Ziemlich beste Freunde

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Steinmeier ist ausweislich der Körpersprache auf zahllosen Fotos, die ihn mit Lawrow zeigen, ein guter und vertrauensvoller Freund von ihm. Immer an seiner Seite, offen, zugeneigt, lächelnd, interessiert. In München sieht man sie zu zweit in einer dunklen Ecke kungeln. Im Verhältnis zu Putin gibt es weniger Lächeln, aber auch da ist man sich zugeneigt, interessiert und Steinmeiers Beine sind zu Putin hin übergeschlagen.

Schon vor einem knappen Jahr meinte Steinmeier in Washington „man kann nicht unterschiedliche Strategien zur gleichen Zeit anwenden“ und redete wie heute immer noch von „strategischer Geduld“.(http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-03/steinmeier-kerry-diplomatie)

Als die USA Waffenlieferungen an die Ukraine erwogen, der sie im Budapester Memorandum Schutz zugesagt hatten, protestierte Steinmeier dagegen. Am Natomanöver im Schwarzen Meer nahm Deutschland mit sage und schreibe einem Tankschiff teil. Den baltischen Staaten verweigerte Deutschland Panzerlieferungen.

Auch schon im Dezember 2014 sagte Steinmeier vor Studenten in Jekatarinenburg:
Ein Satz von damals ist mir noch im Gedächtnis. Ich habe damals gesagt: „Wir leben in einer Zeit, in der nicht mehr die Zahl der Panzer und Raketen über die Stärke eines Landes entscheidet, sondern die Zahl seiner klugen Köpfe, die Anwendung von Wissen und die internationale Vernetzung. War das eine falsche Annahme? Ich glaube nicht! Wir haben es aber nicht geschafft, gemäß dieser Erkenntnis politisch zu entscheiden und zu handeln.“
Das war nicht nur eine falsche Annahme, sondern auch in so fern falsch, dass der Westen sehr wohl entsprechend politisch gehandelt hat und Russland, mehr als klug war, entgegen gekommen ist. Nur Russland hat das nicht getan. Das „wir“ war also an dieser Stelle völlig unangebracht!

rüstungsausgaben

Spätestens 2011 hätten alle Alarmleuchten bei der Nato angehen müssen. Einen vergleichbaren Knick in den Rüstungsausgaben gab es wohl nur 1933 in Deutschland.

Das Normandieformat hat sich als Kungelrunde entpuppt, bei dem nicht etwa der Aggressor Russland unter Druck gesetzt wird, sondern Deutschland gemeinsam mit Frankreich an den restlichen europäischen Staaten, besonders Polen, vorbei, den russischen Druck auf die Ukraine unterstützt. Es ist eine Verlängerung der Achse Paris-Berlin-Moskau.

Den deutschen OSZE-Vorsitz sieht Steinmeier als Möglichkeit der Debatte, der Verständigung und der Vertrauensbildung, nicht etwa als Mittel effektiver und verschärfter Kontrolle von Aggressoren.(http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Reden/2016/160114_BM_Antrittsrede.html)

Trotz verbreiteter Kritik und Irritation trägt Steinmeier seine orange-schwarz gestreifte Krawatte unbeirrt weiter, meist anlässlich deutsch-russischer Begegnungen. Diese Streifen des St. Georgs-Bandes trugen die russischen Speznas-Terroristen und russische Nazis, die in der Ukraine die ersten Gebäude erstürmten, am Revers. Sie haben ihre Bedeutung weltweit verständlich von der Symbolisierung des russischen Sieges im „großen vaterländischen Krieg“ zum Symbol Novorussias verschoben, also des russisch besetzten Donbas und des Wunschstaates Russlands im südlichen Teil der Ukraine.

Steinmeier hat meines Wissens während der letzten zwei Jahre Russland ein einziges Mal als Aggressor bezeichnet, … in Washington. Er hat meines Wissens nicht ein einziges Mal die täglich begangenen Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen Russlands und dessen Verbündeter beim Namen genannt, und er verpackt vorsichtige kritische Untertöne regelmäßig in eine nach allen Seiten ausgeteilte Kritik. Bevorzugt an den Opfern der russischen Aggression.

Steinmeier stellt den IS, der möglicherweise unter russischem Einfluss steht, den Russland aber vorgibt zu bekämpfen, obwohl es fast ausschließlich alle anderen Oppositionellen bekämpft, als größte Gefahr da, obwohl die Zahl der Morde der Putin-Assad-Iran-Hisbollah-Koalition um einen zweistelligen Faktor höher sind. Und nicht weniger barbarisch. Oder glaubt irgendjemand, dass es ein angenehmerer Tod ist, mit abgerissenen Gliedmaßen oder unter den Trümmern eines Hauses zu verenden, als beim Abschneiden des Kopfes?

Tusk beschwerte sich, dass Steinmeier mit zu den Blockierern dringend notwendiger Sanktionen gehört. Er bremst Russlandsanktionen aus, wo es nur geht.

http://www.sueddeutsche.de/politik/bundesaussenminister-steinmeier-warnt-vor-sanktionen-gegen-russland-1.1940171

(http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-steinmeier-warnt-vor-zu-scharfen-sanktionen-gegen-russland-a-1005327.html)

(http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/5890740/frank-walter-steinmeier-stellt-massnahmen-infrage.html)

http://de.sputniknews.com/politik/20150825/303981258.html

Eine Reihe weiterer Sanktionsmöglichkeiten wurde immer wieder von verschiedenen internationalen Analysten und Beobachtern vorgeschlagen und empfohlen. Vor allem drei: Die Abkopplung Russlands von Swift, ein vollständiger Boykott russischer Energieträger und die Sperrung der Dardanellen. Keiner dieser Punkte wurde von Steinmeier bisher auch nur einmal angesprochen oder öffentlich erwogen.

Steinmeier feiert sich selbst für den Atomvertrag mit dem Iran. Doch wem nutzt der wirklich? Israel lehnt ihn zu Recht ab. Von echter Kontrolle der iranischen Atomanlagen kann nicht die Rede sein, da der Iran die Erlaubnis bekam sich selbst zu kontrollieren und ernsthafte Kontrollen vom Iran über Monate hinausgezögert werden dürfen. Die Tinte war kaum trocken, schon jettete Parteigenosse Gabriel nach Teheran, um die blutbesudelten Hände zu schütteln und Geschäfte anzukurbeln. Nächster Gast war Putin. Milliardenschwere Waffengeschäfte, die den Iran dank freigegebener Gelder und beendeter Rüstungssanktionen bis an die Zähne bewaffnen und Israel bedrohen und eine Koalition im Syrienkrieg waren im Koffer, als Putin zurückflog.

Als eine britische Jury befand, dass alle Spuren am Litwinenko-Mord in den Kreml führen, sagte Steinmeier? … Nichts!

Man hört auch keine Kritik von Steinmeier an Russlands verbalen wie militärischen Drohungen gegen Europa und die USA. Lieber kritisiert er die USA auf Verdächtigungen der Spionage gegen Deutschland hin, bei denen völlig ungeklärt ist, aus welcher Quelle sie kommen. Kein Wort über oder gegen dem hybriden Krieg, den Russland in den Medien gegen den Westen führt. Mit Beleidigungen und Bedrohungen westlicher Politiker und der Aufforderung sie zu stürzen. Mit einer nie dagewesenen Flut an Hetze und Desinformation. Mit der Finanzierung rechtsextremer Parteien. Keine Bemühungen die russische Agitation in Deutschland zu beschränken. Ruptly kann die Propaganda ungehindert in Sichtweite des deutschen Parlament produzieren und dort Trolle zur Agitation in sozialen Netzwerken anwerben. Das gemeinschaftlich beschlossene europäische Projekt zu Gründung von Aufklärungs- und Gegeninformationsmedien ist bis auf eine 10-Personen-Firma, die nicht annähernd das Gleiche wie Stopfake leistet und ein bisschen Sponsoring vorhandener Medien in den östlichen EU-Staaten versickert.

Steinmeier findet kein einziges Wort der Kritik an seinem Freund und Exchef Schröder, wenn der sich für Putin in die aktuelle Politik einmischt. Als der mit Putin seinen Geburtstag feierte nicht und als dieser dubiose mafiaverdächtige Freunde von Putin einlud nicht. Natürlich auch nicht, als dieser sich in der Elefantenrunde zum Affen machte, um aus der Politik aussteigen und sein Millionenhonorar aus Russland genießen zu können. Er traf sich weiter mit ihm und Putin im Berliner Cafe des Artistes, das dem Sohn des Stasioffiziers Warnig gehört, der wiederum Vorsitzender von Nord Stream ist. Der Tochter des durch und durch mafiösen Gazpromkonzerns.

Entsprechend fordert er zwar europäischen Zusammenhalt, findet aber auch kein Wort der Kritik am Genossen Gabriel, der Nord Stream 2 in Moskau bei Putin persönlich voranzutreiben versucht. An europäischen Gremien vorbei. Verständlicherweise zur großen Verärgerung europäischer Staaten, die, wie auch Deutschland, in noch größere einseitige Energieabhängigkeit getrieben würden. Von Putin, der Europa bedroht und zu spalten versucht.

Vertritt Steinmeier vielleicht trotz alledem die Interessen der Bürger? In einer aktuellen repräsentativen N24-Emnid-Umfrage vermuten 62 Prozent der Deutschen, dass Wladimir Putin bei den Friedensbemühungen „eher ein Gegner“ ist. Nur 26 Prozent der Befragten meinen, Putin sei ein Verbündeter Europas und der USA im Bemühen um Frieden in Syrien.
http://www.presseportal.de/pm/13399/3249613

Die Frage muss erlaubt sein, spätestens, bevor wir in den dritten Weltkrieg schlittern:

Auf welcher Seite steht Steinmeier?

Und warum fragt sich das Frau Merkel nicht auch und zieht die Konsequenzen aus der sehr offensichtlichen Antwort?

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Die New World Order

TheOneBehindPutinKGB

Hitler hat Millionen Menschen in den Tod geschickt. In Gaskammern und Kriege. Niemand bestreitet heute ernsthaft, dass der Krieg gegen ihn notwendig und gerechtfertigt war. Sein Appeasement wurde schon damals heftig kritisiert und heute in der Rückschau von fast allen Historikern als naiv angesehen. Wenn man allerdings Lehren aus der Geschichte ziehen will und das haben wir uns einmal alle nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges geschworen, dann sollte man einen Aspekt nicht aus den Augen verlieren: Hitler war im Grunde genommen nur ein ideologisch verbohrter Kleingeist. Seine “Erfolge” hat erst ein williges Volk möglich gemacht und ein durchtriebener Propagandaminister, der die damaligen Medien virtuos beherrschte. Putin, der jetzt die zivilisierte Welt herausfordert, ist dagegen kein Opfer seiner Ideologie, sondern genau das, was die Welt seit der Erfindung von Fernsehen und Internet global am meisten befürchten musste. Nämlich ein völlig skrupelloser Krimineller, dem es nur um seine Macht geht und der dafür beliebige, linke wie rechte Ideologien je nach Bedarf genauso virtuos handhabt, wie er den Umgang mit den neuen Medien beherrscht. Russland ist kein Staat mit einer Mafia, sondern eine Mafia mit einem Staat. Zusätzlich ausgestattet mit dem größten Atomwaffenarsenal aller Staaten und mit der Manpower und dem ganzen altbewährten Werkzeugkasten des weltweit gefürchteten KGB. Und das Volk ist erneut willig und lässt sich nach orwellscher Manier und Silones Prognose Faschismus zu Antifaschismus umdeuten. Nicht nur in Russland. Auch in Europa und selbst in den USA. Weltweit schießen Nazis, Faschisten und Rechtsextremisten aus dem Boden wie Pilze. Und natürlich völlig zufällig auch Ereignisse wie die an Silvester in halb Europa, die ihnen in die Hände spielen. In der Teaparty, in Soldiers-of-Odin-Bürgerwehren in Finnland, In der PIS und unter Orban, in der AFD, NPD und Pegida, in einer freien Deutschen Armee, in Schweden, in den baltischen Staaten und in Wehrsportgruppen in Tschechien und anderen europäischen Staaten. Sie alle wollen mit Russland kooperieren beim Kampf gegen bestehende demokratische Regierungen zur Wahrung ihrer ethnischen oder nationalen Identität und der Abwehr von Migranten. … die Putin gleichzeitig in wachsender Zahl in Syrien produziert! Die westlichen Demokratien werden von allen Seiten und auf allen Ebenen angegriffen. Mit militärischem Druck, mit Korruption, mit Hirnwäsche der Bürger durch russische oder eigene unterwanderte Medien, mit zugeführten Migrantenströmen, mit Faschismussponsoring und dadurch, dass man die Politiker und Wirtschaftsbosse zu Komplizen macht. Zum Beispiel in Syrien und zum Beispiel mit der Gazprom. Und vielleicht sogar mit einem Terrorismus, den man selbst erzeugt oder steuert, um ihn dann gemeinsam zu bekämpfen.

http://www.the-american-interest.com/2015/12/23/the-implications-of-russias-mafia-state/

http://m.welt.de/print-wams/article99908/Was-weiss-der-Kanzler-ueber-seinen-Freund-Putin.html

http://www.bloomberg.com/news/articles/2015-06-29/putin-allies-aided-russian-mafia-in-spain-prosecutors-say

http://derstandard.at/2000020856477/Wladimir-Putin-auf-der-Anklagebank

http://www.theguardian.com/world/2010/dec/01/wikileaks-cable-spain-russian-mafia

http://www.nzz.ch/international/europa/schmutzige-geschaefte-fuehren-in-die-schweiz-1.18656592#kommentare

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2599008/Spur-nach-Moskau#/beitrag/video/2599008/Spur-nach-Moskau

https://meduza.io/en/feature/2015/12/17/opinion-russia-the-mafia-state

http://intersectionproject.eu/article/society/chaika-diagnosis

Rechtsextremismus Frankreich
Russia and Front National: Following the Money
Le Pen: Da machen wir das nächste Mal eine Ofenladung
Kasparow über Putin, Trump und den wirklichen Faschismus
Putins Infiltration der europäischen Politik
Russische Kampfschulen

 

Herr Steinmeier, es reicht!

War was?

War gestern irgendetwas Besonderes? Eigentlich nicht, nur dass eine Zeitung auf der Krim eine Umfrage veröffentlicht hat, dass 60% der Krimbewohner zur Ukraine gehören möchten und 19% zu Russland. Und dass Putin eingestanden hat, dass er schon vor dem Ende Janukowitschs persönlich angeordnet hat, die Krim zu annektieren, „mit schweren Maschinengewehren um nicht soviel reden zu müssen“, dass er einen Menschen der unter dem dringenden Verdacht steht, in London einen Oppositionellen mit Polonium ermordet zu haben und einen Terroristen, der gerade den aktuellen angeblichen Mörder Nemzows belobigt hat, mit Orden behängt hat.

War dazu irgendetwas Offizielles aus Deutschland zu hören? Nein, nichts, nur über Deutschland. Dass unser Außenminister gegen die Absicht der USA protestiert, dem Staat, dem man im Budapester Memorandum Schutz zugesagt hat, Waffen zu liefern. Und dass Herr Tusk sich beschwert, dass Sie mit zu den Blockierern dringend notwendiger Sanktionen gehören. Des weiteren, dass das Baltikum aus den USA Panzer bekommt, die Deutschland den Nato-Partnern verweigert hat. Und dass Deutschland mit 1, in Worten „einem“ Schiff, nein nicht etwa Fregatte oder Zerstörer, sondern mit einem Tankschiff am Nato-Manöver im Schwarzen Meer teilnimmt.

Herr Steinmeier, Nachsicht und Höflichkeit sind mir inzwischen vergangen. Ich sage es gerade heraus. Ich koche vor Wut. Seit über einem Jahr ständiger Steigerung der Unverschämtheiten und der Verbrechen, die Putin begeht, bekommen Sie ihren Kopf nicht mehr aus dem Anus von Putin heraus. Im Gegenteil, Sie bohren ihn immer tiefer hinein. Außer Apologeten von Putins Mafiafaschismus und SPD-Mitgliedern gibt es weltweit keinen ernstzunehmenden Analytiker der sogenannten „Politik“ Putins, der nicht zu dem argumentativ klar dargelegten Schluss kommt, dass man Putin eindeutige Grenzen aufzeigen muss. Mindestens harte wirtschaftliche, nach Meinung der meisten Experten auch militärische, oder beides. Unter jedem denkbaren Aspekt, selbst unter dem der Gefahr einer nuklearen Auseinandersetzung. Es ist eine Frage der Psyche Putins. Das Verhalten von Ihnen und anderen SPD-Mitliedern, die noch die letzte mögliche Irritation von Putin fernhalten möchten, Ihr vorauseilender Gehorsam, Ihr De-facto-Schulterschluss mit Kommunisten und Neonazis, von der Linken über die AfD bis zur NPD, ist mit Dummheit beim besten Willen nicht mehr zu erklären und zu rechtfertigen. Sie können sich nicht auf Leichtgläubigkeit gegenüber russischer Propaganda berufen. Denn Sie bekommen die Fakten täglich frisch auf den Tisch. Es gibt den Jahrtausende alten Spruch Platos: Si vis pacem parabellum.“ Auf Deutsch: „Willst Du Frieden, bereite Dich auf den Krieg vor.“ Kein Mensch mit ein bisschen Verstand entwaffnet sich, um mit einem überlegenen Gegner zu verhandeln und Frieden zu erreichen. Jeder Mensch mit ein wenig Lebenserfahrung weiß, dass man erst recht zum Opfer wird, wenn man sich gegenüber Menschen devot verhält, die jemand suchen, an dem sie ihre Überlegenheit auskosten können. Oder vorführen können, um andere einzuschüchtern. Sie sind nicht so naiv. Das nehme ich Ihnen nicht ab. So oft Sie auch im Fernsehen mit besorgter Miene zu sehen sind, von einem Termin zum nächsten jettend. Seit einem Jahr schaue ich mir das an, bemüht Ihr Handeln doch noch zu verstehen, irgendetwas darin zu entdecken, dass vielleicht nicht positiv, aber ein menschlich verständliches Motiv wäre. Etwas nicht gut Gemachtes, aber wenigstens gut Gemeintes. Etwas zum Wohle Deutschlands, dass sich erst auf den zweiten oder dritten Blick entdecken lässt. Etwas, das aufzeigen würde, dass Sie nicht vor lauter „Realpolitik“ vergessen haben, was Recht und was Unrecht ist. Ich finde nichts. Nicht einmal Minsk, das nur der Ukraine die Hände bindet, während Putin Geländegewinne festgeschrieben bekommt und die Zeit des relativen Stillhaltens nutzt, um Nachschub an Waffen, Munition und Truppen in die Ukraine zu schaffen. Ich kann Ihnen nichts unterstellen, was ich nicht beweisen kann, aber jegliche Logik sagt mir, dass Sie nicht im Interesse des deutschen Volkes oder der Europäer handeln, sondern dass Sie persönliche Interessen verfolgen. Bereits Ihre Nähe zu Schröder hätte sie mit einem Hauch von Anstand schon lange dazu bewegen müssen, sich im Falle einer Bedrohung durch Russland für befangen zu erklären und ihr Amt niederzulegen. Das haben Sie nicht getan. Im Gegenteil, Sie halten sich für geeignet im Namen ganz Europas über die Köpfe der Ukraine, des Baltikums und Polens hinweg mit Russland zu verhandeln. So wie Sie es schon einmal bei der Northstream-Pipeline taten. Zum klaren Nachteil dieser Staaten! Sie sind kein Anwalt Europas. Sie sind ein Anwalt Steinmeiers, Schröders, Platzecks, Schmidts, Voscheraus und anderer SPD-Mitglieder, die sich als professionelle Appeaser schlimmerer Sorte als Chamberlain gerieren. Herr Steinmeier, Sie widern mich an … um die Worte Max Liebermanns nicht zu benutzen. Sie verraten Deutschland und Europa. Es ist möglich, dass Sie dabei sogar eine Mehrheit in Deutschland hinter sich haben. Aber auch gegen eine Mehrheit gelten bei uns immer noch Recht und Gesetz und unsere Verfassung. Und Ihr Amtseid, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Solange Sie Außenminister sind oder Deutschland gegenüber Russland die Politik fortsetzt, die Sie vertreten, hoffe ich für die Demokratie in Europa, dass man bald überall in Europa den Satz hört, der vor wenigen Tagen mehrfach unter allgemeiner Zustimmung bei einer Anhörung mit Herrn Saakaschwili und Herrn Kasparow im US-Senat zu hören war: „Forget about Germany“!

Nein, der Text ist auf der Seite des Auswärtigen Amtes nicht zu sehen. Auch eine entschärfte Version des Textes ist dort so geschaltet worden, dass ich sie als Autor sehe, aber kein anderer Besucher der Seite.

Russia calling

Glaubt man den Forenbeiträgen angeblicher deutscher Medienkonsumenten und den Aufrufen deutscher Journalisten, Kulturschaffender und Politiker, kann es nur ein Traumland für Deutsche geben: Russland! Man kann nur jedem von ihnen empfehlen, einmal dort hin zu reisen. Vielleicht geht es ihnen dann ja wie dem kleinen Bär und dem kleinen Tiger von Janosch bei ihrer Rückkunft von der Suche nach Panama. Sie stellten fest, dass es doch zu Hause am schönsten ist. So schön wie in Panama. Wie der große dicke Waldbär sagen würde: Warum? Darum!:

Die Einkommensungleichheit, Rot bedeutet die größte Ungleichverteilung im Jahr 2014

 

Der Korruptionsindex, Rot bedeutet die höchste Korruption im Jahr 2012

 

Physische Gewalt, Rot bedeutet die meisten Fälle im Jahr 2004

 

Tödliche Körperverletzungen, Rot bedeutet die meisten im Jahr 2004

 

Mordrate, Violett bedeutet die höchste im Jahr 2009

 

Tötungsdelikte pro 100.000 Einwohner in Zahlen:

 

Abgesehen von den nicht seriös zu erfassenden Umsätzen der organisierten Kriminalität sind damit wohl alle wichtigen Parameter dargestellt, die Auskunft darüber geben, wie mafiös ein Staat ist. Also, nix wie hin, liebe Amerikahasser! Lasst die westliche Bevormundung, Unterdrückung und Ausbeutung hinter Euch! Aber bitte geht in das gelobte Land und versucht es nicht hier her zu holen. Ich glaube, ich bin nicht der einzige, dem diese Vorstellung missfällt!

Spezialdemokraten!

gazprom-vertretung-in-berlin-fuer-in-deutschland-operierende-russische-staatskonzerne-koennte-es-eng-werden

Der Chef des Lewada-Centers bescheinigt der russischen Regierung unter Putin, dass in Russland eine Diktatur herrsche, Putin selbst faselt neben dem Wunsch von der Wiederherrstellung eines Großrusslands von der Überlegenheit russischer Gene und umgibt sich mit Zaristen, Nationalisten und Rassisten sowohl in der Regierung als auch als Handlanger im Donbas. Bei abnehmender aber immer noch überwiegender Unterstützung aus der Bevölkerung kann man also klar von einem russischen Faschismus reden.

Kratzt man ein wenig an der Oberfläche der SPD, an dem pazifistischen Glanz eines Southstream-Aufsichtsratvorsitzenden Voscherau, eines Klement, eines Erler, eines Aufsichtsratvorsitzenden Schröder der von einem HVA-Mitarbeiter des MfS geführten Northstream, seines Freundes und Kanzleramtschefs Steinmeier, eines Schmidt, Bahr, Steinbrück, Gabriel oder Platzeck, die angeblich alle nur den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen wollen, zu einem Putin der täglich ein paar Brücken hinter sich mit aller Wucht zertrümmert, die aber in Wirklichkeit seit mindestens einem Jahrzehnt alles verhindern, was Putin schaden könnte, dann kommt eine merkwürdige Mischung aus bis zu jährlich 6-stelligen persönlichen Eigeninteressen und einem sehr seltsamen Verständnis oder zumindest Akzeptanz für diesen russischen Faschismus zum Vorschein. Joschka Fischer sagte einmal, er habe zwar gelernt „Nie wieder Krieg“, aber er habe auch gelernt „Nie wieder Auschwitz“. Den zweiten Teil scheint die SPD, deren Mittglieder auch in Konzentrationslagern starben, glatt vergessen zu haben.

Verarschen kann ich mich alleine!

Putin will nur die Ukraine destabilisieren oder Novorussia abspalten? Ich halte es für gefährlich naiv anzunehmen, dass Putin keine Interessen über die Ukraine hinaus hat.

Putin hat vor kurzem wichtige Leute aus seinem Umfeld, vor allem Militärs entlassen, die seine Politik nicht mittragen. Er verletzt den Luftraum Estlands,  der Niederlande,  Finnlands,  Schwedens und der USA, er lässt einen führenden estnischen Geheimdienstler entführen und nach Moskau verschleppen, um ihn wegen Spionage anzuklagen.

„Grüne Männchen“ rekrutieren in Moldawien.  Er lässt Litauer anklagen, die vor über 2 Jahrzehnten nicht in die Sowjetarmee wollten.  In einer russischen Zeitung erscheint ein Artikel, dass Finnen angeblich an Russland angeschlossen werden möchten. Eine arktische Marinebasis wird reaktiviert. Weitere werden neu gebaut.  Er provoziert mit russischen U-Booten.  Er lässt zur Zeit das binnen kurzer Zeit dritte umfangreiche Atommanöver abhalten. Vorausgegangen waren welche im März und im Oktober 2013. Im Juli davor fand mit 160.000 Soldaten das größte Manöver seit Ende der Sowjetunion statt.  Die Moskauer Metro wurde vor wenigen Wochen überprüft, ob sie noch als Atombunker taugt. Parallel laufen zur Zeit Landungsmanövern bei Kaliningrad. Ein riesiges Manöver an der ukrainischen Grenze ging bekanntlich in die schleichende Invasion der Ukraine über. Seine Generäle erarbeiten und testen aktuell eine atomare Erstschlagsdoktrin. Seine Aufrüstung läuft auf Hochtouren. Seine atomaren Drohungen sind nicht zu überhören.  Er flutet Europa und besonders das Baltikum per Fernsehen, Rundfunk und Internet mit Propaganda.  Jeweils in Landessprache. In Riga versuchten Prorussen vor wenigen Tagen einen Infostand zu errichten. Amerikanische Flugzeuge werden bedrängt, Obama wird beleidigt und mit Propaganda verhöhnt. Zum Geburtstag wird ihm mit einer Laserprojektion an die US-Botschaft in Moskau gratuliert, in der er eine Banane in den Mund geschoben bekommt.  Putin provoziert wo er kann. Der Mörder Litwinenkos bekommt eine Fernsehshow in Russland. All das nur, um ohne Widerstand des Westens die Ukraine destabilisieren zu können, oder ein Novorussia in der Ukraine zu errichten? Sicher nicht! Das wäre eindeutig ein bisschen zuviel Aufwand. Und Putin im Zweifel nur das Beste zu unterstellen, läuft allem entgegen, was wir in den letzten zwei Jahren (auch in Syrien!) mit ihm erlebt haben. Im Gegenteil, er hat bewiesen, dass man nur das Schlechteste von ihm erwarten darf!

In meinen Augen hat in einer Reihe westeuropäischer Staaten Putins Krieg gegen Europa schon längst begonnen. Putins Methode ist Destabilisierung von innen heraus mittels Propaganda, Unruhen, Terror. Genau so, wie wir es in der Ostukraine gesehen haben. Und den Beginn dieser Destabilisierung erleben wir schon jetzt in Moldawien, im Baltikum, in Skandinavien und in Deutschland. Die, die jetzt mittels Montagsdemos, Blogs und Medientrollen gehirngewaschen werden, sind ein fester Posten in Putins Plänen für eine Destabilisierung nach dem ostukrainischen Modell. Und er hat seine Propagandisten nicht nur in den sozialen Netzwerken untergebracht oder gekauft, sondern genauso in Medien, Wirtschaft und Politik. Nur ein paar Beispiele:

Der Bruder des französischen Stabschefs ist Le-Pen-Unterstützer und eng geschäftlich mit Russland verquickt. Marie Le Pen, deren Vater vor kurzem eine „Ofenladung“ mit jüdischen Künstlern „fertigmachen“ wollte, unterhält übrigens engste Kontakte zu Russlands Vizepremier Rogozin.

Auch sonst ist Putin in Frankreich natürlich nicht untätig: http://20committee.com/2014/09/09/putins-secret-friends-in-paris/

Viele Propagandafäden laufen bei dem russischen „Institut für Demokratisierung und Globalisation“ mit Sitzen in New York und Paris oder beim in Kanada ansässigen „Center for Global Research“ zusammen. Ersteres finanziert beispielsweise auch Veranstaltungen des Querfrontlers Jürgen Elsässer. Letzteres ist personell eng mit Alexander Dugin verknüpft.

Das Handelsblatt übernimmt die Kremlwerbung, die die Süddeutsche abgelehnt hat fortzuführen.

Gerhard Schröders dreiviertel Millionen aus seinem Aufsichtsratposten bie der Gazpromtochter Northstream braucht wohl nicht mehr erwähnt zu werden, vielleicht aber, dass unser derzeitiger besonders deeskalationsfreudige Außenminister Steinmeier Intimus und Kanzleramtschef von Schröder war. Seit sich Putin Schröder kaufte, ist die gesamte deutsche Außenpolitik auffällig russlandfreundlich. Steinmeier setzte das Pipeline-Projekt gegen alle dringenden Warnungen vor der Abhängigkeit von Russland aus Polen und dem Baltikum durch. Sikorski nannte Deutschland schon 2011 das Trojanische Pferd Russlands.  Aber auch Westerwelle stand bei der UN-Abstimmung über einen militärischen Einsatz gegen Gaddafi fest an der Seite Russlands. Fast wäre aus seiner Enthaltung sogar ein Nein geworden.

Dass die Trolle in den Internetforen von Russland gesteuert werden, ist bekannt. Einige der Fäden laufen hier zusammen: http://www.huffingtonpost.de/boris-reitschuster/geleakte-briefwechsel-enttarnen-offenbar-meinungsmanipulationen-in-den-westlichen-medien–direkt-aus-dem-russischen-parlament_b_5647601.html?ncid=edlinkushpmg00000008

Für das Front-End sind Leute wie Herr Hörstel zuständig: https://www.facebook.com/Infoseite.zu.Christoph.Hoerstel/photos/a.443332172376058.95320.186257908083487/774147859294486/?type=1

Auch im Börsenbereich ist der Kreml lautstark vertreten:

Alles auf die deutsche Zielgruppe zugeschnitten! Bei Youtube:

Für deutschsprachige Nationalisten:

Für deutschprachige Friedensbewegte:

Und auch der musikalische Sektor wird abgedeckt:

Beschäftigt man sich ein wenig mit den unterschwelligen werbepsychologisch eingesetzten Botschaften dieser Videos, z.B. wie oft bestimmte Worte wie „Kriegshetzer“ verwendet wurden, oder wie die Farben der russischen Flagge sogar künstlich über die Farben des Autos im Musikvideo gelegt wurden, ist klar, dass bei diesen Machwerken Propagandaprofis am Werk waren. Auch der lippensynchrone Schnitt von Tagesschausprecher und Wochenschauton zeigt nicht nur Professionalität an, sondern ebenso das Vorhandensein eines umfangreichen Archivs.

All das sind nur ein paar Beispiele aus einer Flut von Beeinflussung. Exakt so, wie schon 2013 von der russischen Führung geplant: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/putin-hat-invasion-der-ukraine-seit-2013-geplant-13139313.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Und wie reagiert der Westen? Genau wie hier prognostiziert: http://baltische-rundschau.eu/2014/06/der-tag-an-dem-estland-fiel-wie-wuerde-der-westen-in-der-realitaet-reagieren-wenn-putin-2015-estland-zu-annektieren-versucht/

Gute Nacht Europa, schlaf gut!

 

Zeit und Spiegel suggerieren mit ihren Überschriften, dass der Westen und die Ukraine der Aggressor sei:

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Und noch ein echter Augstein:

z7Wer nicht die Wahrheit des Kremls liefert, wird diffamiert und kriminalisiert. Gegen „Mörder“ der Wahrheit ist es dann nur noch ein kleiner Schritt zur Gewalt.

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Intermezzo: Kanzlerkauf

– 2000 erstes Treffen zwischen Gerhard Schröder und Putin

– 9.12.2001 Putin macht auf der Rückreise aus Griechenland Arbeitsbesuch bei Schröder in Hannover. Einigkeit in Nahost- und Afghanistanpolitik wird gelobt, das Thema Tschetschenien bleibt offen.

– 11.4.2002 Schröder erlässt Putin 7,1 Milliarden Euro Schulden

– 2003 Schröder sagt nein zur Irakkriegsbeteiligung, den Russland scharf kritisiert

– 9.10.2003 Wirtschaftstreffen in Jekaterinenburg mit Putin und Schröder. Zu den größten in Jekaterinburg verabredeten und teilweise unterzeichneten Vorhaben gehören die geplante Ostsee-Pipeline – ein gemeinsames Projekt zwischen Ruhrgas/Wintershall und der russischen Gasprom mit einer Investitionssumme von fünf Milliarden Euro

– Juni 2005 Beratungen Deutsche Bank und Gazprom über deutsche-Bank-Kredit mit Bundesbürgschaft für Ostseepipeline

– 1. Juli 2005 Schröder stellt im Bundestag die Vertrauensfrage um Neuwahlen zu erzwingen und verliert „erfolgreich“

– 8. September 2005 Vertragsabschluss für den Bau der Northstreampipeline im Beiseins Schröders und Putins

– 18. September 2005 vorgezogene Bundestagswahl, die SPD verliert knapp

– 18. September 2005 „Elefantenrunde in der ARD“: http://www.youtube.com/watch?v=SdkuQNvuJgs

– Anfang Oktober 2005 Schröder wird Aufsichtsrsvorsitzender der Gazpromtochter Northstream AG mit einem Jahresgehalt von 250.000 Euro

– 24. Oktober 2005 Bewilligung der Bürgschaft durch Gremium aus Wirtschafts, Finanz-, Außen- und Entwicklungshilfeministerium

– 22.November 2005 Merkel wird Bundeskanzlerin und Schröder gibt bekannt, sich aus der Politik zurückzuziehen

– 8.2.2007 Schröder wirbt zusammen mit dem ehemaligen Stasioffizier Matthias Warnig für die Pipeline

– 6. April 2010 Baubeginn

– 8. November 2011 Einweihung

– 2014 Northstream AG reduziert Mitarbeiter von ursprünglich 170 auf 50. Schröder behält Aufsichtsratsvorsitz und Jahresgehalt von 250.000 Schröder bekommt dann 5000 Euro pro Mitarbeiter. Piech bekommt im VW-Aufsichtsrat 1,92 Euro pro Mitarbeiter

1999-2005 Frank Walter Steinmeier ist Chef des Bundeskanzleramts und enger Vertrauter Schröders.
– 2005 Steinmeier wird Außenminister in der großen Koalition
– 2014 Schröder verteidigt Putins Krim-Annexion, Steinmeier verteidigt Schröder