den russischen Krieg dort militärisch eröffnete. Putin finanziert nicht nur Le Pen, sondern zahlreiche rechtsextreme Parteien in Europa. Ich würde mein letztes Hemd darauf verwetten, dass auch PEGIDA mehr oder weniger direkt vom Kreml finanziert und angeleitet wird. Putin versucht die bürgerlichen Liberalen in Europa, aber besonders in Deutschland, von links und von rechts in die Zange zu nehmen. Dabei sind sein Faschismus und der Islamismus zwei Seiten der gleichen Münze. Sie sind beide Feinde von Demokratie und Menschenrechten. Wo Muslime Putin stören, zum Beispiel in Tschetschenien, lässt er Menschen wie Vieh behandeln und in Europa unterstützt er die rechten Parteien, die Hass und Angst vor dem Islam schüren, dort jedoch, wo sie ihm nützen, wo er sie als Waffe gegen den Westen einsetzen kann, z.B. im Iran, hat er keinerlei Skrupel Islamisten zu stärken und ihnen sogar zum Besitz von Atomwaffen zu verhelfen.

The German Stockholm Syndrom

http://en.wikipedia.org/wiki/Stockholm_syndrome

Right, 1945, there were many Germans loaded with a heavy burden of guilt. The world had experienced a war unleashed by Germany during which the Geneva Conventions, international law and human rights hardly played a role. Dehumanization had prevailed on all sides, but especially in the German Wehrmacht and the SS. Nevertheless, already another nation with particular disdain for international law and human rights surfaced after the defeat of Germany and in the transition from war to the post-war order. Stalin was not satisfied with Germany defeated. He wanted more of Europe. And he wanted more of Germany. It did not bother him that Soviet soldiers raped tens or even hundreds of thousands of German women and girls. That they robbed innocent citizens and that they put many of them into prison or executed them. Many of them had absolutely nothing to do with the Nazis. Only about 700,000 of 3 million prisoners of war returned from Soviet captivity. That means, about three-quarters of the German POWs in Russia died of labor, hunger, cold, or by force. In the West, it was less than one percent of the prisoners who died. Stalin terrorized Germany with the NKVD. He had plundered the occupied parts of Germany and brought everything useful as reparations to Russia. With the blockade he tried to expel the Western Allies from West Berlin to get power over the whole of eastern Germany. West Berliners had to starve for that. About 100 people died and hundreds landed in Siberian camps, when at 17 June 1953 Soviet tanks crushed the popular uprising in East Berlin. And he and his successors kept East Germany occupied for nearly 45 years. Nearly 45 years that the German henchmen of Russian graces imprisoned the East Germans behind a wall, shot at anyone who wanted to leave and terrorized every democrat and upright citizens in East Germany. Then Gorbachev came and Russia took a few steps toward democracy, which quickly got stuck in a mafia economy and impoverishment of the masses. But the wall had fallen. Germany was full of gratitude that the gentlemen who had held East Germany almost 45 years occupied withdrew. Although they took home planes full of stolen cars and some of them took over prostitution, drugs, arms trafficking and money laundering in Germany, Germans celebrated the Russians that they enabled the unity, instead of hating them for 45 years of occupation, rapes, torture murder, for disassembly, for blockade and construction of the Wall. It was thought that one had been punished justly.

Nine years after Gorbachev the alcoholic Yeltsin was followed by a small KGB officer who had made it to the top of the FSB. Vladimir Putin, who qualified himself for president with a second bloody war against separatists in Chechnya. This cost about 80,000 lives. Putin fought with a heavy hand that part of the Russian Mafia and oligarchs who were in the way of his stirrup holders and knew how to sell this to the public as dispelling the Mafia. The German gratitude held. Gazprom, a criminal energy company that fills the pockets of Putin and his friends with billions and of which was warned repeatedly by European politicians and experts on organized crime, spread like an octopus over Germany and Europe. German politicians opened their hands and the gratitude held. Putin threatened the West in 2007 at the Munich Security Conference. The German gratitude held. Putin suppressed independence movements in Georgia bloodily. The German gratitude held. He helps Assad with weapons, money and Spetsnaz units to quell a rebellion against his bloody dictatorship. The result so far: About 200,000 deaths. The German gratitude held. He annexed Crimea after a heavily armed Spetsnaz commando forced the local regional parliament to secession. The German gratitude held. He manipulated some Russians in eastern Ukraine to revolt against the government in Kiev, sends right-wing intelligence agents and mercenaries who take the lead and covers the area with terror. The German gratitude holds. They shot down a passenger jet with 313 people on board. The German gratitude holds. He sends a never-ending stream of heavy weapons and regular troops to support them. He is funding right-wing parties across half of Europe. He threatens that Russian troops could be in Kiev or in Baltic cities in a few days. He tests ICBMs at short intervals. He boasted that Russia is the world’s largest military power. He makes nuclear bombing practice in European airspace and is almost daily violating European airspace boundaries. The German gratitude and understanding of Russia holds and up till now serious politicians, artists, journalists, religious leaders and intellectuals from both former parts of Germany, which probably talk for quite a few German, warn against criticizing Russia or even sanctioning it too hard.

At this point I would like to hear the opinion of some psychologists. The assessment of the state of mind of Putin would interest me, but especially that of many Germans.

addendum:

Also, Czechoslovakia and Hungary became acquainted with those Russian People’s Friendship that has been associated with tank tracks expression. Poland and Finland like Germany didn’t get back the territories annexed by Stalin. To my knowledge, no one in these countries waves the flag of the People’s Friendship with Russia with the same fervor as German politicians and German intellectuals. In these countries people might suffer from a collective Stockholm syndrome as well. But they do not. They do not kiss the Russians feet because they have disappeared from their country. The deep dislike of most people there against Russia is sincere and comes from their heart. They also have contracts with Gazprom. So what is the difference to Germany? Quite simple, they have not started a war like Germany. And that in turn can only mean that Putin gets understanding and justifications for every crime in Germany, as long as he presses the Nazi guilt button. And that’s what Putin is doing with sustainable devotion. He just needs to call each one that bothers him a fascist.

Perhaps Putin’s success in Germany is also founded in a German schizophrenia. On one hand, especially many intellectuals, but also many citizens of the masses still have a deep-seated feeling of guilt for the actions of Germany under Hitler without any own fault, on the other hand, there are also the same resentments and prejudices against foreigners, Arabs and Jews, as in other States. However, they are repressed and suppressed due to the German past. To live out this contradiction is what Putin allows them. Putin lives the same schizophrenia. He wants the Germans to rediscover alleged values such as strength, patriotism, religion, family and „clean sexuality“ for themselves, but to fight fascism. He explained to the Germans that in reality the Liberals are fascists and the values of fascism are desirable. He allows them to live out their schizophrenia, as he himself does.

The conflict researcher Andreas Zick warned in Der Spiegel, populist europe opponents, anti-Islam activists and democracy weary citizens are going to form, together with right-wing extremists and part of the AfD a „radical parallel society“. The AfD gets regular Russian council. Organizers and participants of both PEGIDA as well as „Hooligans against Islamism“ come from the right-wing extremist and criminal circles. This is strongly reminiscent of the thugs who were recruited in the Russian network VK before the first unrest in the Donbas before Girkin / Strelkov with his GRU mercenaries started the Russian war there militarily. Putin is not only funding Le Pen, but a lot of european far right parties. I’d bet my last shirt that also PEGIDA is more or less financed and guided directly by the Kremlin. Putin tries to take the bourgeois liberals in Europe, especially in Germany with the pliers from the left and from the right. Yet his fascism and Islamism are two sides of the same coin. They are both enemies of democracy and human rights. Where Muslims are annoying Putin, for example, in Chechnya, he treats people like cattle, and in Europe, he supports the right-wing parties, which incite hatred and fear of Islam, but where he can use them as a weapon against the West, eg in Iran, he has no qualms to strengthen Islamists and even to help them to acquire nuclear weapons.

 

Auf ein Wort, Herr Putin!

 

Merken Sie nicht, dass Sie sich immer tiefer in die Scheiße reiten? Müssen täglich Hunderte sterben, müssen tausende Menschen die verlieren, die sie lieben, ihre Arme, ihre Beine, ein Dach über dem Kopf, oder ihre Heimat, damit der Gernegroß Putin einen Tag länger überlebt? Für Ihren Machterhalt? Denn ohne Macht sind Sie morgen ein toter Mann, das wissen Sie. Dafür haben Sie sich entschieden. Aber Sie irren sich. Sie werden nicht in die Geschichtsbücher eingehen als jemand, der Russland zu alter Größe geführt hat. Sie werden entweder als einer der größten Massenmörder in die Geschichte eingehen, oder als derjenige, der die endgültige Zerstörung Russlands zustande gebracht hat. Den ökonomischen Kollaps und das Auseinanderbrechen der restlichen Teilrepubliken. Möglicherweise sogar die physische Zerstörung. Sie denken wie Hitler, also verdienen Sie auch einen Platz neben ihm in den Geschichtsbüchern. Sie können jetzt vielen das Hirn vernebeln mit Ihrer orwellschen Propaganda, aber in einigen Jahren wird man Sie als den sehen, der Sie waren. So wie man heute Hitler, Mao und Stalin sieht. Wenn Sie Glück haben für Ihr historisches Image, sterben sie vorher durch die Hand oder im Auftrag von Leuten wie Girkin, Dugin, Rogozin und Malofeew, die Sie als Gallionsfigur nicht mehr brauchen. Alle, die Ihnen jetzt die Füße küssen und Ihren Befehlen folgen und von denen Sie glauben, dass Sie sie benutzen, benutzen umgekehrt auch Sie für ihre Zwecke. Und deren Visionen, so grausam und faschistisch sie sind, haben langfristig mehr Strahlkraft, als Ihr jämmerliches Klammern eines kleinen Muskelprotzes an den Thron. Europa scheint leider reif zu sein für einen neuen Faschismus und Sie sind sein Steigbügelhalter. Oder, wenn irgendwo ein Finger am Abzug zu schnell zuckt bei Ihrem gefährlichen Spiel, vielleicht sogar der Vernichter der Menschheit. Dann wären Sie allerdings wirklich der Größte!

It’s all about power!

HeilNapoleon HeilStalin HeilAdolfKl heilMao HeilPutin

Es geht nur um Macht. … Und einen Platz in den Geschichtsbüchern.

Eine kleine Statistik zu den Bildern:

Napoleon: 4.000.000 Tote

Stalin: 6.000.000 zivile Tote

Hitler: 11.000.000 zivile Tote

Mao: 70.000.000 zivile Tote

Putin: 300.000 Tote (80.000 Tschetschenien 200.000 Syrien)

Zugegeben, Putin hat etwas Nachholbedarf. Aber so wie er mit nuklearen Drohungen um sich wirft und sie auch praktisch demonstrieren lässt, darf man vermuten, dass er das Feld von hinten aufrollen will, um seinen Platz in den Geschichtsbüchern zu bekommen. Falls die dann noch jemand lesen kann!

In der Ukraine das gleiche Muster wie in Syrien

Warum ich die 200.000 Tote in Syrien Putin zurechne? Weil seit Beginn des Syrienkrieges dort exakt das gleiche strategische Muster zu erkennen ist wie jetzt in der Ukraine. Zentrale Elemente: Kriegsverbrechen als Terrormaßnahme, häufig begangen unter falscher Flagge, Cyberwar, Kriminelle und Radikale als Söldner und intensiver Einsatz von militärischen Einheiten der Geheimdienste.

Cyberwar heißt nicht nur Hackerangriffe sondern Informationskrieg, nahtlos von den Onlinemedien bis in das letzte meinungsbildende Offlinemedium. Internetseiten von gefakten Menschenrechtsorganisationen, die nur russische Gegner verurteilen, häufig mit der Unterstellung von Taten, die mit Bildern von Opfern russischer Bomben in Syrien unterlegt werden, gefakte Organisationen für Wahlbeobachter, internationale Gruppen wie z.B. Global Research, gerne „Menschenrechtsgruppen“ genannt, die ein Heer von pseudowissenschaftlichen Autoren, Bloggern, Youtubekanälen, Zeitungen, nationalen Gruppen, Facebookautoren und Trollen mit Desinformationsmaterial versorgen. Dazu massiver Druck auf die internationalen Medien durch Diskreditierung, Beschimpfungen, Beschwerden, trollen von Journalisten, Legenden von Gleichschaltung und Bilderbergern,etc. All das wird von den meisten westlichen Medien ignoriert, als freie Meinungsäußerung betrachtet, unter den Tisch gekehrt und man entschuldigt sich auch noch bei der russischen Propaganda dafür, dass man deren Desinformation nur unvollständig reproduziert! Diese Propaganda dient nicht nur dazu, eine prorussische und vor allem antiamerikanische Haltung weltweit zu erzeugen, sondern auch die betroffenen Ukrainer und Syrer, die man als Kanonenfutter und Aktivisten braucht, aufzuhetzen. Dazu dienen häufig göbbelsche Methoden mit billigsten Klischees und gleichzeitig dem inflationären Einsatz von Nazisymbolik. Hauptfeind sind die (nicht von Putin, nur von seinen Handlangern und der Propaganda offen ausgesprochen „jüdischen“) amerikanischen Eliten. Der „Ziofaschismus“. Hitler nannte sie das „amerikanische Finanzjudentum“. All das findet schon seit mindestens Anfang 2012 begleitend zum Syrienkrieg statt. Und nicht erst seit der Revolution auf dem Maidan oder der Besetzung der Krim.

Was den realen Krieg anbetrifft, wird dieser in beiden Kriegen vorrangig mit Söldnern geführt, die man froh ist, in der eigenen Gesellschaft loszuwerden. Kriminelle und Radikale. Sprich Shabiha einerseits und russische Schläger, Kriminelle und Nazigruppen andererseits. In Syrien ließ Assad als Agents Provocateurs sogar 100 militante Islamisten aus dem Gefängnis. Angeleitet werden sie in Syrien wie in der Ukraine vom militärischen russischen Geheimdienst GRU und von Speznas-Einheiten. In Syrien kommt zusätzlich Assads ausgedehnter Geheimdienstapparat zum Einsatz. Ihre Aufgabe: Kriegsverbrechen zu begehen. Mit zwei Zielen: Terror, also Einschüchterung zu verbreiten und/oder diese Verbrechen dem Gegner in die Schuhe zu schieben. Sogenannte False-Flag-Angriffe. Ein typisches Beispiel dafür war der Angriff auf die Universität von Aleppo mit einer Luft-Boden-Rakete, die von Russland zu einem Bombenanschlag von Rebellen erklärt wurde. In der Ukraine wird beispielsweise Donezk von russischen Söldnern oder russischen Truppen aus Richtung der ukrainischen Truppen beschossen. Der Beschuss aus und auf Wohngebiete und die Verwendung menschlicher Schutzschilde durch russische Einheiten sind zu einer von Putin selbst ausgesprochenen Selbstverständlichkeit geworden. Genauso Angriffe aus und auf Bäckereien, Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und Krankentransporte. Die Ankündigung solcher Methoden findet sich schon in Putins 14 Jahre alten Autobiografie, wo er unmissverständlich schrieb, dass ihm jedes Mittel zum Gewinn eines Krieges recht ist: „Man muss in einem vaterländischen Feldzug vor allem den Sieg im Kopf haben und nicht die bedenkenvolle Fehlervermeidung. Der Kriegsverlauf kann auch unordentlich und nicht lupenrein ausfallen, es kommt auf die kühl kalkuliert erzeugte Emphase des Volkes an und nicht zwingend auf das Kriegs- oder Völkerrecht, nicht auf klar erkennbare Militärinsignien und dergleichen.“

Wer Belege für all das sucht, findet sie ausführlich auf den Seiten dieses Blogs.

Narzisstisch, paranoid oder schizophren?: http://www.leaders-circle.at/kernberg.html

Massenpsychose: http://books.google.de/books?id=rGYywwev6QEC&pg=PA60&dq=massenpsychose+definition&hl=de&sa=X&ei=-1LzU-r4G-HuyQOpyoCYAQ&ved=0CCcQ6AEwAQ#v=onepage&q=massenpsychose%20definition&f=false