Scheinheilig

Glaubt man dem Deutschlandtrend von Infratest Dimap kann man sich kein Land mit schizophreneren Bürgern vorstellen als Deutschland. Angeblich das Land der Denker. Nur 22% trauen demnach Russland und 87% meinen, dass die Nato wichtig ist um den Frieden in Europa zu sichern, aber 88% sind für einen stärkeren Dialog mit Russland, den sie sich offenbar mit 74% Zufriedenheit (der höchsten eines deutschen Politikers) von einem Außenminister erwarten, der trotz eines russischen Angriffskrieges gegen einen europäischen Staat und der russischen Beteiligung an einem Krieg, bei dem ein blutiger Diktator bereits eine halbe Millionen seiner Bürger ermordet hat, immer noch das Gazprom-Projekt mit Russland unterstützt, mit dem Gerhard Schröder sich korrumpieren ließ, als sein Freund Steinmeier sein Kanzleramtschef war.

Wenn diese Politik der deutschen Regierung und besonders Steinmeiers, der im Zusammenhang mit dem Warschauer Natotreffen jede Drohung bestreitet aber vorher von Säbelrasseln sprach, die geschichtslose Schizophrenie der Bürger spiegelt, so liegt ihre Ursache vermutlich dort, wo auch viele internationalen Politiker und Journalisten nach der Ursache dafür suchen, dass Deutschland maßgeblich die Bestimmung über die Politik Europas überlassen wird, es sich aber so unentschlossen bis anbiedernd gegenüber Russland verhält. Salopp könnte man diese Politik und die Einstellung der Deutschen mit „wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“ umschreiben. Wir halten uns für berechtigt und geeignet die Geschicke Europas zu bestimmen, möchten aber keinesfalls die Verantwortung übernehmen. Jedenfalls nicht, wenn das unangenehme Entscheidungen verlangt, besonders Menschen mit militärischen Mitteln zu schützen, oder wenn es mehr als das Geld der deutschen Steuerzahler kostet. Und wenn wir von der Nato gedrängt irgendwo ein paar Aufklärungsjets oder ein Tankschiff beisteuern, dann wollen wir damit keinesfalls drohen oder gar jemand ein Haar krümmen.

Die Erklärung dafür dürfte sich im Trauma des Naziregimes finden. Wir wollen nie wieder für so etwas verantwortlich sein. Das Problem ist, wir laufen sehenden Auges in eine Entwicklung wie man sie sich kaum ähnlicher vorstellen kann und sind nicht bereit sie zu bekämpfen, obwohl uns unsere geschichtliche Erfahrung genau dazu auffordert. Wir haben nur eine Beißhemmung, weil der Faschismus und der Krieg, den wir 70 Jahre geschworen haben zu bekämpfen, heute von einem damaligen Opfer Deutschlands ausgeht, das diese Opferrolle auch noch geschickt ausspielt um unsere Abwehr zu lähmen. Allerdings haben wir keine Probleme damit, als drittgrößter Rüstungsexporteur daran mitzuwirken. Mit den Steuereinnahmen daraus helfen wir ja schließlich, die Opfer zu versorgen und die Toten zu begraben. Nur zu uns sollen die Opfer nicht kommen, dann sollen sie lieber im Mittelmeer ersaufen. Das sagen die an Putins Busen genährten neuen deutschen und europäischen Nazis ganz offen und Politik und Bürger denken es nur. Das ist eine deutsche Moral, an der offenbar wieder einmal die Welt genesen soll.

Ihr verdammten Heuchler!

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Der humanoide Kreml-Bot

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Noch vor wenigen Tagen sprach Steinmeier angesichts eines Manövers an der Grenze zu Russland mit einem Zehntel der Personalstärke russischer Manöver von Kriegsgeschrei und Säbelrasseln. Drei russischen Divisionen, also 30.000 bis 60.000 Soldaten an der Westgrenze Russlands sollen nach Aufstockungen ca. 10.000 Nato-Soldaten entgegengestellt sein.

Seit Beginn des Krieges in Syrien gibt es beinahe täglich Krisengespräche auf allen Ebenen mit Russland. UN-Gespräche und Sondersitzungen, Dialoge, Konsultationen, Konferenzen, Friedensverhandlungen, Abrüstungsgespräche, Vieraugengespräche, Telefonate. Was haben sie gebracht? Nichts, außer einem auf niedrigem Niveau gehaltenen Krieg in der Ukraine. Aber der Krieg dort geht weiter. Der Krieg in Syrien, der mittlerweile etwa einer halben Millionen Menschen das Leben gekostet hat, ist seit Putins Eingreifen noch unbarmherziger geworden und die Zersetzung Europas (und auch der USA) durch Putins Propagandakrieg auf allen medialen Kanälen und mit Einflussagenten in zahllosen westlichen Schlüsselpositionen nimmt immer unaufhaltsamer an Fahrt auf. In welchen hohen Positionen der KGB einst seine Agenten im Westen positioniert hatte, scheint völlig vergessen zu sein, obwohl gerade die SPD das genau wissen sollte. Der Name Guillaume wäre da ein Stichwort.

Es hat sich seit Beginn des Syrienkriegs nichts geändert. Putin handelt, und der Westen reagiert beschwichtigend, defensiv und bittstellerisch. Dabei müsste er Putin dazu zwingen, aus Syrien und aus der Ukraine zu verschwinden, Und er müsste das syrische Volk vor Assad schützen wenn internationales Recht, Menschen- und Völkerrecht nicht zu wertlosem Papier verkommen soll.

Deutschland maßt sich in Europa mit Frankreich als Abnicker eine geduldete Führungsrolle in der Europapolitik an und sähe sich dabei gerne auf Augenhöhe mit den USA. Doch anstatt zu agieren, reagiert es nicht einmal angemessen.

Gerade hieß die Devise des Außenministers noch: „Sicherheit in Europa gibt es nur mit Russland.“ Eine gefährliche Verkürzung, der man eigentlich schon Vorsatz unterstellen muss. Sicherheit „mit“ Russland gab es höchstens in den 15 Jahren von 1985 bis 2000. Also vom Amtsantritt Gorbatschows bis zum Amtsantritt Putins. Davor gab es Sicherheit nur GEGEN Russland MIT den USA. Und auch seit 2000 gibt es eben KEINE Sicherheit mehr mit Russland. Es wird sie auch nie mit Russland geben, solange Putin oder Gleichgesinnte dort die Macht innehaben. Selbst wenn wir uns völlig unterwerfen!

Jetzt werden wir mit einem neunen Slogan beglückt: „Soviel Sicherheit wie nötig und soviel Dialog wie möglich.“

Die Realität ist, dass Putin nur Interesse an Dialog hat, wenn er den Westen einlullen, hinhalten oder zum Komplizen machen kann, dass die Sicherheitsanstrengungen lächerlich weit entfernt von jeder adäquaten Rüstungsanstrengung sind und dass Bemühungen, der russischen Propaganda und Unterwanderung irgendetwas Ernstzunehmendes entgegenzusetzen, nicht feststellbar sind.

Ohne zu unhöflich zu werden kann man die deutsche Politik eigentlich nur mit dem englischen Begriff „delusional“ beschreiben. Müsste man diesen ins Deutsch übersetzen, käme etwas wie „wahnhaft an Illusionen hängend“ heraus. Wohl mehr Wahn als Illusion. Wo soll man die Gründe für diesen Wahn suchen? In der lächerlichen Illusion, dass man MIT einem faschistoiden Mafiagangster, der einen Staat unter seine Kontrolle und die seiner Komplizen gebracht hat, Brandts Ostpolitik fortsetzen kann? Oder in dem Glauben, dass alle SPD-Politiker auf einen russischen Berater- oder Aufsichtsratsposten hoffen dürfen, wenn sie Putin bei der Ukrainifizierung Europas helfen?

Nur mal so gefragt: Wenn Putin morgen die ganze Welt fordert, überlassen wir ihm dann bei einem Dialog des Interessenausgleichs die halbe oder dreiviertel der Welt?

Da Dialog mit Putin nicht funktioniert und falls er überhaupt zustande kommt von ihm in keinster Weise als verbindlich angesehen wird und wir mit Sicherheit außer Putin alle keinen Krieg wollen, gibt es nur vier Dinge die funktionieren könnten: Kontern und Unterdrücken von Propaganda und Agententätigkeit, militärische Entschlossenheit demonstrieren, weitestmögliche Isolation Russlands und Sanktionen, die die Putinregierung ökonomisch in die Knie zwingen und weitere Aufrüstung und Expansion finanziell aushungern. Darunter werden die Russen leiden. Aber sie geben Putin eine mehrheitliche Zustimmung. Ob passiv oder aktiv, die Zustimmung für Krieg und nationalistischen Größenwahn hatte in der Geschichte immer ihren Preis und wird sie auch in Zukunft haben.

 

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Geschichte wird gemacht

Die "Zar"-Bombe

Putin in seiner Valdai-Rede 2014: … „Sicher, viele der Mechanismen, die der Weltordnung zugrunde liegen, sind vor schon ziemlich langer Zeit entstanden, einschließlich – und vor allem – als Resultat des Zweiten Weltkriegs. Die Stabilität dieses Systems gründete übrigens nicht nur auf einer Kräftebalance, und das möchte ich auch unterstreichen, nicht nur auf dem Recht der Sieger, sondern auch darauf, dass die “Gründerväter” dieses Sicherheitssystems einander in Achtung begegneten, und nicht versucht haben, sich alles einzuverleiben, sondern miteinander geredet haben.“ …
(
http://www.chartophylakeion.de/…/putin-beim-waldai…/…)

 

„Grund dafür (die Zündung der russischen Zar-Bombe entgegen dem Atomwaffen-Moratorium) war eine historische Begegnung zwischen Chruschtschow und dem US-Präsidenten John F. Kennedy wenige Wochen zuvor. Am 3. Juni 1961 hatten sich die beiden mächtigsten Männer der Welt im Musikzimmer der US-Botschaft in Wien getroffen. Wie Kennedy später berichtete, lief der für sein aufbrausendes Benehmen berüchtigte Kreml-Chef sofort „Amok“ und stellte erneut sein Berlin-Ultimatum, das er 1958 erstmals formuliert hatte. Die Westmächte sollten aus der von den Alliierten geteilten Stadt abziehen, um „eine normale Lage in der Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik zu schaffen“. Als der US-Präsident ablehnte, drohte Chruschtschow: „Wir wollen keinen Krieg, wenn Sie ihn uns aber aufzwingen, wird es einen geben.““
(
http://www.spiegel.de/…/50-jahre-zar-bombe-die-alles…)

 

Der Mühlestein am Hals

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Seit mindestens zwei Jahren war auch für den letzten Dummkopf zu beobachten, dass zahllose Blogs und neu entstandene Nachrichtenseiten im Internet russische Positionen vertreten, und dass diese russische Propaganda in Europa und den USA gezielt Nazis und Rechtsextremisten anspricht. Genauso hat Putin seit fast fünf Jahren nie ein Hehl daraus gemacht, dass er auf Biegen und Brechen an Assad festhalten wird. Er hat die russischen Streitkräfte in Syrien für den Westen rechtzeitig erkennbar in aller Ruhe aufgebaut. Die Nato-Staaten wussten über Monate genau was kommt. Gleichzeitig finanziert Putin Rechtsextremisten in Deutschland und der EU, hetzt sie auf mit Propaganda und unterstützt sie mit Propaganda. Außerdem treibt er mit der Bombardierung von Krankenhäusern, Märkten und Wohnvierteln systematisch syrische Flüchtlinge nach Europa, die verständlicherweise in das humanste Land der EU wollen, nach Deutschland. Jetzt hat Putin drei Möglichkeiten. Er kann erstens Deutschland kritisieren, dass es nicht fähig ist mit dem Flüchtlingsproblem richtig umzugehen. Was er bereits ausgiebig tut. Nimmt Deutschland zweitens alle Flüchtlinge auf, lässt er die russische Propaganda die deutsche Regierung dafür kritisieren, dass sie die Identität der Deutschen aufs Spiel setzt. Die Rechtsextremisten stimmen aus voller Brust in diesen Gesang mit ein und stecken fröhlich Asylantenheime an. Oder er lässt drittens die Propaganda beklagen, dass Deutschland die Grenzen dicht macht und keine Flüchtlinge mehr aufnimmt. Dann sind die Deutschen empathielose und kaltherzige Menschen, denen das Schicksal der armen Kriegsopfer am Hintern vorbeigeht. Ich denke, wir werden das in Kürze erleben. Beim Mühlespiel nennt man so etwas eine Zwickmühle. Jeder Anfänger weiß, dass er das Spiel schon so gut wie verloren hat, wenn er nicht verhindert, dass der Gegner eine Zwickmühle errichten kann. Völlig erledigt ist er, wenn es dem Gegner gelingt, eine Zwickmühle über drei Positionen zu bauen. Sitzen in unserer Regierung also Anfänger, die die Errichtung dieser Zwickmühle nicht erkennen konnten? Nein, schlimmer, im Außenamt sitzt der beste Freund eines ehemaligen Kanzlers, der von diesem Spiel profitiert. Genauso, wie viele seiner Parteigenossen. In dieser dreifachen Mühle, mitfinanziert durch unseren Öl- und Gasverbrauch, werden auch drei Dinge zermahlen: Menschen, die vor Krieg fliehen, europäische Perspektiven und europäische Werte.

Ziemlich beste Freunde

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Steinmeier ist ausweislich der Körpersprache auf zahllosen Fotos, die ihn mit Lawrow zeigen, ein guter und vertrauensvoller Freund von ihm. Immer an seiner Seite, offen, zugeneigt, lächelnd, interessiert. In München sieht man sie zu zweit in einer dunklen Ecke kungeln. Im Verhältnis zu Putin gibt es weniger Lächeln, aber auch da ist man sich zugeneigt, interessiert und Steinmeiers Beine sind zu Putin hin übergeschlagen.

Schon vor einem knappen Jahr meinte Steinmeier in Washington „man kann nicht unterschiedliche Strategien zur gleichen Zeit anwenden“ und redete wie heute immer noch von „strategischer Geduld“.(http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-03/steinmeier-kerry-diplomatie)

Als die USA Waffenlieferungen an die Ukraine erwogen, der sie im Budapester Memorandum Schutz zugesagt hatten, protestierte Steinmeier dagegen. Am Natomanöver im Schwarzen Meer nahm Deutschland mit sage und schreibe einem Tankschiff teil. Den baltischen Staaten verweigerte Deutschland Panzerlieferungen.

Auch schon im Dezember 2014 sagte Steinmeier vor Studenten in Jekatarinenburg:
Ein Satz von damals ist mir noch im Gedächtnis. Ich habe damals gesagt: „Wir leben in einer Zeit, in der nicht mehr die Zahl der Panzer und Raketen über die Stärke eines Landes entscheidet, sondern die Zahl seiner klugen Köpfe, die Anwendung von Wissen und die internationale Vernetzung. War das eine falsche Annahme? Ich glaube nicht! Wir haben es aber nicht geschafft, gemäß dieser Erkenntnis politisch zu entscheiden und zu handeln.“
Das war nicht nur eine falsche Annahme, sondern auch in so fern falsch, dass der Westen sehr wohl entsprechend politisch gehandelt hat und Russland, mehr als klug war, entgegen gekommen ist. Nur Russland hat das nicht getan. Das „wir“ war also an dieser Stelle völlig unangebracht!

rüstungsausgaben

Spätestens 2011 hätten alle Alarmleuchten bei der Nato angehen müssen. Einen vergleichbaren Knick in den Rüstungsausgaben gab es wohl nur 1933 in Deutschland.

Das Normandieformat hat sich als Kungelrunde entpuppt, bei dem nicht etwa der Aggressor Russland unter Druck gesetzt wird, sondern Deutschland gemeinsam mit Frankreich an den restlichen europäischen Staaten, besonders Polen, vorbei, den russischen Druck auf die Ukraine unterstützt. Es ist eine Verlängerung der Achse Paris-Berlin-Moskau.

Den deutschen OSZE-Vorsitz sieht Steinmeier als Möglichkeit der Debatte, der Verständigung und der Vertrauensbildung, nicht etwa als Mittel effektiver und verschärfter Kontrolle von Aggressoren.(http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Reden/2016/160114_BM_Antrittsrede.html)

Trotz verbreiteter Kritik und Irritation trägt Steinmeier seine orange-schwarz gestreifte Krawatte unbeirrt weiter, meist anlässlich deutsch-russischer Begegnungen. Diese Streifen des St. Georgs-Bandes trugen die russischen Speznas-Terroristen und russische Nazis, die in der Ukraine die ersten Gebäude erstürmten, am Revers. Sie haben ihre Bedeutung weltweit verständlich von der Symbolisierung des russischen Sieges im „großen vaterländischen Krieg“ zum Symbol Novorussias verschoben, also des russisch besetzten Donbas und des Wunschstaates Russlands im südlichen Teil der Ukraine.

Steinmeier hat meines Wissens während der letzten zwei Jahre Russland ein einziges Mal als Aggressor bezeichnet, … in Washington. Er hat meines Wissens nicht ein einziges Mal die täglich begangenen Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen Russlands und dessen Verbündeter beim Namen genannt, und er verpackt vorsichtige kritische Untertöne regelmäßig in eine nach allen Seiten ausgeteilte Kritik. Bevorzugt an den Opfern der russischen Aggression.

Steinmeier stellt den IS, der möglicherweise unter russischem Einfluss steht, den Russland aber vorgibt zu bekämpfen, obwohl es fast ausschließlich alle anderen Oppositionellen bekämpft, als größte Gefahr da, obwohl die Zahl der Morde der Putin-Assad-Iran-Hisbollah-Koalition um einen zweistelligen Faktor höher sind. Und nicht weniger barbarisch. Oder glaubt irgendjemand, dass es ein angenehmerer Tod ist, mit abgerissenen Gliedmaßen oder unter den Trümmern eines Hauses zu verenden, als beim Abschneiden des Kopfes?

Tusk beschwerte sich, dass Steinmeier mit zu den Blockierern dringend notwendiger Sanktionen gehört. Er bremst Russlandsanktionen aus, wo es nur geht.

http://www.sueddeutsche.de/politik/bundesaussenminister-steinmeier-warnt-vor-sanktionen-gegen-russland-1.1940171

(http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-steinmeier-warnt-vor-zu-scharfen-sanktionen-gegen-russland-a-1005327.html)

(http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/5890740/frank-walter-steinmeier-stellt-massnahmen-infrage.html)

http://de.sputniknews.com/politik/20150825/303981258.html

Eine Reihe weiterer Sanktionsmöglichkeiten wurde immer wieder von verschiedenen internationalen Analysten und Beobachtern vorgeschlagen und empfohlen. Vor allem drei: Die Abkopplung Russlands von Swift, ein vollständiger Boykott russischer Energieträger und die Sperrung der Dardanellen. Keiner dieser Punkte wurde von Steinmeier bisher auch nur einmal angesprochen oder öffentlich erwogen.

Steinmeier feiert sich selbst für den Atomvertrag mit dem Iran. Doch wem nutzt der wirklich? Israel lehnt ihn zu Recht ab. Von echter Kontrolle der iranischen Atomanlagen kann nicht die Rede sein, da der Iran die Erlaubnis bekam sich selbst zu kontrollieren und ernsthafte Kontrollen vom Iran über Monate hinausgezögert werden dürfen. Die Tinte war kaum trocken, schon jettete Parteigenosse Gabriel nach Teheran, um die blutbesudelten Hände zu schütteln und Geschäfte anzukurbeln. Nächster Gast war Putin. Milliardenschwere Waffengeschäfte, die den Iran dank freigegebener Gelder und beendeter Rüstungssanktionen bis an die Zähne bewaffnen und Israel bedrohen und eine Koalition im Syrienkrieg waren im Koffer, als Putin zurückflog.

Als eine britische Jury befand, dass alle Spuren am Litwinenko-Mord in den Kreml führen, sagte Steinmeier? … Nichts!

Man hört auch keine Kritik von Steinmeier an Russlands verbalen wie militärischen Drohungen gegen Europa und die USA. Lieber kritisiert er die USA auf Verdächtigungen der Spionage gegen Deutschland hin, bei denen völlig ungeklärt ist, aus welcher Quelle sie kommen. Kein Wort über oder gegen dem hybriden Krieg, den Russland in den Medien gegen den Westen führt. Mit Beleidigungen und Bedrohungen westlicher Politiker und der Aufforderung sie zu stürzen. Mit einer nie dagewesenen Flut an Hetze und Desinformation. Mit der Finanzierung rechtsextremer Parteien. Keine Bemühungen die russische Agitation in Deutschland zu beschränken. Ruptly kann die Propaganda ungehindert in Sichtweite des deutschen Parlament produzieren und dort Trolle zur Agitation in sozialen Netzwerken anwerben. Das gemeinschaftlich beschlossene europäische Projekt zu Gründung von Aufklärungs- und Gegeninformationsmedien ist bis auf eine 10-Personen-Firma, die nicht annähernd das Gleiche wie Stopfake leistet und ein bisschen Sponsoring vorhandener Medien in den östlichen EU-Staaten versickert.

Steinmeier findet kein einziges Wort der Kritik an seinem Freund und Exchef Schröder, wenn der sich für Putin in die aktuelle Politik einmischt. Als der mit Putin seinen Geburtstag feierte nicht und als dieser dubiose mafiaverdächtige Freunde von Putin einlud nicht. Natürlich auch nicht, als dieser sich in der Elefantenrunde zum Affen machte, um aus der Politik aussteigen und sein Millionenhonorar aus Russland genießen zu können. Er traf sich weiter mit ihm und Putin im Berliner Cafe des Artistes, das dem Sohn des Stasioffiziers Warnig gehört, der wiederum Vorsitzender von Nord Stream ist. Der Tochter des durch und durch mafiösen Gazpromkonzerns.

Entsprechend fordert er zwar europäischen Zusammenhalt, findet aber auch kein Wort der Kritik am Genossen Gabriel, der Nord Stream 2 in Moskau bei Putin persönlich voranzutreiben versucht. An europäischen Gremien vorbei. Verständlicherweise zur großen Verärgerung europäischer Staaten, die, wie auch Deutschland, in noch größere einseitige Energieabhängigkeit getrieben würden. Von Putin, der Europa bedroht und zu spalten versucht.

Vertritt Steinmeier vielleicht trotz alledem die Interessen der Bürger? In einer aktuellen repräsentativen N24-Emnid-Umfrage vermuten 62 Prozent der Deutschen, dass Wladimir Putin bei den Friedensbemühungen „eher ein Gegner“ ist. Nur 26 Prozent der Befragten meinen, Putin sei ein Verbündeter Europas und der USA im Bemühen um Frieden in Syrien.
http://www.presseportal.de/pm/13399/3249613

Die Frage muss erlaubt sein, spätestens, bevor wir in den dritten Weltkrieg schlittern:

Auf welcher Seite steht Steinmeier?

Und warum fragt sich das Frau Merkel nicht auch und zieht die Konsequenzen aus der sehr offensichtlichen Antwort?

Das Ende einer Verschwörungstheorie

 

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Schoigu und Kadyrow legen die Hand auf die USA (9/2014)

Nein, ich meine nicht 9/11, Illuminati, Chemtrails, Bilderberger oder die NWO. Das Ende einer Verschwörungstheorie kommt meist langsam. Wenn überhaupt. Durch zähe Aufklärung. Oder weil irgendwann irgendjemand plaudert. Fast immer, weil sie entkräftet wird und nicht bestätigt. Das gilt jedenfalls für die antiamerikanischen wie die von der Erschaffung des Aidsvirus und die antijüdischen wie zum Beispiel die Protokolle der Weisen von Zion. Heute weiß man, dass viele davon von der Sowjetunion, später Russland, in Umlauf gesetzt wurden. Die Protokolle der Weisen von Zion wurden erstmals 1903 in Russland veröffentlicht. Sie wurden vom KGB benutzt, um den Nahen Osten gegen Israel und die USA aufzuhetzen, sie waren aber auch Grundlage von Hitlers Rassentheorie.

Aber wie wäre es umgekehrt mit dieser: Putin, in dessen Land auffällig viele Journalisten und Oppositionelle versterben, bei deren Tod sich die Spur meist irgendwo im Reich eines „Herren“ Kadyrow verliert, suchte einen Weg, um Europa für seine Wünsche gefügig zu machen und um seinen Einfluss im Nahen Osten nicht schmälern zu lassen, den er durch den arabischen Frühling gefährdet sah. Er bat also Kadyrow, seinen Mann fürs Grobe, besonders für nasse Sachen, einigen frustrierten Herren aus Saddam Husseins Geheimdienst, die ohnehin schon eine KGB-Ausbildung genossen hatten, zu helfen, eine schlagkräftige Truppe im Nahen Osten aufzubauen. Nur er könne das, da er den richtigen Zugang zu Muslimen habe. Er solle ein paar eigene Leute mit in die Strukturen einbauen, damit er die Kontrolle über diese Truppe behalten kann. Aktivisten und Kämpfer würde Assad beisteuern. Er habe genug in Sednaya einsitzen, die sich im Irakkrieg gegen die USA bewehrt hätten. Kurz und gut, Kadyrow tut dies, Assad steuert seine Islamisten bei und so entsteht der Islamische Staat. Der Krieg gegen die Ukraine läuft nicht so wie erhofft, in Syrien ist Assad, der wichtigste Verbündete Putins neben dem Iran, in immer größerer Bedrängnis und Europa lässt sich auch nicht so einfach spalten wie erhofft. Was kann Putin tun? Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Assad entlasten und Europa spalten. Dazu bedarf es nur einiger Attentate in Europa. Vielleicht auch noch eines Bombenanschlags auf ein russisches Passagierflugzeug. Kein großes moralisches Problem, wenn man schon ein paar russische Wohnhäuser mit ihren Bewohnern in die Luft gejagt hat um einen Krieg anzufangen, der einen für die Präsidentschaft qualifiziert. So bekommt man seine Gegner dazu einem zu helfen, sprich die Europäer und sogar Obama dazu, einen bei der Stabilisierung Assads zu unterstützen, keiner wird sich daran stoßen, dass man Syrien zu einer russischen Bastion im Nahen Osten ausbaut und man kann so viele Flüchtlinge produzieren wie man braucht um Europa zum Kochen zu bringen, wenn man die Rechtsextremisten dort noch ordentlich anspitzt. Und genau das tat Putin.

Das ist natürlich alles erstunken und erlogen, eine ganz üble russophobe Verschwörungstheorie, oder?

Der FSB-Überläufer „Jevgeni“ in einem Interview des ukrainischen Fernsehens:

Andriy Tsaplienko, correspondent: „Is there any proof which suggests that the Russian special services were involved in the terrorist attacks on Paris, or at least they knew about them in advance?“

‚Yevgeniy‘: „Given the connections they have in Muslim communities based in Europe, they could not but know that the terrorist acts were being prepared. They knew but did not share…“

Tsaplienko: Is it complicity?“

‚Yevgeniy‘: „It is complicity in acts of terrorism. And the complicity could be direct or indirect. By analyzing their connections, one, of course, will be able to see the ties leading to Russia. Primarily Russia could benefit from this, and the Russian security services had all the possibilities to organize this“.

The Kremlin’s influence also includes terror group Islamic State, also known as Daesh, according to Yevgeniy. After the split of the Al-Qaeda terrorist organization, former officers of the Iraqi army and members of the Arab Socialist Ba’ath Party started creating the organisation. All of them graduated from Moscow-based educational institutions.

Tsaplienko: Can one claim that Russia, the Russian special services are involved in the creation of ISIS?

‚Yevgeniy‘: „Definitely, and I know that exactly, the Russian special services believed that if a terrorist organization was set up as an alternative to Al-Qaeda and it created problems for the United States as Donbas does for Ukraine now, it would be quite good,“

Zusammengefasst: Er kennt keinen Beweis, dass der FSB direkt an den Anschlägen in Paris beteiligt war, aber dieser hat gute Verbindungen bis in die muslimischen Gemeinschaften in Europa und muss es gewusst und zugelassen haben. Der Kreml beeinflusst den IS. Der Kreml habe ehemalige Geheimdienstoffiziere Saddams, die alle in Moskau ausgebildet waren, nach der Abspaltung von Al Kaida beim Aufbau des IS unterstützt. Der IS wurde als Alternative zu Al Kaida gegründet, um die USA unter Druck zu setzen.

(http://uatoday.tv/politics/ex-fsb-officer-to-tsn-tyzhden-russia-involved-in-london-paris-attacks-isis-548838.html)

Nun gut, das sagt ein angeblicher Überläufer im ukrainischen Fernsehen. Im Sender eines Landes, das sich gegen Russlands Krieg wehrt. Also nicht unbedingt objektiv. Wer könnte diese Aussagen bestätigen? Vielleicht Kadyrow?

Chechen spies loyal to the Kremlin have infiltrated Islamic State in Syria and are gathering intelligence the Russian air force uses to select bombing targets, the hardline leader of Chechnya told Russian state TV.

Ramzan Kadyrov, who as a close ally of President Vladimir Putin keeps tight control of a mostly Muslim region with a history of rebellion against Moscow, said Chechens had trained alongside Islamic State fighters at the start of the Syrian war.

„An extensive spy network has been set up inside Islamic State,“ Kadyrov’s office quoted him on Monday as telling Russia’s state-controlled Russia 1 channel.

He said Chechnya’s „best fighters“ had been sent to Syria to gather information about militants‘ structure and numbers.

„Thanks to their work as agents the Russian air force is successfully destroying terrorist bases in Syria.“

Anm.: Wer Terroristen nach russischer Lesart sind, weiß man inzwischen. Die FSA und alle Oppositionellen, die nicht dem IS angehören. Denn sie sind es, die von Russland bombardiert werden.

(http://europe.newsweek.com/isis-chechen-spies-putin-kadyrov-424090)

Zusammengefasst: Ein ausgedehntes Netzwerk tschetschenischer Spione, loyal zu Putin, hat den IS seit Beginn des Syrienkrieges infiltriert, um Informationen über Struktur und Zahl der „Militanten“ zu sammeln und die russische Luftwaffe über Stellungen der „Terroristen“ zu informieren. Eine Bestätigung dieser Aussagen liefern die Interviews die die Novaja Gazeta in Dagestan geführt hat: Der FSB hat die Kämpfer nach Syrien geschleust und verpflichtet für den FSB zu arbeiten. Seit 2011/2012.
http://www.thedailybeast.com/articles/2015/08/23/russia-s-playing-a-double-game-with-islamic-terror0.html?via=desktop&source=twitter

Das sind drei voneinander völlig unabhängige Quellen. Eine davon ist der zweite Mann von oben in der Hierarchie …

Nochmal ganz deutlich, damit es jeder versteht: ISIS wurde vom Kreml mit Hilfe von Kadyrow und beim KGB ausgebildeten irakischen Geheimdienstoffizieren kreiert und wird vom Kreml gesteuert. Er diente und dient dazu, den Westen zu stressen und ihn zu Russlands Komplizen zu machen. … Und genau das hat er erreicht. Der Westen hilft jetzt Putin, dem Schlächter Assad seine Macht zurückzugewinnen!

Weitere Quellen:

 

Mitautoren gesucht!

simplicisyphosHandy

An alle Gleichgesinnten und Ähnlichgesonnenen: Es ist sicher nicht einfach eine eigene Seite für Bürgerjournalismus von Null aus aufzubauen. Andererseits ist mir zum Beispiel Fisch und Fleisch zu unspezifisch. Ich finde, dass man eine gemeinsame Plattform für Europa, für Menschenrechte und Demokratie und gegen die putinschen Aggressionen inklusive der europäischen Rechtsausleger aufbauen sollte. Ich hoffe auf das, was man neudeutsch Synergieeffekt nennt. Und darauf, dass man gemeinsam ein Gewicht bekommt, das von anderen Medien und Politikern wahrgenommen wird und für Breitenwirkung unseres Engagements sorgt. Deshalb bitte ich alle, die in der Sache mehr als einen Facebooksatz und einen Link formulieren können und wollen, um Mitarbeit beim „Simplicisyphos“.

Zuviel Provokation?

FB-ZensurPogrom

Darf man das nicht denken und sich nicht vorstellen, dass Menschen in Deutschland statt mit einem Judenstern auf der Brust mit einem muslimischen Halbmond auf der Brust deportiert werden? Wenn ich mir die Hetze in den sozialen Medien ansehe, Angriffe auf Flüchtlinge und Politiker die sich für sie einsetzen, brennende Flüchtlingsheime und das von Russland angestachelte Nazigeschrei von NPD, AFD und Pegida von Dresden und Leipzig bis nach Berlin? Und eine Regierung, die indirekt fordert, dass Griechenland die Flüchtlinge ertrinken lassen soll!? Dann sind wir nicht mehr weit entfernt von der sogenannten Reichskristallnacht. Nein, wir sind ganz dicht davor! Das will ich mit diesem Bild vor Augen führen. Gerade weil es keiner hören will. Weil keiner es erträgt in den Spiegel der 1930er Jahre zu blicken. Es nicht wahr haben will: „Ich doch nicht!“ „Wir doch nicht!“

Erst saßen bei Facebook Idioten in IRRland, … jetzt sitzen bei Facebook offenbar noch größere Idioten in Deutschland! Bis vor kurzem zensierte Facebook mit einem deutschen Dummkopf als Beigeordnetem in Irland. Es konnten zwar keine nackten Brüste, dafür aber jeder Nazidreck unbeanstandet auf Facebook gepostet werden. SS-Runen, Hakenkreuze, Hitlergruß, Hitler- und Goebbelsbilder, Obama mit Strick um den Hals und als Zielscheibe, Galgen, Mordaufrufen und Mordfantasien gegen Politiker, Ausländer, Muslime und Flüchtlinge. Derartige Posts habe ich zigmal vergeblich gemeldet. Auf Druck deutscher Politiker, besonders des Innenministers, wurde die deutsche Facebook-Zensur jetzt an deutsche Firmen outgesourced. Die Deppen, die das jetzt meines Wissens in Berlin ausüben, halten offenbar eine Warnung vor drohenden Pogromen gegen Muslime in Deutschland für einen Aufruf dazu, selbst wenn im dazugehörigen Text die Intention eindeutig formuliert wird. Ich hatte zu diesem Bild geschrieben, dass ich mir bewusst bin, dass es problematisch ist, weil manche Muslime von einem zweiten Holocaust träumen und dass ich weiß, dass Juden daran Anstoß nehmen werden. Dass es mir aber trotzdem immer stimmiger erscheint, was die aktuelle Situation in Deutschland betrifft. Meiner Meinung nach lässt diese Aussage keinerlei Interpretationsspielraum, dass ich Pogrome oder Schlimmeres gegenüber Muslimen befürworte. Es soll nur eins. Genau davor warnen! Und ja, es soll bewusst provozieren. Das ist eine der Aufgaben von Kunst. Und ich sehe dieses Bild als Kunst.

Das Ergebnis: Nicht nur das Bild wurde entfernt, sondern ich wurde auch noch befristet gesperrt. Lieber Herr Zuckerberg, bitte suchen Sie sich ein paar Zensoren mit etwas mehr Grips. Sonst könnte man auf die Idee kommen, dass Sie nichts gegen Nazipropaganda haben, sondern nur etwas gegen die Warnungen vor Nazipropaganda. Oder dass Sie auch Putins Anspruch auf Deutungshoheit erlegen sind, zu definieren, was Faschisten sind. Nämlich alle die, die etwas gegen den Faschisten Putin haben.

Ich hoffe, dass ich richtig liege, wenn ich mir nicht vorstellen will, dass ein jüdischer Mitbürger durch das Melden dieses Bildes bei Facebook seine Auffassung von Meinungsfreiheit zum Ausdruck gebracht hat.