„Nie wieder Faschismus“

Nach langer Zeit ausschließlicher Aktivitäten in Facebook mal wieder ein Beitrag hier. Zum Beginn ein alter Filmbeitrag über Außenminister Steinmeiers Engagement gegen Rechts:

Ich möchte hiermit Zweifel anmelden, dass Steinmeier das ernst gemeint hat, was er damals von sich gegeben hat. Warum? Ich habe heute dreimal versucht auf der Facebookseite des Auswärtigen Amtes obige zwei Fotos eines Blumenstraußes zu verlinken, den ich traurigerweise als einziger für die von einem britischen Nazi ermordete Jo Cox an der britischen Botschaft in Berlin abgelegt habe. Unter anderem im Anschluss an diesen Dialog. Die Verlinkung wurde jedes Mal gelöscht, selbst mit der Frage verbunden, ob das der Ernst der Administration sei.

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Aus dieser Umgang mit Engagement gegen Rechtsextremismus kann ich nur schließen, dass es politisch von Steinmeier und seiner Medienabteilung nicht mehr erwünscht ist!

To be short, I tried today three, no now four times to place a link on the Facebook page of the German FM, that showed two photos of flowers to honor Jo Cox that I placed in front of the British Embassy in Berlin. The card says: „Jo Cox, we won’t forget you. Stand together against fascism!“ The Link was removed each time.

Mitautoren gesucht!

simplicisyphosHandy

An alle Gleichgesinnten und Ähnlichgesonnenen: Es ist sicher nicht einfach eine eigene Seite für Bürgerjournalismus von Null aus aufzubauen. Andererseits ist mir zum Beispiel Fisch und Fleisch zu unspezifisch. Ich finde, dass man eine gemeinsame Plattform für Europa, für Menschenrechte und Demokratie und gegen die putinschen Aggressionen inklusive der europäischen Rechtsausleger aufbauen sollte. Ich hoffe auf das, was man neudeutsch Synergieeffekt nennt. Und darauf, dass man gemeinsam ein Gewicht bekommt, das von anderen Medien und Politikern wahrgenommen wird und für Breitenwirkung unseres Engagements sorgt. Deshalb bitte ich alle, die in der Sache mehr als einen Facebooksatz und einen Link formulieren können und wollen, um Mitarbeit beim „Simplicisyphos“.

Er ist wieder da.

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Hätte mir jemand vor fünf Jahren die Zustände beschrieben, die jetzt in Deutschland herrschen, hätte ich ihn für verrückt erklärt und ihm gesagt, dass das nach den Lehren aus der deutschen Geschichte nie wieder in Deutschland denkbar wäre. Dass ein aufgeputschter Mob eine freie demokratische Presse als Lügenpresse beschimpft, dass Rechtsextremisten versuchen Politiker zu ermorden, dass ein Mob mit Galgen und Guillotine durch die Straßen zieht, an denen die Namen von Politikern stehen, dass Medien eines faschistischen Staates in Deutschland ungehindert volksverhetzende Beiträge produzieren können, die zum Kampf gegen die deutsche Demokratie aufstacheln, dass sich Freikorps bilden, dass öffentlich gegen Schwule gehetzt wird, dass täglich Ausländer angegriffen und Asylbewerberheime angezündet oder sogar Handgranaten in welche geworfen werden. Dass tausende von Menschen in den Medien zum Umsturz und zum Mord an anderen Menschen aufrufen. Und dass es offen bekundete Sympathien in Kultur, Medien, in Parteien und Polizei und zumindest in Österreich auch im Militär für diesen Mob gibt. Dass National und Sozialistisch wieder zusammenpassen. Und vor allem, dass Deutschland sehenden Auges und schmerzfrei all das ein zweites Mal hinnimmt. Kurz, dass es beängstigend und sehr angebrannt nach Weimarer Republik stinkt!