Gut gemeint ist nicht gut gemacht.

Obamas Friedenspolitik ist ein völliges Fiasko. Hätte er in Ermangelung russischer Unterstützung in der UN unter Berufung auf eine humanitäre Intervention rechtzeitig in Syrien eingegriffen, wären keine Islamisten nach Syrien gekommen. Sie wären dort nicht erstarkt und er müsste sie jetzt nicht mühsam zurückdrängen und damit wieder Assad und damit letztlich Russland stark machen, das eigentlich das Hauptproblem und die viel größere Gefahr ist. Für Europa und auch für die USA. Er müsste damit auch nicht die Türkei vor den Kopf stoßen und damit die Nato-Kontrolle über die für Russland militärisch und wirtschaftlich höchst wichtigen Dardanellen verspielen. Bush hat an dem Fiasko mitgewirkt, indem er mit dem völlig überflüssigen Irakkrieg das Potential für die Islamisten erzeugte und das Machtgleichgewicht Iran/Irak zerstörte. Aber Obama hat es durch seine Untätigkeit eigentlich erst richtig verschlimmert.

Putin hat, aus seiner skrupellosen Sicht betrachtet, alles richtig gemacht. Erst hat er Assad geraten, Islamisten in den Irak zu schicken um die USA zu schwächen, dann sie einzufangen und in Syrien freizulassen und so die demokratischen Demonstranten in Syrien zu kriminalisieren um ihre Bekämpfung mit kriegerischen Mitteln zu legitimieren. Als sie ihre Glaubensgenossen nach Syrien holten, warf er den USA vor, sie zu unterstützen und jetzt hat er damit letztlich die USA gezwungen gegen die Islamisten zu kämpfen und so seinen Schützling Assad wieder zu stärken. Obama ist jetzt gezwungen, sich selbst als Friedensfürst zu desavouieren, nachdem er vorher als humanitärer Retter und Retter der Demokratie auf ganzer Linie versagt hat. Auch in Libyen und Ägypten hat er mit traumwandlerischer Sicherheit die Richtigen nicht unterstützt und die Falschen unterstützt. Er hat Israel vor den Kopf gestoßen und den Iran gestärkt.

Vor allem hat er aber zusammen mit den Europäern nicht nur die Rolle des Weltpolizisten, sondern vor allem auch humanistische Werte und die Demokratie als nicht wehrfähigen und nicht wehrwilligen Papiertiger bloßgestellt. Er hat nicht begriffen, dass ein Machtvakuum aufgefüllt wird, egal, ob man es aus Schwäche, Dummheit oder Gutwilligkeit entstehen lässt. Die, die es auffüllen, fragen nicht danach, warum es entsteht. Und es werden sich immer genug Böswillige finden, die das tun. Egal, ob sie einer religiösen oder einer politischen Ideologie folgen. Noch stärker als China hat Russland seine Rüstungsausgaben rasant erhöht und forciert die Rüstung weiter auf allen Gebieten, während Europa und die USA sie in suizidalem Umfang zusammengestrichen haben. Und der Westen ist jetzt völlig unproportional zum eigentlich Ausmaß der Bedrohung wie in einer Art Übersprungshandlung mit allen seinen reduzierten Kapazitäten mit den Islamisten beschäftigt und Putin kann in Ruhe seiner Rückeroberung eines faschistisch-zaristischen russischen Reiches nachgehen. Vielleicht bis Lissabon, wie Dugin es gerne hätte.

Wenn Obama dann noch, wie gerade zu lesen ist, eine Aufhebung von Saktionen gegen Russland erwägt, weil Russland ein paar Truppen in der Ostukraine austauscht und ein paar einige Kilometer bis nach Rostow am Don zurückzieht, ermutigt er ähnliche Tendenzen in Europa. Russland soll also dafür belohnt werden, dass es sich die Krim angeeignet hat, die Ostukraine besetzt hält, weiter von einer Errichtung Novorussias redet und tausende von Ukrainern ermordet hat. Eine Bankrotterklärung von Recht und Demokratie! Bravo!

No direct threat to the United States!?

MrAmericanPeace2

Nein, ich war nie ein Fan der US-Republikaner und ich werde wohl auch nie einer werden. Insbesondere gegen Bush habe ich vehement demonstriert und auch im Internet gekämpft. Ich hielt und halte ihn für einen infolge früheren Suffs geistig unterversorgten Streber, der Pappi und der Welt beweisen wollte, dass er was kann. Von der Ölindustrie und kalten Kriegern in einen Ersatzkrieg gegen einen Diktator getrieben, der nichts Besseres verdient hat, der aber mit 9/11 absolut nichts zu tun hatte. Und für einen strategischen Dummkopf, der mit der Zerstörung des Machtgleichgewichts zwischen Irak und Iran etwas losgetreten hat, an dem noch heute Zehntausende im Orient sterben und das eine existentielle Bedrohung für Israel ist. All das hindert mich allerdings nicht, dieses Statement von John McCain voll zu unterstützen. Jeden Satz!: http://www.mccain.senate.gov/public/index.cfm/press-releases?ID=70d87c59-a9ff-4e35-aee3-be0a8e9bc025

Obama wird es eines Tages bitter bereuen, dass er schon in Syrien nicht eingeschritten ist, alle selbst gezogenen roten Linien der Lächerlichkeit preisgab und erst recht, dass er jetzt der Ukraine jede ernsthafte Hilfe verweigert hat. Ich vermute, das war gerade der Anfang vom Ende der Demokratie. Zumindest in Bälde in Europa. Ob das nicht die Interessen der USA berührt, wage ich stark zu bezweifeln. Obama sollte sich nicht zu sicher fühlen. Auch die USA sind massiv von russischen Agenten und Propagandisten unterwandert. Die grünen Männchen könnten eines Tages auch in den Problemstädten in den USA auftauchen. Dort, wo die höchste Arbeitslosigkeit und die höchste Obdachlosigkeit herrscht. Und der Stimme eines Engdahl oder Dugin folgen.

Aber es ist das gute Recht der USA, sich vom Appeasement dieses Präsidenten in einen Isolationismus führen zu lassen, der die USA noch teuer zu stehen kommen wird. Einmal haben sie Europa schon aus der Scheiße gezogen. Und besonders Deutschland ist gerade dabei, sich ein zweites Mal freudig dem Faschismus in die Arme zu schmeißen. Er sagt nur diesmal, wie von Silione prognostiziert, „Ich bin der Antifaschismus.“ Schaffen wir es, unseren europäischen Regierungen, besonders der deutschen, noch rechtzeitig in den Hintern treten, damit sie aufwachen? Oder sind sie vielleicht schon alle von Putin gekauft?

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Appeasement

„Sie hatten die Wahl zwischen Krieg und Schande.

Sie haben die Schande gewählt und werden den Krieg bekommen.“

 

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 Chamberlains Rede nach Hitlers Einmarsch in die Tschechoslowakei: http://avalon.law.yale.edu/wwii/blbk09.asp
Und jetzt bin ich auf die Rede von Herrn Steinmeier gespannt. Vielleicht findet sich ja in Chamberlains Rede etwas zum abschreiben. Eher fürchte ich allerdings, dass er gemeinsam mit Hollande und Obama den Kopf noch tiefer in den Sand bohren wird.

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Nachtrag siehe oben: „Eine (noch?) nicht gehaltene Rede“

https://criticusnixalsverdruss.wordpress.com/2014/08/29/eine-noch-nicht-gehaltene-rede/

Propagandawochenschau

… und eine kleine grafische Auswahl der letzten Tage. Das Bild, besonders der USA, mit dem der Kreml englischsprachige Bürger dieser Welt bombardiert. Allzuviele Russen dürften das nicht sein. Er säht also wo genau Hass auf die USA? … Warum? …  Bitte selbst beantworten!

propaganda3reich Kopie

Drei Artikel, die heute ein wenig Hoffnung machen:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/ukraine-thinking-together-konferenz-in-kiew-a-970171.html
http://www.welt.de/politik/ausland/article128150303/Wir-werden-nicht-zoegern-sondern-sofort-schiessen.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/ostukraine-separatistenfuehrer-strelkow-beklagt-kampfmoral-a-970290.html

The invisible Kufiya

On the run
The invisible Kufiya
Obama bin Laden im Auftrag der CIA

Der Major des FSB im besonderen Auftrag Dimitri Putinowitsch ist damit betraut worden, das Programm Facecook, das eine US-Firma im Auftrag der CIA entwickelt hat, zu entwenden. Das Programm füttert Falschinformationen in soziale Netzwerke und ist in der Lage individuell-menschlich erscheinende Forenbeiträge vollautomatisiert zu generieren und zu posten. Ein ähnliches Programm namens Prawda, das von der russischen Regierung in Auftrag gegeben wurde, wurde von einem zerstörerischen Virus namens Stussnjet befallen. Man munkelt von einer Urheberschaft des Mossad. Putinowitsch war schon durch den halben Nahen Osten gereist, wo er gehofft hatte, Facecook auf den Rechnern von syrischen Rebellen zu finden, doch leider ohne Erfolg. Stussnjet hatte das System des syrischen Präsidenten Assad lahmgelegt. Jetzt galt es wenigstens das Schlimmste zu verhindern. Auch ohne Facecook waren die Rebellen der syrischen Propaganda weit überlegen, seit Stussnjet zugeschlagen hatte. Putinowitsch musste nun also in die USA reisen um an Facecook zu gelangen. Dort trifft er auf seinen Gegenspieler, den abgehalfterten CIA-Agenten Obama bin Laden, der eigentlich lieber Frieden auf der Welt hätte und mit seinen Kindern im Garten spielen würde, aber immer wieder von der CIA in quälende Einsätze geschickt wird. Wird Obama bin Laden Facecook hüten können? Eine dritte Macht und ihr Geheimdienst lauern: „The invisible Kufiya“. Das unsichtbare Palituch!


Demnächst hier als Fortsetzungsroman, oder in Ihrem Buchhandel und natürlich bei Emmazon!

Und so geht es weiter