Mitautoren gesucht!

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An alle Gleichgesinnten und Ähnlichgesonnenen: Es ist sicher nicht einfach eine eigene Seite für Bürgerjournalismus von Null aus aufzubauen. Andererseits ist mir zum Beispiel Fisch und Fleisch zu unspezifisch. Ich finde, dass man eine gemeinsame Plattform für Europa, für Menschenrechte und Demokratie und gegen die putinschen Aggressionen inklusive der europäischen Rechtsausleger aufbauen sollte. Ich hoffe auf das, was man neudeutsch Synergieeffekt nennt. Und darauf, dass man gemeinsam ein Gewicht bekommt, das von anderen Medien und Politikern wahrgenommen wird und für Breitenwirkung unseres Engagements sorgt. Deshalb bitte ich alle, die in der Sache mehr als einen Facebooksatz und einen Link formulieren können und wollen, um Mitarbeit beim „Simplicisyphos“.

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Er ist wieder da.

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Hätte mir jemand vor fünf Jahren die Zustände beschrieben, die jetzt in Deutschland herrschen, hätte ich ihn für verrückt erklärt und ihm gesagt, dass das nach den Lehren aus der deutschen Geschichte nie wieder in Deutschland denkbar wäre. Dass ein aufgeputschter Mob eine freie demokratische Presse als Lügenpresse beschimpft, dass Rechtsextremisten versuchen Politiker zu ermorden, dass ein Mob mit Galgen und Guillotine durch die Straßen zieht, an denen die Namen von Politikern stehen, dass Medien eines faschistischen Staates in Deutschland ungehindert volksverhetzende Beiträge produzieren können, die zum Kampf gegen die deutsche Demokratie aufstacheln, dass sich Freikorps bilden, dass öffentlich gegen Schwule gehetzt wird, dass täglich Ausländer angegriffen und Asylbewerberheime angezündet oder sogar Handgranaten in welche geworfen werden. Dass tausende von Menschen in den Medien zum Umsturz und zum Mord an anderen Menschen aufrufen. Und dass es offen bekundete Sympathien in Kultur, Medien, in Parteien und Polizei und zumindest in Österreich auch im Militär für diesen Mob gibt. Dass National und Sozialistisch wieder zusammenpassen. Und vor allem, dass Deutschland sehenden Auges und schmerzfrei all das ein zweites Mal hinnimmt. Kurz, dass es beängstigend und sehr angebrannt nach Weimarer Republik stinkt!

Das Nazi Coming out

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Wenn Staatsanwälte in Deutschland, die wegen eines Galgens für die Kanzlerin ermitteln, mit Morddrohungen überzogen werden, wenn Frau Merkel auf der Facebookseite des Auswärtigen Amtes als Nutte bezeichnet wird, und wenn „anständige Bürger“ wegsehen oder sich nur Gedanken um den Ruf ihrer Stadt machen wenn Asylantenheime im Dutzend brennen, dann rieche ich die Rauchschwaden der sogenannten Kristallnacht und dann wird gerade eine Grenze überschritten in Deutschland, die mich zu einer kleinen Abschiedsrede drängt.

Als ich ein Jugendlicher war, was jetzt schon so ungefähr 40 Jahre her ist, da glaubte ich in eine stolze Generation hineingeboren zu sein, die von Hippies, 68ern, von Woodstock und von Kriegsgegnern, die alles Irrationale und Spießige, alle falschen Religionen und Ideologien und jeden engstirnigen Irrglauben über Bord wirft. Die sich endlich frei macht von Kruzifixen und Talaren. Inzwischen habe ich begriffen, dass dieses radikale Aufräumen mit den traditionellen Werten nicht frei gemacht hat, sondern zu einem Verlust aller ethischen und moralischen Grundsätze geführt hat, die eine Gesellschaft braucht damit sie funktioniert. Dazu gehört auch und vielleicht vor allem Vertrauen. Dass es möglich ist, dass der Hass, der im Nahen Osten und in Moskau produziert wird, auf unsere westlichen Demokratien übergreifen kann, ist meiner Meinung nach zu einem großen Teil auf diesen Verlust an moralischer Grundsubstanz zurückzuführen.
Und ich sehe dabei leider auch ein Parallele zu den kommunizierenden Gefäßen der Macht. Dort wo sie weicht, egal, ob aus vermeintlicher Vernunft, aus Dummheit oder aus Schwäche, folgen andere nach, die dieses Machtvakuum auffüllen. So gut wie nie mit guten Absichten. Genauso scheint es sich mit den Werten zu verhalten. Wo verknöcherte Mythen, Religionen und Ideologien weichen und ihre Riten und Symbole, herrscht leider nicht Freiheit und geistige Unbeschränktheit, sondern der nächste absurde Irrglaube hält fröhlichen Einzug.

Aber was ich hier schreibe, scheint wohl leider nur das Aufwachen aus einem langen, schönen, behüteten Traum zu sein, den Andere nicht das Glück hatten so lange träumen zu dürfen. Nicht in anderen Ländern und nicht in anderen Generationen. Sie mussten sich wehren oder sich schuldig machen, wenn sie nicht wegrennen wollten. Es trennt uns beispielsweise kulturell wenig von den Israelis, aber für sie ist dieses Alltag, ständig präsent: Militärdienst, Krieg, Schuld, wahrscheinlich auch Angst, die Auseinandersetzung damit, was das Land, die Gemeinschaft von einem verlangt und auch die Auseinandersetzung mit gewalttätigen inneren Feinden der Gesellschaft, … All das blieb uns bisher weitestgehend erspart. Ich fürchte, es ist jetzt vorbei. Diesmal sind es nicht ein paar RAF-Figuren mit dem naiven Glauben durch Terror die Gesellschaft hinter sich zu bringen wenn sie einige Politiker angreifen, diesmal ist es eine breite Bewegung die den Kreml in ihrem Rücken weiß. Und eine Gesellschaft, die wieder wegsieht.

Behüteter Traum übrigens nicht dank der Besatzer in Ost und West, sondern dank der Millionen Opfer des letzten Faschismus. Dank Josua Blumenthal, den man vergast hat, dank Fritz Müller, der den Mund aufgemacht hat und dafür ins KZ ging, dank John Miller, dem GI, der irgendwo an der Küste der Normandie verreckt ist und auch dank Juri Andrejewitsch, der im Wald bei Frankfurt an der Oder verscharrt liegt. Ihnen verdanken wir es, dass man in Deutschland und auch in Europa 70 Jahre lang gesagt hat „Nie wieder!“

Aber wir leben ja heute in einer Gesellschaft, in der Toleranz ganz groß geschrieben wird. Nachdem Nazis jetzt endlich auch ihr Coming out haben, bin ich sicher, dass es nicht lange dauern wird, bis es auch für sie Proporzregelungen und Gleichstellungsbeauftragte geben wird. Auch eine verschärfte Gesetzgebung gegen Verleumdung und Mobbing von Nazis dürften nicht lange auf sich warten lassen. Besonders der Paragraph 130 StGB gegen Volksverhetzung wird wohl dahingehend abgeändert werden, dass die Behauptung, es hätte einen Holocaust gegeben, als Verleumdung unter Strafe gestellt wird.

Schließlich ist es doch die natürlichste Sache der Welt Nazi zu sein, oder etwa nicht?

—-

Sollte ich noch etwas nachtragen, nachdem sich zwei Tage nach diesen Zeilen der Mordanschlag auf Frau Reker ereignet hat? Ich weiß nicht, was ich dazu schreiben sollte. Es gibt nur meine Wut und meine Erschütterung, dass sich meine Befürchtungen so schnell erfüllt haben. Und meine Befürchtung, dass sie nicht das letzte Opfer bleiben wird.

Küsst die Faschisten

Die 14 Identifikationsmerkmale des Faschismus nach Lawrence Britt


1. starker und anhaltender Nationalismus

Faschistische Regime neigen zu einem ständigen Gebrauch von patriotischen Mottos, Slogans, Symbolen, Liedern und was sonst noch dazu gehört. Flaggen sind überall zu sehen, wie auch Flaggensymbole auf Kleidung und anderen öffentlichen Präsentationen.

„Rossija – Und morgen die Welt“


2. Geringschätzung der Menschenrechte

Aus Angst vor Feinden und dem Bedürfnis nach Sicherheit heraus werden die Menschen in einem faschistischen Regime überzeugt, daß die Menschenrechte in einigen Fällen ignoriert werden können. Die Leute sehen in die andere Richtung oder stimmen den Folterungen, Massenhinrichtungen, Ermordungen, langen Inhaftierungen von Gefangenen und so weiter sogar zu.
Russische Söldner misshandeln und ermorden ukrainische Kriegsgefangene.

Russische Söldner misshandeln und ermorden ukrainische Kriegsgefangene.


3. Identifizierung von Feinden/Sündenböcken als vereinigende Sache

Die Leute werden in einen vereinigenden patriotischen Wahn getrieben durch das Ziel, eine erkannte allgemeine Bedrohung oder einen Feind zu beseitigen, sei es eine rassische, ethnische oder religiöse Minderheit; Liberale; Kommunisten; Sozialisten; Terroristen und so weiter.

Poroschenko wird als Nazi und Teufel diffamiert


4. Vorrang des Militärs

Selbst wenn es weitreichende inländische Probleme gibt, erhält das Militär einen überproportional großen Anteil des Staatshaushalts und die inländischen Probleme werden vernachlässigt. Soldaten und das Militär werden verherrlicht.
Topol Interkontinentalrakete bei der Parade auf dem Roten Platz

Topol Interkontinentalrakete bei der Parade auf dem Roten Platz


5. wachsender Sexismus

Die Regierungen faschistischer Länder sind fast ausschließlich von Männern beherrscht. Unter faschistischen Regimen werden traditionelle Geschlechtsrollen stärker betont. Der Widerstand gegen Abtreibung ist groß, wie auch die Homophobie und gegen Homosexuelle gerichtete Gesetzgebung und staatliche Politik.

Festnahme bei einer Demonstration gegen Homophobie


6. kontrollierte Massenmedien

Manchmal werden die Medien direkt durch die Regierung kontrolliert, aber in anderen Fällen werden die Medien indirekt durch Verordnungen der Regierung kontrolliert oder durch geistesverwandte Sprecher oder Vorstände der Medien. Zensur, insbesondere in Kriegszeiten, ist weit verbreitet.
Journalistenmorde - Gedenken an Anna Politkowskaja

Morde an oppositionellen Journalisten – Gedenken an Anna Politkowskaja


7. Besessenheit von der nationalen Sicherheit

Angst wird als Mittel der Motivation für die Massen durch die Regierung eingesetzt.
Russland wird von der Nato

Russland wird von der Nato „eingekreist“.

8. Religion und Regierung sind miteinander verflochten
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Regierungen faschistischer Länder neigen dazu, die gebräuchlichste Religion des Landes zu nutzen, um die öffentliche Meinung zu manipulieren. Religiöse Rhetorik und Fachsprache wird von Regierungsmitgliedern häufig genutzt, selbst wenn die Lehrsätze der Religion, der Politik oder den Handlungen der Regierung genau entgegenstehen.
Ein russischer Priester segnet Kampfjets

Ein russischer Priester segnet Kampfjets


9. unternehmerische Macht wird geschützt

Die Aristokraten der Industrie und der Unternehmen eines faschistischen Landes sind häufig diejenigen, die den politischen Führern an die Macht geholfen haben, was zu einer beiderseitig nützlichen Beziehung von Unternehmen und Regierung und zu einer Machtelite führt.
Putins Geschäftsfreunde

Putins Geschäftsfreunde


10. gewerkschaftliche Macht wird unterdrückt

Da die organisierende Macht der Gewerkschaften die einzige wirkliche Bedrohung für ein faschistisches Regime darstellt, werden Gewerkschaften entweder ganz ausgemerzt oder sie werden stark unterdrückt.

„Wir glauben an Putin“ Gewerkschaftsparade am 1. Mai auf dem roten Platz


11. Geringschätzung Intellektueller und der Künste

Faschistische Länder neigen dazu, offene Feindschaft zu höherer Bildung und Akademien zu förden und zu tolerieren. Es ist nicht ungewöhnlich, daß Professoren oder andere Akademiker zensiert oder sogar verhaftet werden. Freier Ausdruck in der Kunst wird häufig öffentlich angegriffen und die Regierungen lehnen es häufig ab, die Künste zu fördern.
pussyriotwhipped

Ein Polizeikossake prügelt mit der Peitsche auf die Mitglieder der Gruppe Pussy Riot ein.


12. Besessenheit von Verbrechen und Bestrafung

Unter faschistischen Regimes wird der Polizei fast unbegrenzte Macht zur Verbrechensbekämpfung eingeräumt. Das Volk ist häufig bereit, Polizeiverbrechen zu übersehen und sogar Bürgerrechte im Namen des Patriotismus‘ aufzugeben. In faschistischen Ländern gibt es meistens eine landesweite Polizeieinheit mit praktisch unbegrenzter Macht.
Verhaftung Nemzows im März 2012

Verhaftung Nemzows im März 2012


13. wachsende Seilschaften und Korruption

Faschistische Regime werden fast immer von einer Gruppe von Freunden und Genossen regiert, die sich gegenseitig Regierungsposten zuschieben und ihre Macht und ihren Einfluß nutzen, um ihre Freunde davor schützen, zur Verantwortung gezogen zu werden. Es ist in faschistischen Regimen nicht unüblich, daß nationale Ressourcen oder sogar Schätze von den Regierungsmitgliedern angeeignet oder gestohlen werden.
Putin and friends

Putin and friends


14. betrügerische Wahlen

Manchmal sind die Wahlen in faschistischen Ländern ein kompletter Schwindel. In anderen Fällen werden die Wahlen durch Schmutzkampagnen oder sogar die Ermordung von Oppositionskandidaten, Nutzung der Gesetzgebung um die Anzahl der Stimmberechtigten oder der Wahlbezirke zu kontrollieren, oder Beeinflußung der Medien manipuliert. 
Faschistische Länder nutzen auch typischerweise ihre Richterschaft, um die Wahlen zu manipulieren oder zu kontrollieren.
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Noch zwei weitere streng wissenschaftliche Faschismusdefinitionen:
Im Jahr 2004 formulierte der US-amerikanische Politikwissenschaftler Matthew Lyons die folgende Faschismusdefinition:

„Faschismus ist eine Form rechtsextremerIdeologie, die die Nation oder Rasse als organische Gemeinschaft, die alle anderen Loyalitäten übersteigt, verherrlicht. Er betont einen Mythos von nationaler oder rassischer Wiedergeburt nach einer Periode des Niedergangs und Zerfalls. Zu diesem Zweck ruft Faschismus nach einer ‚spirituellen Revolution‘ gegen Zeichen des moralischen Niedergangs wie Individualismus und Materialismus und zielt darauf, die organische Gemeinschaft von ‚andersartigen‘ Kräften und Gruppen, die sie bedrohen, zu reinigen. Faschismus tendiert dazu, Männlichkeit, Jugend, mystische Einheit und die regenerative Kraft von Gewalt zu verherrlichen. Oft – aber nicht immer – unterstützt er Lehren rassischer Überlegenheit, ethnische Verfolgung, imperialistische Ausdehnung und Völkermord. Faschismus kann zeitgleich eine Form von Internationalismus annehmen, die entweder auf rassischer oder ideologischer Solidarität über nationale Grenzen hinweg beruht. Normalerweise verschreibt sich Faschismus offener männlicher Vorherrschaft, obwohl er manchmal auch weibliche Solidarität und neue Möglichkeiten für Frauen einer privilegierten Nation oder Rasse unterstützen kann.“

In seinem im Jahre 2004 veröffentlichten Buch The Anatomy of Fascism definiert der US-amerikanische Geschichtsprofessor Robert O. Paxton Faschismus so:

„Faschismus kann definiert werden als eine Form des politischen Verhaltens, das gekennzeichnet ist durch eine obsessive Beschäftigung mit Niedergang, Demütigung oder Opferrolle einer Gemeinschaft und durch kompensatorische Kulte der Einheit, Stärke und Reinheit, wobei eine massenbasierte Partei von entschlossenen nationalistischen Aktivisten in unbequemer, aber effektiver Zusammenarbeit mit traditionellen Eliten demokratische Freiheiten aufgibt und mittels einer als erlösend verklärten Gewalt und ohne ethische oder gesetzliche Beschränkungen Ziele der inneren Säuberung und äußeren Expansion verfolgt.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Faschismustheorie#.C3.9Cberblick

*** THE DECADE IN PICTURES ***This pool picture provided 03 September 2007 shows Russian President Vladimir Putin carrying a hunting rifle in the Republic of Tuva, 15 August 2007. Putin is scheduled to visit Australia for the ASEAN conference starting this week. AFP PHOTO / RIA NOVOSTI / KREMLIN POOL / DMITRY ASTAKHOV

“Russlands Präsident verlas eine der angeblich zweieinhalb Millionen Fragen, die ihn aus Anlass der Sendung „Direkter Draht“ erreichten: „Was ist für Sie der russische Mensch, das russische Volk? Seine starken und schwachen Seiten?“ Putin antwortete, viele Fachleute seien der Ansicht, ein Volk habe keine Besonderheiten, es gebe nur den konkreten Menschen. Dem sei nicht zuzustimmen, sagte Putin und nannte die gemeinsame Sprache und Geschichte und das Zusammenleben auf einem Gebiet sowie den „Austausch von Genen“ über Hunderte, ja Tausende Jahre als Wesensmerkmale eines Volkes. „Mir scheint, dass der russische Mensch, der Mensch der russischen Welt, vor allem daran denkt, dass es irgendeine höhere moralische Bestimmung des Menschen gibt“, sagte Putin. Das sei im Westen anders, wo gelte, je erfolgreicher jemand sei, desto besser. In Russland aber fragten sich sogar sehr reiche Leute: Was nun? Denn der russische Mensch richte sich nicht auf sich selbst, sondern „entfaltet sich nach außen. Bei uns ist der persönliche Erfolg nicht genug“, so Putin. „Nur in unserem Volk konnte die Redensart entstehen: ‚Vor der Welt ist auch der Tod schön.’ Das heißt, der Tod für den anderen, für sein Volk.“ Darin lägen die „tiefen Wurzeln unseres Patriotismus“, auch das „massenhafte Heldentum“ im Krieg. Viele Völker hätten eigene Vorteile, „aber das ist unser“. Und auch wenn es in der heutigen Welt viel Austausch gebe, auch von Genen, und Russland von anderen Völkern manches aufnehmen könne, „werden wir uns immer auf unsere Werte stützen“.

(http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/fernsehauftritt-in-moskau-schoener-sterben-mit-putin-12900846.html)

Putin: „Man muss in einem vaterländischen Feldzug vor allem den Sieg im Kopf haben und nicht die bedenkenvolle Fehlervermeidung. Der Kriegsverlauf kann auch unordentlich und nicht lupenrein ausfallen, es kommt auf die kühl kalkuliert erzeugte Emphase des Volkes an und nicht zwingend auf das Kriegs- oder Völkerrecht, nicht auf klar erkennbare Militärinsignien und dergleichen.“

(http://www.zeit.de/2014/13/wladimir-putin-psyche-autobiografie)

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Kurt Tucholsky (1890-1935)

Rosen auf den Weg gestreut

Ihr müsst sie lieb und nett behandeln,
erschreckt sie nicht – sie sind so zart!
Ihr müsst mit Palmen sie umwandeln,
getreulich ihrer Eigenart!
Pfeift euerm Hunde, wenn er kläfft –:
Küsst die Faschisten, wo ihr sie trefft!

Wenn sie in ihren Sälen hetzen,
sagt: „Ja und Amen – aber gern!
Hier habt ihr mich – schlagt mich in Fetzen!“
Und prügeln sie, so lobt den Herrn.
Denn Prügeln ist doch ihr Geschäft!
Küsst die Faschisten, wo ihr sie trefft.

Und schießen sie –: du lieber Himmel,
schätzt ihr das Leben so hoch ein?
Das ist ein Pazifisten-Fimmel!
Wer möchte nicht gern Opfer sein?
Nennt sie: die süßen Schnuckerchen,
gebt ihnen Bonbons und Zuckerchen …
Und verspürt ihr auch
in euerm Bauch
den Hitler-Dolch, tief, bis zum Heft –:
Küsst die Faschisten, küsst die Faschisten,
küsst die Faschisten, wo ihr sie trefft –!

Neonazis in Heidenau

Neonazis trifft man in Heidenau,

Antiimperialisten

… Antiimperialisten in München,

Pegida

… Pegida in Dresden,

... Montagsdemonstranten in Berlin,

… Montagsdemonstranten in Berlin,

Udo Voigt bei einem Kongress rechtsextremer Parteien in St. Petersburg

… Udo Voigt bei einem Kongress rechtsextremer Parteien in St. Petersburg,

... trinkfeste Volksgenossen an der alkoholischen Front,

… trinkfeste Volksgenossen an der alkoholischen Front,

Genossen

… trinkfeste Genossen an der Eine-Hand-wäscht-die-andere-Front,

Willy Wimmer im Propagandaeinsatz

… Ex-Verteidigungsstaatssekretär der CDU Willy Wimmer im Propagandaeinsatz,

Der Börsenguru Dirk Müller weiß, Putin ist gut gegen Kapitalismus.

… und Putins Börsenguru Dirk Müller im faschistischen Deutschland. Er beschreibt präzise, woran er beteiligt ist. Nicht der Staat.

Elsaesserklein

Andere wie Ken Jebsen, „Freeman“ oder Jürgen Elsässer sind schwer zu treffen. Sie sind ständig unterwegs im Einsatz für den Fasch… pardon, Frieden!

Alexander Dugin:

The order of destruction (deconstruction) becomes now DOGMATIC:

  1. Against liberalism.
  2. When the liberals are dead and for sure, let us liquidate the materialist marxists (principal critics of Modern world by Guenon instead of radical critics of capitalism by Marx). When the Global Oligarchy will lay in the ruins we will need finish with reds. But before that point we are allies. Who call to fight left first are traitors. Fight first REAL ENNEMY.
  3. When there are no more liberals and Global Oligarchy, there is no more marxists with their idiotic materialism and mechanistic determinism, with their imagined proletariat or worse „multitudes“, with their unqualified egalitarianism and perverted mentally „intellectuals“ and „degenerated art“, we will exterminate finally neo-nazi fools. Only then but not earlier. But if any person of these three ideological camps would eventual change his (her) mind accepting our logic and our Fourth Path he (she) will be cordially welcomed.

Bleibt Sklaven!

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Pegida-Demo in Dresden. „Wir sind das Volk!“

„Bleibt Sklaven Russlands und gebt Ruhe! Wir wollen gute Geschäfte mit Russland machen und da stört ihr Bewohner der Ukraine, Georgiens und der anderen ehemaligen Sowjetrepubliken nur. Ihr wart doch sowieso alle mal Russen. Bleibt Europa fern, das kostet nur wieder unser Geld, wir haben genug mit Asylanten und Islamisten zu tun. Und da Ordnung zu schaffen und europäische Werte wiederherzustellen, will uns Russland doch helfen. Was sollen wir mit den USA? Die spionieren uns nur aus, wollen uns Chlorhühnchen andrehen und Frackinggas. Die USA und auch die EU zerstören nur unsere nationale Identität. Außerdem füttern wir mit der EU die ganzen Faulpelze in Europa durch.“
Ich denke, so kann man mittlerweile grob die Mehrheitsmeinung in Deutschland umreißen. Wenn das auch nur halbwegs richtig ist, impliziert das, dass die wiederherzustellenden Werte in Deutschland nicht mehr Freiheit, Demokratie, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Toleranz sind, sondern genauso wie in Russland das Gegenteil: Obrigkeitsstaatsdenken, Akzeptanz von Imperialismus und von Kriegsverbrechen und Rechtsbruch allgemein, Nationalismus und Intoleranz. Um dafür zusammenfassend den Begriff Faschismus zu benutzen, fehlt nur noch Rassismus. Wenn ich allerdings Pegida-Demonstranten mit erhobener Rechten „Wir sind das Volk“ brüllen sehe, habe ich auch daran keinen Zweifel mehr! Die „Andersrassigen“ sind nur diesmal nicht Juden, sondern die Kriegsflüchtlinge aus Syrien und der Ukraine. Denn fast ausschließlich diese sind es, die zur Zeit Asyl in Deutschland suchen. Menschen, die selbst vor dem Islamismus und vor orthodoxem Terror fliehen. Die Opfer eines von Russland geführten und eines von Russland gelenkten und unterstützten Krieges gegen alle humanitären Werte, die die meisten bei uns hinnehmen, ohne darüber nachzudenken, was sie damit verraten. Und darüber, dass Natostaaten die nächsten Ziele Putins sein könnten.

Die wundersame Duginisierung Deutschlands und Frankreichs

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Wir müssen Europa erobern – Alexander Dugin 12.04.2013

Heutzutage spürt man, Russland hat einen sehr großen (guten?) Mangel an einer nationalen Idee. Einerseits verstehen alle, dass sie erforderlich ist, andererseits ist es zur Zeit nicht so einfach etwas sinnvolles, etwas meinetwegen neues, etwas überzeugendes anzubieten. Ich habe viele Jahre über dieses Problem, über das Problem der nationalen Idee nachgedacht. Und vor kurzem, während das ? analysiert und verschiedene europäische Länder besucht habe, kam mir eine Idee in Bezug darauf, wie man das Problem der nationalen Idee lösen könnte. Ich möchte sie als Vorschlag, als eine Art Hypothese darlegen. Und die Gesellschaft und vor allem der Staat soll entscheiden, ob man sie annehmen oder ablehnen soll. Die Idee ist folgende: Wir müssen Europa erobern. Eingliedern und anschließen. Als erstes würden viel sagen: Was soll das? Was soll diese Idee. Was soll dieses Erobern, Anschließen und Eingliedern? Und dieses Besetzen? Was soll das Ganze überhaupt? Aber wenn die anfängliche Abneigung und Empörung überwunden ist, oder der Eindruck, als hätte man etwas falsches gesagt, weil man sich nicht überlegt oder sich vielleicht an das falsche Zeitalter oder auf die falsche Epoche bezogen hat,… Und überhaupt, was soll das heißen: Europa erobern? Also wenn all dieses vorüber ist – man muss den Leuten natürlich die Möglichkeit geben sich durchzukeuchen und sich durchzuschreien. Die Liberalen würden sagen: Wir haben es schon immer vermutet. Ihr wolltet schon immer darauf hinaus. Wenn das Geschrei der hirnkreischenden Agenten des Westens, der fünften Kolonne und anderer hirnjaulenden Kräfte sich gelegt hat, sowie die Verblüfftheit der Patrioten selbst, die weitaus bescheidenere Ziel als primär ansehen – wir sollen uns vor allem retten, Hauptsache überleben, wir sollen uns vor allem erhalten, wenn die Weltempörung vorüber ist, kann man es sich überlegen. Warum nicht? Und dann könnte man sich z.b. an unseren großen ? erinnern, der ein solches Konzept im 19ten Jahrhundert vertreten hat. Er war der Meinung, dass das russische Reich Europa erobern und der russische Zar ein europäischer Zar werden soll um auf dies Weise das byzantinische Reich wiederherzustellen. Im Rahmen dieses globalen römischen bzw. dritten römischen Reiches könnten wir den Europäern ein hohes Maß an Autonomie gewähren. Die orthodoxe Kirche kann da schnell eine gemeinsame Sprache mit den konservativen katholischen Kreisen finden. Wir würden den Katholiken nicht verbieten ihren Glauben auf dem Territorium unseres Reiches auszuüben, wie es anfänglich in den Zeiten der Einheit, sagen wir Konstantin bis Karl dem Großen der Fall war. Als Westeuropa, obwohl das eine weitgehende Autonomie genoss, den byzantinischen Kaiser als Einheitsherrscher anerkannt hat. Andererseits kann man diese Idee bei Nietzsche … Nietzsche sagte, dass Europa wie einst Griechenland unter römischem Schutz sein soll. Die Russen sollen Europa erobern. Und Nietzsche sagte das als Deutscher. Er meinte, es wäre viel besser, wir könnten uns dann auf die Entwicklung unserer Kultur und unserer nationalen Identität konzentrieren. Und müssen uns nicht mehr um strategische Fragen kümmern. Die Russen würden ihre Wächtertrupps zu uns schicken und ihre Vopos auf unserem Boden aufstellen um uns zu beschützen und uns zu verteidigen. Und wir würden als einzigartige Kultur aufblühen. Es gab also auch in Europa Vertreter von dieser Idee. Der selben Meinung war auch unser ?. Der selben Ansicht war auch ein Freund von (Milischkowski?) ?, der Dostojewski bewundert hat. Generell gesagt hat die europäische Elite sich überlegt, Europa an Russland abzutreten. An ein starkes Russland. An ein konservatives Russland. An ein selbstsicheres Russland. An ein Russland, das am Zenit seiner Macht ist. Das heißt, dass es eine prorussische 5. Kolonne in Europa gibt steht fest. Das sind europäische Intellektuelle, die die europäische Identität stärken wollen. Werfen wir einen Blick auf die europäischen Streitkräfte. Die sind so gut wie nicht vorhanden. Es gibt natürlich den Nato-Block. Doch die Nato mischt sich in keine ernsthaften Operationen ein. Das haben wir in Südossetien und Abchasien erlebt. Wir haben uns mit ihrem Freund Saakaschwili angelegt und sind aus diesem Konflikt als Sieger hervorgegangen. Es gab viel Tumult und Wasserballett im schwarzen Meer. Wir haben amerikanische Kreuzer, Nato-Kreuzer gesehen, na und? Südossetien und Abchasien gehören mittlerweile uns. Oder sich selbst. Wir würden also den Europäern vorschlagen sich selbst zu gehören und sie selbst zu sein. Wir würden Europa einfach zu unserem Protektorat machen. Europa ist militärisch schwach. Wir brauchen nicht zu kämpfen. Warum sollten wir mit Waffen kämpfen? Lasst uns mit Hilfe der Soft Power kämpfen. Lasst uns vorschlagen Europa vor Homoehen zu schützen. Vor Femen, vor Pussy Riot. Um Europa vor sich selbst zu retten. Denn das europäische Bewusstsein zerfällt heutzutage. Alle zurechnungsfähigen Europäer verstehen, dass Europa kurz vor einem Abgrund steht. In den Klauen? (Mit dem Glauben?) voller entarteter Abkömmlinge von archaischen Einwanderern, die die europäische Identität vernichten werden. Sie müssen etwas unternehmen. Und wie sie sehen schießen sie mittlerweile auf eigene Leute. Sie fangen an sich selbst zu vernichten, weil sie nicht verstehen, was sie tun sollen. Lass es ihnen sagen. Unter unserem Protektorat wird euch Schutz gewährt. Schaut, die Pussy-Riot-Aktivisten sitzen im Gefängnis. Wir werden auch die eurigen einknasten. Bei Euch randalieren die Femen-Aktivistinnen ungestraft in Kathedralen. Bei uns kriegen sie kurzerhand aufs Maul und werden mit einem LKW auf die Müllkippe transportiert. Wo sie auch hingehören. …
Die Europäer hassen sich in Wirklichkeit selbst so sehr und so oft bekennen sie ihre Sünden vor allen, dass sie längst müde sind, den Weg des Nihilismus zu gehen. Und wir würden ihnen sagen: Wir verlangen gar nichts von Euch. Hört auf Buße zu tun. Wir werden bei Euch Ordnung schaffen. Ihr seid ja nicht im Stande das Einwanderungsproblem allein zu meistern. Und wir werden es schaffen. Wir werden die Einwanderer nach dem Motto Koffer, (Bank?) und zurück loswerden. Wir werden natürlich auch unsere eigenen Einwanderungsgesetze verschärfen müssen. Aber das was bei uns vor sich geht, kann mit den europäischen Verhältnissen überhaupt nicht verglichen werden. Denn Europa verschwindet geradezu vor unseren Augen. Wir als indoeuropäisches Volk weil wir eine Vielfalt auf verschiedenen Ebenen haben, haben Erfahrung in der Umsetzung eines echten und (praktiven?) Multikulturalismus. Und für diejenigen, die Angst davor haben, dass wir sie gleich vertreiben würden, sage ich, nein, erst würden wir ihnen eine Reihe von Adaptionsmaßnahmen anbieten, damit sie in unserem globalen eurasischen Imperium bleiben können, dem auch Europa angehören würde. Das wäre auch eine gute Gelegenheit, unsere Erfahrung im Umgang mit der eurasischen Kulturvielfalt in Europa anzuwenden. Wir würden zeigen, was echte Toleranz ist. Das ist nämlich keine Gleichgültigkeit gegenüber den Einwanderern, sondern Integration von (?) unterschiedlichster Gesellschaften und Kulturen in eine einheitliche Zivilisation. Außerdem wäre es auch unseren Bürgern recht, weil das Visumproblem sich automatisch erledigen würde. Es würde keine Probleme mit der Visumkontrolle und keine Grenzen mehr geben. Die EU würde zur eurasischen Union als Teil derselben beitreten. Dann wären auch unsere prowestlich eingestellten Bürger vollkommen zufrieden gestellt. Weil wir in Europa wären. Russland würde in gewissem Sinne zu Europa gehören. Weil es keine Grenzen mehr geben würde. Die europäischen Werte könnten bei uns durchaus Anwendung finden. Vorausgesetzt, die Europäer würden sie bewahren. Weil die europäischen Werte in ihrer aktuellen postmodernen Form gerade das sind, was Europa tötet. Deswegen würden wir in den europäischen Medien eine gewisse patriotische Zensur einführen. Keine liberale wie jetzt, wo ein Zeitung auf verschiedenen Ebenen zehntausende Male überprüft wird, ob sie ein unliberales Element beinhaltet. Das heißt, dort herrscht eine totalitäre, rassistische, eurozentristische, liberale Zensur vor. Wir würden diese Zensur abschaffen. Und den Leuten die Möglichkeit geben, ihre Meinung frei zu äußern. Aber wir würden eine antinihilistische Zensur einführen. Die gewisse nihilistische Ausprägungen in der menschlichen Seele zurückhalten und globalisieren sollte. Darüber hinaus haben wir doch Erfahrung mit Expansion nach Europa, die zu Sowjetzeiten stattfand, als unsere kommunistische Partei, die Komintern und Kominform sehr beeindruckende Ergebnisse in Sachen Eindringen in die europäischen Parlamente erzielt haben. Ja, das war unser außenpolitisches Instrument. Die heutige Situation ist anders. Wir sind keine kommunistischen Länder mehr. Aber wir können mit anderen Partnern reden. Und wenn wir diese nationale Idee als eine (Expansion?) der EU in die eurasische Union oder als Expansion nach Europa definieren würden, könnten wir uns eigentlich um dieses große (?) einigen. Stellen Sie sich vor, Europa eingliedern, das wäre etwas typisch Russisches. Wenn man uns sagt, ihr müsst, sagen wir, das Bruttoinlandsprodukt um 0,13% steigern, oder ihr müsst Einwanderer unterbringen, oder irgendwelche Hunde impfen, das ganze ist natürlich cool, aber das widerspricht dem russischen Charakter. Deshalb machen wir das alles nicht. Wir haben nicht vor, das Bruttoinlandsprodukt zu steigern, weil wir darauf pfeifen. Die Russen mobilisieren sich bloß für ein großes Ziel. Europa eingliedern ist ein großes Ziel. Übrigens russische ? des 19ten Jahrhunderts, die den Westen bewunderten, wollten westliche Technologien übernehmen, damit Russland mächtig und großartig wird. Damit es den Westen besiegen kann. Lasst uns diesem (Westlertum?) zuwenden. Gefallen Euch westliche Technologien? Dann lasst uns sie holen. Wie kann man sie holen? Die Europäer würden uns irgendwelche Transistoren gegen Erdöl und Gas nur kleckerweise übergeben. Lasst uns aber sämtliche westliche Hochtechnologien auf Anhieb holen. Das heißt, denn wenn wir Europa erobern würden, würden uns alle Hochtechnologien anheim fallen. Und da hätten wir Entwicklung, da hätten wir Modernisierung, wenn wir sie wollten. Da hätten wir übrigens die Europäisierung unserer Gesellschaft. Peter der Erste hat auch ein Fenster nach Europa geöffnet. Und was hat er daraus gezeigt? Er hat einfach eine Kanone zum Fenster hin geschoben und hat begonnen sich an der europäischen Politik zu beteiligen. Indem er Kosaken im ? von Europa einmarschieren ließ. Und das Wort Bistro ist eine der Spuren, die dort von ihm geblieben ist. Ich halte diese Spur nach Westen für äußerst wichtig.

https://www.youtube.com/watch?v=e-oH58VA5Rw

lepensenior

Jean-Marie Le Pen 8.6.14

Der Gründer der rechtsextremen französischen Partei Front National (FN), Jean-Marie Le Pen, hat mit einer antisemitischen Äußerung für Empörung gesorgt. In einem Video auf der Webseite der Partei äußerte sich Le Pen abfällig zu Kritikern der FN. Als er darin darauf angesprochen wird, dass zu den Kritikern auch der jüdische Sänger Patrick Bruel gehört, sagt der 85-Jährige: „Das wundert mich nicht. Sehen Sie, da machen wir das nächste Mal eine Ofenladung.“

Das wurde allgemein als Verweis auf Öfen verstanden, die in Konzentrationslagern während des Holocaust verwendet wurden. Der Front National war bei der Europa-Wahl Ende Mai mit 25 Prozent der Stimmen die stärkste Kraft in Frankreich geworden. Le Pen sitzt im Europäischen Parlament.

http://www.welt.de/politik/ausland/article128848465/Da-machen-wir-das-naechste-Mal-eine-Ofenladung.html

lepenjunior

Front National 27.11.14

Der rechtsextreme Front National (FN) erhält für die kommenden Wahlkämpfe in Frankreich einen Millionenkredit aus Russland. Am Wochenende berichtete das Internetportal Mediapart, Marine Le Pens Partei erhalte einen Kredit von 9 Millionen Euro von der First Czech Russian Bank. Nun stellt sich heraus, dass es sich dabei wohl nur um die erste Tranche eines 40-Millionen-Euro-Kredits handelt.

Le Pen hat die Zahlung über neun Millionen Euro bereits bestätigt. Andere Summen seien jedoch vollkommen aus der Luft gegriffen, sagte die Parteichefin. Ihr Finanzberater, Bernard Monot, gab allerdings an, die Partei benötige 45 Millionen Euro für die Finanzierung bis zum Präsidentschafts- und Parlamentswahljahr 2017, schreibt Mediapart. Auch Schatzmeister Wallerand Saint-Just hält es für möglich, dass seine Partei mehr Geld erhält. Seiner Kenntnis nach bis zu 10 Millionen Euro.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-11/front-national-frankreich-kredit-russland

pegidalogo

Pegida-Demo 13.12.2014

Mit einer Pelzmütze auf dem Kopf gab Carsten van Ryssen einen Journalisten des Fernsehsenders „Russia Today Deutsch“. Er spielte seine Rolle sehr überzeugend, denn die Pegida-Anhänger gaben dem Mann mit dem aufgesetzten russischen Akzent bereitwillig Auskunft.

„Sie sind ein schönes Gegengewicht zu unseren gleichgeschalteten Medien, die uns alle manipulieren“, lobte einer der Demonstranten. „Russia Today“ sei objektiv, alle anderen deutschen Medien seien doch Verräter, sagte ein anderer.

Van Ryssen bekam bei seiner Tarnkappen-Mission auch schnell die Sprüche zu hören, die einem inzwischen so bekannt vorkommen. Nein, Nazis gebe es hier keine. „Ich bin aus der Mitte der Gesellschaft, ich bin AfD-Mitglied,“ rechtfertigte sich einer.“ Ein anderer: „Ich bin weder Hooligan, noch rechtsradikal“.

Auch zum Reizthema Islamisten und ISIS konnte die „heute-show“ als russischer Sender getarnt einige eindrückliche Stimmen einsammeln.

„Wenn jemand hier kriminell wird, ein Auto klaut, Körperverletzung macht, nehmen, raus!“ sagte ein Pegida-Anhänger. Ob ihm denn persönlich schon mal so etwas passiert sei, wollte van Ryssen wissen. Ja, von einem Serben sei ihm das Auto geklaut worden. Ob der Serbe denn ein Islamist gewesen sei. Nein, das nicht.

Und: der radikale Islamist rangiert auf der Skala des Bösen wirklich ganz, ganz oben bei den Pegida-Demonstranten. Ein radikaler Islamist, so stellte einer fest, sei „hundert Mal schlimmer als ein ganzes Stadion voll Homosexueller.“

http://www.huffingtonpost.de/2014/12/13/heute-show-undercover-pegida_n_6319092.html

Nach-der-Landtagswahl-in-Brandenburg-und-Thueringen-Pk-AfD

Gauland sagte am Mittwoch im rbb-Inforadio (7.1.2015)

… es könne nicht sein, dass ausländische Arbeitskräfte nur nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgewählt würden. „Es kann nicht sein, dass wir nach dem Motto vorgehen: Es ist egal wer zu uns passt, Hauptsache er arbeitet für uns. Das ist die Haltung, die wir grundsätzlich ablehnen. Es kann nur sein, dass Menschen, die zu unserem Kulturkreis passen, die bei uns integrierbar sind, hier auch leben und arbeiten.“
Das solle gesetzlich festgelegt werden, forderte Gauland.
Das Asylrecht für Kriegsflüchtlinge bleibe davon aber unberührt. Politisch oder religiös verfolgte Menschen sollten nach wie vor aufgenommen werden, sagte Gauland. Dies sei auch eine der Positionen der Dresdener Pegida-Bewegung, der die AfD sehr nahe sei.
http://www.presseportal.de/pm/51580/2920342/rbb-exklusiv-brandenburgs-afd-landeschef-gauland-fuer-veraendertes-einwanderungsgesetz

steinmeierkrawatte

Steinmeier 9.12.14 in Jekaterinenburg wörtlich:

… “Hier sind einige Beispiele: Eingangs habe ich über Geografie gesprochen und gesagt: Von Jekaterinburg ist es nach Lissabon fast so weit wie nach Wladiwostok. Diese zentrale Lage öffnet vielleicht den Blick für diesen Wirtschaftsraum als Ganzen. Ich habe kürzlich in Deutschland vorgeschlagen, dass wir Möglichkeiten zu einem engeren Dialog zwischen der Europäischen Union und der  Eurasischen Wirtschaftsunion ausloten mit dem Ziel, unser gemeinsames Wirtschaftspotential besser auszunutzen. In einem solchen Dialog könnten wir über wirtschaftliche Synergien genauso konstruktiv sprechen wie über Sorgen oder Interessenskonflikte im Umgang miteinander. Und schließlich kann ein solcher Dialog ein erster Ansatz sein für gemeinsame Schritte in Richtung eines wirtschaftspolitischen Ordnungsrahmens von Lissabon bis Wladiwostok, den Russland immer befürwortet hat. Ich bin sicher: Davon würden beide Seiten profitieren.” …

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Reden/2014/141209-BM_Jekaterinburg.html

DuginRPG

Noch einmal Dugin:

Die Reihenfolge der Zerstörung (Dekonstruktion) wird nun dogmatischen:

Gegen den Liberalismus.
Wenn die Liberalen tot sind und das sicher, lassen Sie uns die materialistischen Marxisten liquidiern (die Hauptkritiker der modernen Welt von Guenon anstatt der radikalen Kritiker des Kapitalismus von Marx). Wenn die globale Oligarchie in Trümmern liegt müssen wir mit den Roten Schluss machen. Aber bis zu diesem Punkt sind wir Verbündete. Wer dazu aufruft, die Linken vorher zu bekämpfen ist ein Verräter. Erst müssen wir den wirklichen Feind bekämpfen.
Wenn es keine Liberalen und keine globale Oligarchie mehr gibt, auch keine Marxisten mehr, mit ihrem idiotischen Materialismus und mechanistischen Determinismus, mit ihrem eingebildeten Proletariat oder schlimmeren „Massen“, mit ihrer unqualifizierten Gleichmacherei und pervertierten geistig „Intellektuellen“ und „Entartete Kunst“, dann werden wir schließlich auch die Neonazi Deppen auszurotten. Erst dann, nicht früher. …

http://www.4pt.su/en/content/why-fascism-was-wrong

Nachtrag:

Die Achse, entlang derer sich die Kompassnadeln von NPD, AfD und Pegida ausrichten:
http://www.global-review.info/2011/07/12/front-national-faschismus-und-die-eurasische-achse-mit-china-und-russland%E2%80%94brzezinskis-alptraum-der-usa/

https://euobserver.com/foreign/127204

http://www.vox.com/2015/1/14/7541095/charlie-hebdo-muslims-threats

Danke Sachsen! – Von Pegida zu Pegada

dankeSachsenKl.

Danke Sachsen! Für deinen neuen Ausländerhass und für deine neuen Nazis!

wo kommt dieses Video her? Es ist nicht das einzige einer Reihe professioneller Videos, die die gleiche Handschrift tragen:

Dieses Video wurde von Youtube entfernt.

Diese Videos werden bei Pegida durchgehend eingestellt von einem „Maik Martene“.

Maik Martene aus Berlin mag noch eine ganze Menge andere „GiDas“.

Er versorgt auch diese mit Videos von den Dresdner Veranstaltungen.

maikMartene

Nicht zu übersehen auf Platz 1: „PEGADA“, die „Patriotischen Europäer gegen die Amerikanisierung des Abendlands“.
Welche „Werte“ mag diese Bewegung wohl vertreten? Man kann es erraten, oder?:

Screenshot (511) Screenshot (510)

Screenshot (512)

Die Facebookeinträge von Pegida und Pegada beginnen beide am 25.12.2014.

So ein Zufall!

Bemerkenswert finde ich auch, dass sich keine „patriotischen Europäer“ in Sachsen zusammen fanden, als in Spanien Züge und in London Busse in die Luft flogen und auf deutschen Bahngleisen Bomben deponiert wurden. Ob das vielleicht damit zusammenhängt, dass diese Islamisten nicht gegen russische Interessen gehandelt haben, so wie IS gegen Assad, sondern gegen die USA und europäische Nato-Staaten?

PEGIDA

pegida3

Ein paar Zahlen:

Djihaddisten
Islamistische Terrorszene Stand 1.11.2014 laut BKA  – 1000 Mitglieder, 200 Gefährder 420 Ermittlungsverfahren, 650 Beschuldigte
(http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bundeskriminalamt-islamistische-terrorszene-umfasst-1000-personen-13242122.html)
Stand 6.11.2014 – 450 Ausreisen, ca. 150 Einreisen
(http://www.dw.de/ausreiseverbot-f%C3%BCr-dschihadisten-stellt-eu-vor-probleme/a-18044383)

Linksextremisten
Stand 14.1.2014 – bundesweit etwa 7000 Gewaltbereite, 2012 rund 3200 Straftaten
(http://www.dw.de/die-gewaltbereite-linke-in-deutschland/a-17361463)

Rechtsextremisten
Stand 14.12.2014 – rund 10.000 Gewaltbereite
(http://www.huffingtonpost.de/2014/12/14/rechtsextremismus-bka-auftrieb_n_6321938.html)
laut Statistik rechtsextreme Straftaten 2013 – 16.557, Gewalttaten 801
(http://de.statista.com/statistik/daten/studie/4032/umfrage/rechtsextremismus-und-fremdenfeindlichkeit-in-deutschland/)

Die Zuwanderungrate hat seit Anfang der 90er Jahre um ca. ein Drittel abgenommen, die Kriminalitätsrate um ca. ein Sechstel.


Aspekte der Ausländerkriminalität allgemein:
http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/innere-sicherheit/76639/auslaenderkriminalitaet?p=all

Nicht nur die Islamisten sind gefährlich, sondern der Koran ist grausam? Hm, …
Grausamkeiten in der Bibel:
http://www.bibelzitate.de/gbz.html