Putinbook

Ein guter Morgen. Erster Blick in die Twittermeldungen. Eine der ersten Meldungen:
kadyrowaufruf.jpg

Eine öffentliche Morddrohung Kadyrows gegen russische Oppositionelle. Auf Instagram, das zu Facebook gehört. Über 8 Stunden online. Kein Problem.

Dann wollte ich auf meine stets geöffnete Facebookseite. „Bitte melde Dich an“ …
Armsperrung

Ein Bild, dass ich vor über einem Jahr eingestellt habe. Bilder vom angeblichen Hitlergruss Tyagniboks zierten 2014 von Facebook völlig unbeanstandet die Seiten fast jedes Putinunterstützers.  Ich darf jetzt also davon ausgehen, dass meine Beiträge systematisch nach Schwachstellen durchforstet werden und sich bei dieser Interpretationsweise mit Sicherheit weitere Satirebeiträge finden, die mir dann eine Woche Sperrung oder gar gleich die Profillöschung einbringen. So kann man Gegner auch mundtot machen. Falls jetzt jemand behauptet, die Facebookzensoren könnten kein Englisch: Auch eine Version mit deutschem Text wurde gelöscht.

Hätte man bei der Löschung vor 3 Tagen (siehe vorletzter Beitrag) noch mit viel gutem Willen annehmen können, dass jemand das Bild trotz eindeutigem Text daneben falsch interpretiert hat, kann es bei diesem Bild keine Zweifel geben, dass es sich um Satire handelt. Die Verwendung verfassungswidriger Symbole zu Zwecken der Satire ist nach deutschem Gesetz nicht verboten.

Es ist eine Sache, wenn russische Trolle (denn ein solcher bekam gestern von mir als einziger kräftig Kontra) oder deren übergeordnete „Führungsoffiziere“ versuchen einem Probleme zu bereiten, weil man ihnen oder Putin zu sehr auf die Füße steigt. Eine andere Sache ist, dass Facebook dabei mitspielt. Während ich selbst dutzende Male erfolglos Hakenkreuze oder Hasspostings gemeldet habe, muss ich erleben, dass nahezu alle Versuche von Seite der Putinunterstützer erfolgreich sind. Schon einmal wurde ein Profil von mir völlig gelöscht, wenige Stunden nachdem ich auf den Seiten der russischen Botschaft und einiger deutsch-russischen Gruppierungen Kritik an dem Umgang mit Nemzows Beerdigung gewagt hatte. Gestern gab es einen eher unterhaltsamen Kleinkrieg um mein Facebookprofilbild. Der Hintern mit Mütze von Popolochowitsch wurde wegen Nacktheit gemeldet, auf jede ersatzweise eingestellte Putinkarikatur, egal ob Putin als Baby oder im Stringtanga,  folgte sekundenschnell die nächste Meldung, bis der ursprüngliche Popo als nicht zu nackt befunden wurde. Aber schaut man sich das größere Bild an, besonders was auch Hasspostings betrifft, textlich wie bildlich, die alle unbeanstandet in Facebook stehen und andererseits die böswillig missverständliche Löschung jeglicher Satire, die sich gegen russophile Nazis und Putin richtet, komme ich ohne Selbstbetrug nicht mehr um die Erkenntnis herum, dass erstens derartige Leute bei Facebook zensieren und dieses zweitens Herrn Zuckerberg, der meines Wissens Jude ist, völlig am Arsch vorbeigeht!
Putin und seine Nazigehilfen können mitbestimmen was in Facebook passiert.
Conchitajagd

ÖVPmett

PS: Ich bitte alle Facebookfreunde um Verständnis, dass ich in Zukunft auch im Chat keine persönlichen Dinge mehr besprechen werde und rate allen, das ähnlich zu handhaben.

In diesem Sinne …
wünsche ich allen eine „einladende Nutzererfahrung“!

 

 

Die New World Order

TheOneBehindPutinKGB

Hitler hat Millionen Menschen in den Tod geschickt. In Gaskammern und Kriege. Niemand bestreitet heute ernsthaft, dass der Krieg gegen ihn notwendig und gerechtfertigt war. Sein Appeasement wurde schon damals heftig kritisiert und heute in der Rückschau von fast allen Historikern als naiv angesehen. Wenn man allerdings Lehren aus der Geschichte ziehen will und das haben wir uns einmal alle nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges geschworen, dann sollte man einen Aspekt nicht aus den Augen verlieren: Hitler war im Grunde genommen nur ein ideologisch verbohrter Kleingeist. Seine “Erfolge” hat erst ein williges Volk möglich gemacht und ein durchtriebener Propagandaminister, der die damaligen Medien virtuos beherrschte. Putin, der jetzt die zivilisierte Welt herausfordert, ist dagegen kein Opfer seiner Ideologie, sondern genau das, was die Welt seit der Erfindung von Fernsehen und Internet global am meisten befürchten musste. Nämlich ein völlig skrupelloser Krimineller, dem es nur um seine Macht geht und der dafür beliebige, linke wie rechte Ideologien je nach Bedarf genauso virtuos handhabt, wie er den Umgang mit den neuen Medien beherrscht. Russland ist kein Staat mit einer Mafia, sondern eine Mafia mit einem Staat. Zusätzlich ausgestattet mit dem größten Atomwaffenarsenal aller Staaten und mit der Manpower und dem ganzen altbewährten Werkzeugkasten des weltweit gefürchteten KGB. Und das Volk ist erneut willig und lässt sich nach orwellscher Manier und Silones Prognose Faschismus zu Antifaschismus umdeuten. Nicht nur in Russland. Auch in Europa und selbst in den USA. Weltweit schießen Nazis, Faschisten und Rechtsextremisten aus dem Boden wie Pilze. Und natürlich völlig zufällig auch Ereignisse wie die an Silvester in halb Europa, die ihnen in die Hände spielen. In der Teaparty, in Soldiers-of-Odin-Bürgerwehren in Finnland, In der PIS und unter Orban, in der AFD, NPD und Pegida, in einer freien Deutschen Armee, in Schweden, in den baltischen Staaten und in Wehrsportgruppen in Tschechien und anderen europäischen Staaten. Sie alle wollen mit Russland kooperieren beim Kampf gegen bestehende demokratische Regierungen zur Wahrung ihrer ethnischen oder nationalen Identität und der Abwehr von Migranten. … die Putin gleichzeitig in wachsender Zahl in Syrien produziert! Die westlichen Demokratien werden von allen Seiten und auf allen Ebenen angegriffen. Mit militärischem Druck, mit Korruption, mit Hirnwäsche der Bürger durch russische oder eigene unterwanderte Medien, mit zugeführten Migrantenströmen, mit Faschismussponsoring und dadurch, dass man die Politiker und Wirtschaftsbosse zu Komplizen macht. Zum Beispiel in Syrien und zum Beispiel mit der Gazprom. Und vielleicht sogar mit einem Terrorismus, den man selbst erzeugt oder steuert, um ihn dann gemeinsam zu bekämpfen.

http://www.the-american-interest.com/2015/12/23/the-implications-of-russias-mafia-state/

http://m.welt.de/print-wams/article99908/Was-weiss-der-Kanzler-ueber-seinen-Freund-Putin.html

http://www.bloomberg.com/news/articles/2015-06-29/putin-allies-aided-russian-mafia-in-spain-prosecutors-say

http://derstandard.at/2000020856477/Wladimir-Putin-auf-der-Anklagebank

http://www.theguardian.com/world/2010/dec/01/wikileaks-cable-spain-russian-mafia

http://www.nzz.ch/international/europa/schmutzige-geschaefte-fuehren-in-die-schweiz-1.18656592#kommentare

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2599008/Spur-nach-Moskau#/beitrag/video/2599008/Spur-nach-Moskau

https://meduza.io/en/feature/2015/12/17/opinion-russia-the-mafia-state

http://intersectionproject.eu/article/society/chaika-diagnosis

Rechtsextremismus Frankreich
Russia and Front National: Following the Money
Le Pen: Da machen wir das nächste Mal eine Ofenladung
Kasparow über Putin, Trump und den wirklichen Faschismus
Putins Infiltration der europäischen Politik
Russische Kampfschulen

 

Do not panic!

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„Do not panic!“ … ist wohl ein als Titel passender Spruch, den ich zufällig auf den Facebookseiten des Auswärtigen Amtes gefunden habe. Er beruhigt mich zwar überhaupt nicht, aber er gibt in meinen Augen sehr gut die Einstellung des AA gegenüber der Unterwanderung unserer Medien durch russische Propaganda wieder. Über diese Entwicklung bei Onlineausgaben von Zeitungen wie Zeit und Spiegel habe ich ja schon einiges geschrieben, hier sei aber ausdrücklich der Facebookauftritt des AA angesprochen, der denen der kommerziellen Medien in nichts nachsteht. Ich habe mich jetzt eine ganze Weile rege – dem AA fast schon zu rege – an der „Diskussion“ auf diesen Seiten beteiligt. Nachdem ich dort mehrfach alten Bekannten begegnet bin, die dort ihr Trollunwesen trieben, habe ich mehrfach vergeblich an die Redaktion des Auswärtigen Amtes appelliert, sich nicht zur Plattform russischer Trolle machen zu lassen. Die Reaktion darauf und auf Fragen, was man prinzipiell gegen den Ansturm russischer Propaganda zu tun gedenke, individuell wie europaweit, fiel ernüchternd aus. Es gab keine. Nach einigen Tagen „Abstinenz“ habe ich mir die Seiten jetzt wieder einmal angesehen. Und konnte der Versuchung nicht widerstehen, aufgrund aktueller Beiträge mal ein wenig nach alten Bekannten zu forschen. Allein für die letzte Woche habe ich dabei drei dieser Bekannten ausgemacht. Im März dieses Jahres hatte ich ausführlich über meine Erfahrung mit dem „Interventionskommando gegen die Lügenpresse“ berichtet.
https://criticusnixalsverdruss.wordpress.com/2015/03/18/unter-trollen/

Eine Gruppe prorussischer Trolle, die es sich erklärtermaßen zur Aufgabe gemacht hat die öffentliche Meinung in deutschen Medien organisiert zu manipulieren. Dabei hatte ich auch eine Liste aller 707 damaligen Mitglieder dieser russisch gesteuerten Gruppe angehängt und den Beitrag an eine Reihe von Journalisten und Redaktionen der betroffenen Zeitungen geschickt. Nicht ohne die Hoffnung, dass sich dort jemand wenigstens nach dieser Vorarbeit die geringe Mühe macht, diese Liste für die zuständigen Administratoren bereitzustellen um Posts dieser Mitglieder zu löschen oder sie zu sperren. Nichts dergleichen ist passiert. Auch nicht bei der Redaktion bzw. Administration des AA. Auch dort hatte ich den Bericht mehrfach verlinkt und auf eine entsprechende Auswertung dieser Liste gehofft. Deshalb jetzt und hier noch einmal ganz deutlich. Dieses ist die Liste:

https://criticusnixalsverdruss.files.wordpress.com/2015/03/nicokloecknertrollliste1.pdf


Darin finden sich folgende Mitglieder, die in den letzten Tagen auf den Seiten des AA ihre Propagandabeiträge platziert haben:
Alexander Wegener:

AlexanderWegener_a

Darko Ipmanovic:

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Und die Krönung dieser Beiträge bietet ein Micha Zenker:

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An Stelle des Auswärtigen Amtes würde ich schon etwas Panik bekommen, wenn Mitarbeiter solche Aussagen in der Chronik stehen lassen. Ich denke, ein Strafanzeige wegen Beihilfe zur Volksverhetzung hätte gute Aussichten auf Erfolg. Herr Zenker darf sich unter Freunden fühlen und hat eigentlich keinen Grund so etwas zu posten:

Aber wenn er schon Volksverhetzung öffentlich postet, wer weiß was er dann nicht öffentlich postet.

Ich komme schon lange nicht mehr aus meiner Fassungslosigkeit heraus, dass solche Kommentare angesichts unserer Geschichte nicht nur bei Facebook sondern auch bei den großen deutschen Medienhäusern möglich sind. Dass sie allerdings auch auf den Seiten des deutschen Auswärtigen Amtes möglich sind, finde ich dermaßen daneben, dass ich mich als Deutscher für diese Behörde zutiefst schäme! Und ich bekomme Panik, was gerade mit Deutschland passiert, weil der Behördenmichel tief schläft. Oder schaut er eifrig weg, weil er auch einen Gazprom-Job hat?

Die schwarze Propaganda

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© Wladimir Jakowlew

Mich würde interessieren, ob ich gerade das Staatsgeheimnis verplappere. Ich kann mich doch an das Lehrbuch mit dem verschmierten blauen Stempel der Spezialabteilung und die Notizhefte mit den gebundenen und durchnummerierten Seiten, die zur Sicherheit noch mit den mit Wachs bearbeiteten Fäden zusammengenäht wurden.

Streng geheim.

Ich habe an der Fakultät für Journalistik der Moskauer Staatsuniversität studiert. Wir hatten den Lehrstuhl für Militärwissenschaften. In äußerster Geheimhaltung hat man uns die spezielle Kampfpropaganda unterrichtet – die Kunst, in den Reihen des Feindes Unfrieden zu stiften. Mit Hilfe der Desinformation und der Manipulation des Bewusstseins.

Schreckliche Sache, muss ich euch sagen. Ohne Witz.

Die Kampfpropaganda – oder die „Schwarz“-Propaganda erlaubt jegliche Verdrehung realer Tatsachen, mit dem Ziel, die propagandistischen Aufgaben zu erfüllen. Das ist eine effektive Waffe, die mit dem einzigen Ziel eingesetzt wird – den Verstand des Feindes hinauszujagen.

Die Methode des verrotteten Herings. Die Methode der umgekippten Pyramide. Die Methode der großen Lüge. Das Prinzip 40 zu 60. Die Methode der absoluten Offensichtlichkeit.

Alle diesen Methoden kennt ihr auch. Ihr nehmt sie einfach nicht wahr. So wie es von euch erwartet wird.

Man hat uns gelehrt, die Methoden der speziellen Kampfpropaganda gegen die Soldaten des Feindes anzuwenden. Heute werden sie gegen die friedliche Bevölkerung unseres eigenen Staates angewendet. Bereits seit zwei Jahren, während ich russische Zeitungen lese oder mir die Fernsehshows anschaue, stelle ich mit Interesse fest, dass die Leute, die den Einwurf und die Interpretierung der Nachrichten koordinieren, offensichtlich dasselbe Lehrbuch für ihre Ausbildung benutzt haben und waren bei demselben fröhlichen Oberst oder bei seinen Kollegen im Unterricht.

Zum Beispiel die Methode des verrotteten Herings. Sie funktioniert so. Man findet eine unwahre Beschuldigung. Hauptsache, sie muss maximal schmutzig und skandalös sein. Gut funktionieren, zum Beispiel, geringfügiger Diebstahl oder, sagen wir mal, Kindesmissbrauch, oder ein Mord; am besten aus Gier.

Das Ziel des „Verrotteten Herings“ besteht nicht darin, die Beschuldigung zu beweisen. Sondern darin, eine breite Erörterung, eine Diskussion darüber in den Massen anzuregen. Diskussion über Ungerechtigkeit und Unrechtfertigkeit.

Die menschliche Psyche ist so konzipiert, dass sobald die Beschuldigung zu einem Gegenstand der breiten Diskussion wird, unweigerlich erscheinen die „Unterstützer“ und die „Gegner“, die „Kenner“ und die „Experten“, überdrehte „Beschuldiger“ und laute „Beschützer“ des Beschuldigten.

Aber ohne Rücksicht auf die Einstellung der einzelnen Diskutanten, wird der Name des Beschuldigten immer und immer wieder wiederholt, somit wird der „verrottete Hering“ immer stärker in die „Bekleidung“ des Beschuldigten eingerieben, bis der „Geruch“ ihn überall verfolgt. Und die Frage „getötet-gestohlen-missbraucht oder doch nicht“ wird zur Hauptfrage bei jeder Erwähnung dieser Person.

Oder zum Beispiel die Methode 40 zu 60, die noch von Joseph Goebbels entwickelt wurde. Sie besteht darin, ein Informationsmedium zu gründen, das 60 Prozent der eigenen Informationen auf der Linie des Feindes hält. Dafür, wenn das Vertrauen des Publikums geschaffen war, hat man die restlichen 40 Prozent für die effektivste Propaganda verwendet – eben weil das Vertrauen vorhanden war. Während des zweiten Weltkriegs existierte ein Radiosender, der in der antifaschistischen Welt sehr populär war. Man hat angenommen, es wäre ein britischer Sender. Und nur nach dem Krieg wurde bekannt, dass das in Wirklichkeit ein Unternehmen von Goebbels war, das nach dem Prinzip 40 zu 60 funktionierte.

Äußerst effektiv ist auch die Methode der „großen Lüge“ – die, obwohl sie etwas der Methode des „verrotteten Herings“ ähnelt, etwas anders funktioniert. Sie besteht darin, mit maximaler Stufe der Überzeugung dem Auditorium eine so schreckliche und globale Lüge zu präsentieren, dass man kaum glauben kann, dass man darüber lügen kann.

Der Trick besteht darin, dass eine richtig „komponierte“ und gut ausgedachte „große Lüge“ beim Zuhörer oder beim Zuschauer ein tiefes emotionales Trauma auslöst, das dann für die lange Zeit die Sicht des Individuums bestimmt. Ohne Rücksicht auf die Argumente der Logik und der Vernunft. Ja sogar trotz der logischen und vernünftigen Argumentation.

Besonders gut funktionieren in diesem Sinne unwahre Beschreibungen der grausamen Quälerei der Kinder oder Frauen.

Zum Beispiel, die Nachricht über das gekreuzigte Kind, weil sie dieses tiefe emotionale Trauma hervorruft, wird auf lange Zeit die Sicht des Menschen bestimmen, der diese Information bekommen hat. Egal, wie man versuchen würde, diesen Menschen mit logischen Argumenten zu überzeugen.

Aber insbesondere hat unser fröhlicher Oberst die Methode der „absoluten Offensichtlichkeit“ gemocht, die zwar keine schnellen, dafür die zuverlässigen Ergebnisse liefert.

Statt zu beweisen, sie präsentieren etwas, wovon sie das Auditorium überzeugen möchten, als eine Selbstverständlichkeit, die ohne Wenn und Aber durch die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung bereits akzeptiert wird.

Obwohl die Methode sehr einfach zu sein scheint, ist sie unglaublich effektiv: die menschliche Psyche reagiert automatisch auf die Ansicht der großen Mehrheit, indem sich das Individuum dieser Mehrheit anschließt.

Man muss nur daran denken, dass die Mehrheit unbedingt überwältigend sein muss und dass die Unterstützung als absolut und bedingungslos präsentiert wird – sonst entsteht kein Effekt des Mitlaufens des Einzelnen.

Wenn jedoch diese Bedingungen erfüllt sind, dann beginnt die Anzahl der Vertreter der „Position der Mehrheit“ langsam, aber sicher wachsen. Und im Laufe der Zeit wächst sie in geometrischer Progression – vor Allem durch die Vertreter der niedrigeren Schicht der Bevölkerung – sie sind vor allem anfällig für den „Effekt des Mitlaufens“. Eines der klassischen Verfahren der Unterstützung der „absoluten Offensichtlichkeit“ ist zum Beispiel die Publikation der Ergebnisse der Umfragen, die die absolute Einheit der Bevölkerung demonstrieren. Die Methoden der „schwarzen“ Propaganda erfordern natürlich nicht, dass die Ergebnisse dieser Umfragen irgendwelche Beziehung zur Realität haben.

Ich kann fortfahren. Man hat uns ein ganzes Jahr unterrichtet; die Liste der Methoden ist ziemlich groß. Jedoch ist nicht das wichtig, sondern etwas anderes. Die Methoden der „schwarzen“ Propaganda wirken auf die Zielgruppe auf dem Level der tiefen psychologischen Mechanismen in der Weise, dass es nicht möglich ist, diese Wirkung mit logischen Begründungen aufzuheben. „Die große Lüge“ erreicht diesen Effekt mit Hilfe des emotionalen Traumas. „Die Methode der Offensichtlichkeit“ – durch den Effekt des Mitlaufens. „Der verrottete Hering“ – durch die Einarbeitung der direkten Assoziation des Opfers mit der schmutzigen skandalösen Beschuldigungen in die Zielgruppe.

Einfacher ausgedrückt, die Kampfpropaganda verwandelt den Menschen in einen Zombie, der nicht nur die in seinen Verstand implementierten Setups proaktiv unterstützt, sondern auch mit hoher Aggressivität denjenigen widerspricht, die andere Ansichten vertreten oder ihn vom Gegenteil zu überzeugen versuchen. Anders kann es auch nicht sein. Alle Methoden der Kampfpropaganda sind einem einzigen Ziel gewidmet: die Armee des Gegners zu schwächen, indem man in die Reihen dieser Armee den gegenseitigen Hass und das gegenseitige Misstrauen säht.

Und heute werden diese Methoden gegen uns angewendet. Und das Ergebnis, zu dem sie führen, ist genau das angestrebte. Nur der gegenseitiger Hass und das gegenseitige Misstrauen entstehen nicht in der gegnerischen Armee, sondern in unseren Familien.

Geht einfach raus und beobachtet, wie sich das Land in den letzten drei Jahren verändert hat. Ich habe das Gefühl, die spezielle Kampfpropaganda gegen die eigene Bevölkerung sogar einen besseren Effekt erzielen konnte. Vielleicht deswegen, dass im Gegensatz zur echten Armee, die friedliche Bevölkerung nicht in der Lage ist, sich selber zu schützen.

KGB 2.0 – Putin gewinnt

us-Hetze

Überholen ohne einzuholen? Geht! Bald hat der Spiegel die Junge Welt und das ND links überholt. Und das Niveau der Bild erreicht.

Ich finde es erschreckend, mit welcher offensichtlichen Naivität man sich auch und gerade im deutschen Außenministerium in dem Glauben sonnt, dass man Putin in der Ukraine halbwegs gestoppt habe. Keiner kennt die Ziele Putins genau. Aber eins ist unübersehbar: Mindestens genauso wichtig wie die Ukraine, möglicherweise das Hauptziel, ist die Zerstörung der EU und der Nato. Ob aus hegemonialen oder ökonomischen Erwägungen oder nur um Putins Macht zu sichern, sei dahingestellt. Wahrscheinlich aus allen diesen Gründen. Und dieser Krieg findet nicht mit Panzern statt, sondern hybrid. Auch mit Säbelrasseln, aber vor allem auf der Informationsebene. Und diesen Krieg ist Putin dabei zu gewinnen, falls er ihn nicht schon gewonnen hat. Pegida, die Erfolge der griechischen Regierung, der FPÖ, der spanischen Linken, die Erfolge von Querfront-Welterklärern sind unübersehbare Symptome. In Kreis selbst meiner gebildeten gut bürgerlichen Bekannten, darunter nicht wenige Staatsbedienstete, kann ich es täglich hören: Man müsse doch auch bedenken, NSA und TTIP, blablabla, … die USA sind an allem Schuld. Wenn nicht, dann Brüssel. Dass die westliche Presse von den USA und nicht etwa von Russland manipuliert werde, ist mittlerweile Common Sense. Timothy Snider hat Mechanismen und Wirkung sehr gut auf den Punkt gebracht: https://www.youtube.com/watch?v=kCQPr669uKs Und dieser Artikel http://www.nytimes.com/2015/06/07/magazine/the-agency.html?referrer&_r=2 in der NYT bestätigt meine schlimmsten Albträume. Es geht bei diesen süßen russischen Trollen nicht um ein bisschen harmlose Stimmungsmache, sondern um systematische Kampagnen unter Nutzung aller medialen Möglichkeiten, tausender von Websites und Propagandaoutlets wie globalresearch.ca, um Europa und die USA psychologisch zu zersetzen. Man könnte es KGB 2.0 nennen. Zum Beispiel mit dem Schüren des Rassenkonflikts durch erfundene Polizeiübergriffe oder durch das schüren der ökologischen Angst, beispielsweise durch das Simulieren von chemischen Unfällen. Mit Beiträgen nicht nur in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter, sondern auch mit gefälschten Medienberichten in extra eingerichteten gefälschten Websites. Europäische Medien, ja selbst Zeit und Spiegel übernehmen diese perfide Propaganda nicht selten ungeprüft, während sie, wie gerade im Spiegel gelesen, die Feststellung einer „russischen Aggression“ durch Obama in Anführungszeichen setzen. Und das ist keine neue Entwicklung. Ich verfolge exakt die gleichen Machenschaften seit 2012 in und mit Bezug auf Syrien. Auch da hat Putin es geschafft, dass die europäische Öffentlichkeit die islamistischen Kämpfer, die Assad initial vermutlich auf Putins Anraten hin freiließ, von Anfang an für eine viel größere Bedrohung hielt als Assad. Assads Hacker haben gerade eine Website des US-Militärs gehackt? Ja klar, wenn man das glauben will! Wirklich fit, die Jungs! Vom KGB, pardon FSB ausgebildet? Aber nicht doch, wo denken wir denn da hin! Jeden Tag, an dem Putin Assad Flüchtlinge produzieren lässt, die nach Europa drängen und gleichzeitig rechtsextreme Parteien, Gruppierungen und Medien finanziert, die gegen Ausländer hetzen und Putin preisen, gewinnt Putin. Jeden Tag, an dem der Spiegel seine Snowden-Beiträge auswälzt, gewinnt Putin. Jeden Tag, an dem es keine europäische Einigung mit der griechischen Regierung gibt, gewinnt Putin. Und jeden Tag, an dem ein SPD-Mitglied fordert, man müsse doch jetzt langsam wieder mit Putin reden, gewinnt Putin!

 

Gegenüberstellung

Zwei Filme gegenübergestellt, einer von „Landser TV“ und einer aus russischer Propagandaproduktion. Ohne Kommentar. Jeder möge sich seine eigenen Gedanken dazu machen.

 

 

 

Die Musik noch im Ohr? Dann kann es weitergehen?

 

 

Und noch einmal etwas zum vergleichen:

 

 

 

 

 

ZEIT-Zeichen

Oder Zeichen der Zeit? Wie viele, die sich mit der russischen Propaganda in Deutschland und Europa beschäftigen, habe ich lange Zeit versucht, MIT Medien wie Zeit oder Spiegel zu reden. In Foren, Leserbriefen und Briefen an die Redaktionen. All das scheint erfolglos. Ich meine es ist an der Zeit, dass wir ÜBER diese Medien reden!

Wie es schon vor einiger Zeit Timothy Snider treffend formulierte: Es geht der russischen Propaganda nicht oder nur sekundär darum, Lügen zu etablieren. Es geht ihr darum, die Wahrheit abzuschaffen. Die Menschen glauben zu lassen, es gäbe keine Realität, keine Fakten, kein Richtig und Falsch im Sinne von Recht, Gesetz, Moral oder Ethik. Es gäbe nur Meinungen und diese würden von den USA manipuliert. Die USA würden alles steuern, insbesondere die deutsche „Lügenpresse“. Deshalb wird alles relativiert und deshalb werden absichtlich dutzende sich widersprechende „Wahrheiten“ in Umlauf gebracht. Das beste Beispiel ist MH-17. Da man die Lügen nicht verbergen kann, häufte und häuft man eine Lüge auf die nächste, so dass die Wahrheit, wenn sie endlich gefunden ist, nur wie eine Lüge auf einem Berg anderer Lügen aussieht. Und eigentlich schon niemand mehr interessiert. Weil in der Zeit, die inzwischen vergangen ist, keiner mehr etwas von diesem Thema hören will, wo ja dem Anschein der erweckt wurde nach, sowieso alle manipulieren.

Da man sich bei der russischen Propaganda schwer der Offensichtlichkeit der Lügen entziehen kann, ist es für sie auch wichtig den Begriff der Propaganda selbst in diese Relativierung einzubeziehen. Das wird ihr leider vom Westen leicht gemacht, der selbst laut darüber nachdenkt, ob man nicht „Gegenpropaganda“ machen sollte. Propaganda ist ein negativ besetzter Begriff. Einige assoziieren ihn vielleicht auch mit dem KGB, die meisten aber vor allem mit Goebbels. Der Westen lässt sich nur zu leicht diesen Stempel aufdrücken, statt von Aufklärung zu sprechen. Oder von Agitation oder Desinformation und Information. Vieles was die russische Propaganda betreibt, funktioniert auch nach dem Prinzip der self fulfilling Prophecy. Man schreit, der Westen mischt sich in der Ukraine ein und bekriegt die Ukraine so lange, bis der Westen sich gezwungen sieht einzugreifen. Man schreit, der Westen macht Propaganda gegen Russland, so lange, bis sich der Westen genötigt sieht, was zu tun? Genau, auch „Propaganda“ zu betreiben! Er geht in die weit offen stehende Falle, wenn er diese Begrifflichkeit bedient.

Wie das funktioniert, lässt sich schon jetzt bei dem Thema einer europäischen Gegenstrategie gegen die russische Propaganda beobachten. Herausragendes leistet dabei einmal mehr die ZEIT, die ohnehin ein Trollparadies in der deutschen Medienlandschaft darstellt, nachdem viele andere Medien auf die eine oder andere Art die russische Propaganda in ihren Foren eingeschränkt haben. Taucht man in ihr Forum ein, hat man das Gefühl sich in einem russischen Paralleluniversum zu bewegen. Aktuell gibt die ZEIT schon im Titel des Artikels die Tonart vor: „Die EU zieht in den Propagandakampf“ Noch erweitert um den Begriff „Kampf“, sieht man förmlich den „Stürmer“ vor seinem geistigen Auge. Damit bedient sie genau das, was Russland hören möchte. Und natürlich auch die zahllosen Propagandisten, die sich im Zeitforum tummeln. So viele wie die Lesempfehlungen suggerieren, werden es wohl nicht sein, auch wenn Heere von willigen unbezahlten Trollen bereitstehen, wie mein letzter Blogbeitrag belegt. Aber es ist ein offenes Geheimnis, dass viele Trolle mit Mehrfachaccounts arbeiten und sich damit selbst kreuzweise liken oder empfehlen. Auch dagegen vorzugehen, zum Beispiel über IP-Kontrollen, fehlt der ZEIT-Redaktion erkennbar der Wille und das politische Verantwortungsbewusstsein. So wie sie ihr Forum offensichtlich überhaupt bereitwillig uneingeschränkt der russischen Propaganda zur Verfügung stellt. Auf Beschwerden, die sich darauf beziehen, bekommt man grundsätzlich keine Antworten, thematisiert man es im Forum selbst, wird der Account gelöscht. Ich möchte lieber nicht darüber spekulieren, ob das etwas mit ihrem Mitherausgeber Helmut Schmidt zu tun hat, dessen typisch machiavellistischen Verständnisbekundungen für Putin die Zeit kürzlich ohne jede kritische Distanz veröffentlichte. Ich scheue mich jedenfalls nicht, es so deutlich zu sagen: Meiner Meinung nach möchte die ZEIT ungestört für Putin arbeiten. Oder wie ich es mir erlaubt habe, ihr gestern ins Forum zu schreiben:

Wer heute, nach einem Jahr Informationen darüber, nach 2 demokratischen Wahlen in der Ukraine, nach Umfragen, dass weder auf der Krim noch im Donbas jemand an Russland angeschlossen werden wollte, nach den Eingeständnissen von Girkin und Putin eine gewalttätige Annexion auf der Krim durchgeführt und im Dobas begonnen zu haben, nach hunderten von Gräbern regulärer russischer Soldaten auf russischen Friedhöfen, nach gefangenengenommenen Russen mit Armeehundemarken und eindeutigen Aussagen, nach lückenlosen Beweisen für den Abschuss von MH-17 und nach endlosen Beweisen für russische Panzer, Raketen und Artillerie in der Ukraine, immer noch von Putsch, Bürgerkrieg, westlicher Kriegstreiberei oder ähnlichem schreibt, ist der Ihrer Meinung nach ein normaler deutscher Bürger mit einem IQ über 50, der Zugang zu irgendeinem Kommunikationsmittel, wie Fernseher, Zeitung, oder Internet hat? Wenn Sie das glauben, beteiligen sie sich aus abgrundtiefer Dummheit mit der Plattform des Zeitforums zu Putins Gunsten an der Demontage von EU und Demokratie. Wenn sie es nicht tun, kann man Ihnen nur politischen Vorsatz unterstellen.

 

Zeitmeinung1

Die Community-Redakteurin der ZEIT Annika Taube zum Thema Trolle in einem Interview:

http://www.srf.ch/sendungen/medientalk/medientalk-die-macht-der-trolle

Ein aktueller sehr informativer Economist-Artikel zum Thema:

http://www.economist.com/news/europe/21646756-europe-belatedly-waking-up-russias-information-warfare-aux-armes-journalistes?fsrc=scn/tw/te/pe/ed/auxarmesjournalistes

Einige ältere Erfahrungen mit der Zeit:

https://criticusnixalsverdruss.wordpress.com/2014/06/06/quod-erat-demonstrandum/

https://criticusnixalsverdruss.wordpress.com/2014/06/05/tote-nicht-den-boten/

https://criticusnixalsverdruss.wordpress.com/2014/05/14/offener-brief-an-die-zeit/

Ein älterer Beitrag von mir zum Thema Russische Propaganda:

https://criticusnixalsverdruss.wordpress.com/2014/11/09/redet-nicht-von-putintrollen/

 

Nein, die ZEIT ist nur ein williges Propagandamedium Putins unter einer ganzen Reihe anderer. Demnächst schreibe ich sicher auch nochmal etwas über den SPIEGEL. Sinngemäß gilt für ihn das gleiche, was ich oben über die Zeit geschrieben habe. Zwar scheinen die extremen Propagandaäußerungen im Forum seit einiger Zeit etwas eingedämmt zu sein, dafür ist die Verwendung von wertenden Adjektiven und Begriffen in vielen Artikeln um so deutlicher prorussisch. Auch politisch unerwünschte Meinungen bleiben dort wesentlich offensichtlicher unveröffentlicht. Aber Kritik daran scheint fast überflüssig, der Spiegel demontiert sich schon selbst. Besonders mit den Beiträgen von Jakob Augstein, die sich auf Wege weit abseits eines demokratischen Selbstverständnisses begeben, aber auch mit solchen Titelbildern:

Unter Trollen

Eigentlich sollte dieser Beitrag „Quod erat demonstrandum 2“ heißen. Um aufzuzeigen, wie weit die in Foren betriebene Rechtfertigung Putins und die Angriffe gegen den Westen und die Ukraine, die für sich in Anspruch nehmen aus dem linken Spektrum zu kommen, in Wirklichkeit rechts zu verorten sind, hatte ich letztes Jahr einen kleinen Versuch im Forum der ZEIT unternommen. Ich hatte eine Veröffentlichung des ehemaligen NPD-Vorsitzenden Udo Voigt zum Thema Russland zerschnipselt und als einzelne Beiträge im Forum gepostet. In kürzester Zeit hatten die meisten eine zweistellige Zahl an Leseempfehlungen bekommen. Diesmal wollte ich in Facebook noch eine Nummer härter rangehen. Als „Beslan Novorusski“ habe ich mir die Sportpalastrede von Joseph Goebbels vorgenommen und sechs Textpassagen entnommen. Sie sind im Anhang als PDF zu finden. Bolschewistisch oder jüdisch wurde zu faschistisch, USA, oder US-Eliten umgeändert und Deutschland zu Russland. Das ganze garniert mit ein paar deftigen amerikafeindlichen Grafiken, wie sie zu tausenden im Netz herumfliegen. Auch vor einem Bild, auf dem russische Hubschrauber die Freiheitsstatue angreifen, bin ich nicht zurückgeschreckt. Ich wollte wissen, wie viele Freunde man damit gewinnt. Aktueller Stand nach 2 Tagen ohne es zu forcieren: 34. Der überwiegende Teil von ihnen hat nach den ersten fünf Freunden bei mir angefragt, nicht umgekehrt. Aber am erstaunlichsten war, dass gleich einer der ersten ein Nico Klöckner war, der mir schon öfter durch aggressives Trollen auf den Seiten des Auswärtigen Amtes und verschiedener Zeitungen aufgefallen war. Er beförderte mich ungefragt in die geheime Gruppe

Interventionskommando gegen die Lügenpresse

interventionskommando

Zielstellung:

Um was geht es hier? Hier sollen viele Leute zusammengetrommelt werden, die künftig geschlossen unter den Artikeln des Mainstream oder besser gesagt der Lügenpresse, Aufklärungsarbeit betreiben. Auf den Seiten von Focus, Spiegel, Bild, Welt etc. treiben sich erschreckend viele desinformierte Leute herum, aber auch Trolle, die pro-amerikanische und antirussische Stimmung verbreiten. Es muss Ziel werden, diese Leute unter diesen Artikeln zahlenmäßig zu übertreffen, und somit besser an der Meinungsbildung der Unaufgeklärten mitwirken zu können. Es muss ein Eindruck erweckt werden, es muss ein Zeichen gegen die Russland Hetze gesetzt werden. Frieden mit Russland! Die Leute in Russland zählen auf uns!“

Aber Nico Klöckner soll persönlich zu Wort kommen, insbesondere, da er uns gleich noch ein kleines Trolltutorial liefert.

Video: Nico Klöckner erläutert Ziele und Vorgehensweise der Gruppe

Also, alle Anweisungen aus Moskau gut verstanden? Wer sie richtig umsetzt, darf sich zu den Agentenpraktikanten des Kremls rechnen. Praktikanten dürfen bekanntlich unter dem Vorwand noch lernen zu müssen ohne Bezahlung viel arbeiten. Zur Zeit gibt es 707 Gruppenmitglieder, unter ihnen Politiker, Beschäftigte im öffentlichen Dienst, Selbstständige und leitende Angestellte. Idealistische arme Schweine, die eine Annektion und einen Aggressionskrieg mit tausenden von Toten schönreden müssen! Denn im Gegensatz zu ihnen werden die Nato-Trolle ja bezahlt, wie wir jetzt gelernt haben. Die Sanktionen scheinen zu wirken! 🙂

Achso, nein, Nico Klöckner ist nicht irgendwer unter den Putin-Zombies. Er darf auch deutschsprachigen Propagandasendern aus russischer Produktion Interviews geben. Natürlich neben einem novorussischen Fähnchen:

nico-klc3b6ckner

Weiterführende Infos über das Netzwerk über und um Nico Klöckener: https://kosmologelei.wordpress.com/2015/03/21/nico-klockner/

Und damit also doch noch „Quod erat demonstrandum“. Friedensbewegte Linke folgen willig wie unter Hypnose den Anweisungen einer faschistischen russischen Regierung und liken Zitate von Joseph Goebbels.

Aber schon mit dem Versuch bei der ZEIT wollte ich noch etwas anderes beweisen. Nämlich wie unverantwortlich leichtsinnig und desinteressiert unsere Medien dieser russischen Waffe in der hybriden Kriegsführung gegenüberstehen. Man tut nichts gegen die Ursachen für die schlechten Nachrichten, sondern man stellt lieber den Boten kalt, der auf den Missbrauch der Foren hinweist. So dutzende Male von mir erlebt, bei Spiegel, Zeit, TAZ, Welt, Focus, ARD, … Statt die Kritik an Moderation oder Redaktion zu veröffentlichen oder gar zu beherzigen, wurde mir der Account gelöscht. Man ist sich dort zwar bewusst, dass da einige Trolle irgendwo in St. Petersburg sitzen, die für das Kommentareschreiben bezahlt werden. „Aber das sind doch welche, die immer von der gleichen IP schreiben, die haben wir schon gesperrt“. Oder man meint sie am schlechten Deutsch zu erkennen, oder daran, dass sie die gleichen Kommentare mehrmals posten. Der Rest sei halt freie Meinungsäußerung besorgter Bürger und die dürfe man nicht unterdrücken. So oder ähnlich bekommt man es unisono zu lesen, wenn man sich bei den Redaktionen beschwert oder wenn sich mal ein Online-Redakteur öffentlich mit dem Thema auseinandersetzt. Dass zum Beispiel in der Zeit unter absurden Kommentaren, die Putin zum Halbgott erklären, oder die gesamten USA zu Mördern, dreistellige Zahlen bei den Leseempfehlungen stehen, scheint sie nicht im mindesten zu irritieren.

Liebe Redakteure, ich hoffe, Ihr habt jetzt ein bisschen was gelernt!

Es lohnt sich, sich dazu diesen Vortrag von Timothy Snider bei der Böll Stiftung anzusehen. Sein Fazit: Den Kampf darum, Russland nicht zuviel von der Ukraine erobern zu lassen, haben wir wahrscheinlich gewonnen. Den Kampf ihn daran zu hindern, Europa zu zerstören, sind wir dabei zu verlieren. Hier an dieser Front. An der Propagandafront!

http://euromaidanpress.com/2015/03/18/timothy-snyder-ukraine-is-but-one-aspect-of-a-much-larger-strategy-that-threatens-european-order/

Wen es interessiert, der findet hier die ganze Veranstaltung:

Facebookseite von „Beslan Novorusski“

Goebbelszitate

Die Mitglieder des „Interventionskommandos“

Diesen Nachtrag kann ich mir leider nicht verkneifen:

Als ich heute unter diesem ZEIT-Artikel über die europäischen Bemühungen und Planungen die russische Propaganda zu kontern den Kommentar schrieb: „Die EU redet, andere tun etwas.“ verbunden mit einem Link zu dem obigen Blogbeitrag, wurde dieser Kommentar mit der Moderationsanmerkung gelöscht, ich solle mich zum Thema des Artikels äußern. 😀 😀 😀