Das Ende einer Verschwörungstheorie

 

ShoiguKadyrow

Schoigu und Kadyrow legen die Hand auf die USA (9/2014)

Nein, ich meine nicht 9/11, Illuminati, Chemtrails, Bilderberger oder die NWO. Das Ende einer Verschwörungstheorie kommt meist langsam. Wenn überhaupt. Durch zähe Aufklärung. Oder weil irgendwann irgendjemand plaudert. Fast immer, weil sie entkräftet wird und nicht bestätigt. Das gilt jedenfalls für die antiamerikanischen wie die von der Erschaffung des Aidsvirus und die antijüdischen wie zum Beispiel die Protokolle der Weisen von Zion. Heute weiß man, dass viele davon von der Sowjetunion, später Russland, in Umlauf gesetzt wurden. Die Protokolle der Weisen von Zion wurden erstmals 1903 in Russland veröffentlicht. Sie wurden vom KGB benutzt, um den Nahen Osten gegen Israel und die USA aufzuhetzen, sie waren aber auch Grundlage von Hitlers Rassentheorie.

Aber wie wäre es umgekehrt mit dieser: Putin, in dessen Land auffällig viele Journalisten und Oppositionelle versterben, bei deren Tod sich die Spur meist irgendwo im Reich eines „Herren“ Kadyrow verliert, suchte einen Weg, um Europa für seine Wünsche gefügig zu machen und um seinen Einfluss im Nahen Osten nicht schmälern zu lassen, den er durch den arabischen Frühling gefährdet sah. Er bat also Kadyrow, seinen Mann fürs Grobe, besonders für nasse Sachen, einigen frustrierten Herren aus Saddam Husseins Geheimdienst, die ohnehin schon eine KGB-Ausbildung genossen hatten, zu helfen, eine schlagkräftige Truppe im Nahen Osten aufzubauen. Nur er könne das, da er den richtigen Zugang zu Muslimen habe. Er solle ein paar eigene Leute mit in die Strukturen einbauen, damit er die Kontrolle über diese Truppe behalten kann. Aktivisten und Kämpfer würde Assad beisteuern. Er habe genug in Sednaya einsitzen, die sich im Irakkrieg gegen die USA bewehrt hätten. Kurz und gut, Kadyrow tut dies, Assad steuert seine Islamisten bei und so entsteht der Islamische Staat. Der Krieg gegen die Ukraine läuft nicht so wie erhofft, in Syrien ist Assad, der wichtigste Verbündete Putins neben dem Iran, in immer größerer Bedrängnis und Europa lässt sich auch nicht so einfach spalten wie erhofft. Was kann Putin tun? Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Assad entlasten und Europa spalten. Dazu bedarf es nur einiger Attentate in Europa. Vielleicht auch noch eines Bombenanschlags auf ein russisches Passagierflugzeug. Kein großes moralisches Problem, wenn man schon ein paar russische Wohnhäuser mit ihren Bewohnern in die Luft gejagt hat um einen Krieg anzufangen, der einen für die Präsidentschaft qualifiziert. So bekommt man seine Gegner dazu einem zu helfen, sprich die Europäer und sogar Obama dazu, einen bei der Stabilisierung Assads zu unterstützen, keiner wird sich daran stoßen, dass man Syrien zu einer russischen Bastion im Nahen Osten ausbaut und man kann so viele Flüchtlinge produzieren wie man braucht um Europa zum Kochen zu bringen, wenn man die Rechtsextremisten dort noch ordentlich anspitzt. Und genau das tat Putin.

Das ist natürlich alles erstunken und erlogen, eine ganz üble russophobe Verschwörungstheorie, oder?

Der FSB-Überläufer „Jevgeni“ in einem Interview des ukrainischen Fernsehens:

Andriy Tsaplienko, correspondent: „Is there any proof which suggests that the Russian special services were involved in the terrorist attacks on Paris, or at least they knew about them in advance?“

‚Yevgeniy‘: „Given the connections they have in Muslim communities based in Europe, they could not but know that the terrorist acts were being prepared. They knew but did not share…“

Tsaplienko: Is it complicity?“

‚Yevgeniy‘: „It is complicity in acts of terrorism. And the complicity could be direct or indirect. By analyzing their connections, one, of course, will be able to see the ties leading to Russia. Primarily Russia could benefit from this, and the Russian security services had all the possibilities to organize this“.

The Kremlin’s influence also includes terror group Islamic State, also known as Daesh, according to Yevgeniy. After the split of the Al-Qaeda terrorist organization, former officers of the Iraqi army and members of the Arab Socialist Ba’ath Party started creating the organisation. All of them graduated from Moscow-based educational institutions.

Tsaplienko: Can one claim that Russia, the Russian special services are involved in the creation of ISIS?

‚Yevgeniy‘: „Definitely, and I know that exactly, the Russian special services believed that if a terrorist organization was set up as an alternative to Al-Qaeda and it created problems for the United States as Donbas does for Ukraine now, it would be quite good,“

Zusammengefasst: Er kennt keinen Beweis, dass der FSB direkt an den Anschlägen in Paris beteiligt war, aber dieser hat gute Verbindungen bis in die muslimischen Gemeinschaften in Europa und muss es gewusst und zugelassen haben. Der Kreml beeinflusst den IS. Der Kreml habe ehemalige Geheimdienstoffiziere Saddams, die alle in Moskau ausgebildet waren, nach der Abspaltung von Al Kaida beim Aufbau des IS unterstützt. Der IS wurde als Alternative zu Al Kaida gegründet, um die USA unter Druck zu setzen.

(http://uatoday.tv/politics/ex-fsb-officer-to-tsn-tyzhden-russia-involved-in-london-paris-attacks-isis-548838.html)

Nun gut, das sagt ein angeblicher Überläufer im ukrainischen Fernsehen. Im Sender eines Landes, das sich gegen Russlands Krieg wehrt. Also nicht unbedingt objektiv. Wer könnte diese Aussagen bestätigen? Vielleicht Kadyrow?

Chechen spies loyal to the Kremlin have infiltrated Islamic State in Syria and are gathering intelligence the Russian air force uses to select bombing targets, the hardline leader of Chechnya told Russian state TV.

Ramzan Kadyrov, who as a close ally of President Vladimir Putin keeps tight control of a mostly Muslim region with a history of rebellion against Moscow, said Chechens had trained alongside Islamic State fighters at the start of the Syrian war.

„An extensive spy network has been set up inside Islamic State,“ Kadyrov’s office quoted him on Monday as telling Russia’s state-controlled Russia 1 channel.

He said Chechnya’s „best fighters“ had been sent to Syria to gather information about militants‘ structure and numbers.

„Thanks to their work as agents the Russian air force is successfully destroying terrorist bases in Syria.“

Anm.: Wer Terroristen nach russischer Lesart sind, weiß man inzwischen. Die FSA und alle Oppositionellen, die nicht dem IS angehören. Denn sie sind es, die von Russland bombardiert werden.

(http://europe.newsweek.com/isis-chechen-spies-putin-kadyrov-424090)

Zusammengefasst: Ein ausgedehntes Netzwerk tschetschenischer Spione, loyal zu Putin, hat den IS seit Beginn des Syrienkrieges infiltriert, um Informationen über Struktur und Zahl der „Militanten“ zu sammeln und die russische Luftwaffe über Stellungen der „Terroristen“ zu informieren. Eine Bestätigung dieser Aussagen liefern die Interviews die die Novaja Gazeta in Dagestan geführt hat: Der FSB hat die Kämpfer nach Syrien geschleust und verpflichtet für den FSB zu arbeiten. Seit 2011/2012.
http://www.thedailybeast.com/articles/2015/08/23/russia-s-playing-a-double-game-with-islamic-terror0.html?via=desktop&source=twitter

Das sind drei voneinander völlig unabhängige Quellen. Eine davon ist der zweite Mann von oben in der Hierarchie …

Nochmal ganz deutlich, damit es jeder versteht: ISIS wurde vom Kreml mit Hilfe von Kadyrow und beim KGB ausgebildeten irakischen Geheimdienstoffizieren kreiert und wird vom Kreml gesteuert. Er diente und dient dazu, den Westen zu stressen und ihn zu Russlands Komplizen zu machen. … Und genau das hat er erreicht. Der Westen hilft jetzt Putin, dem Schlächter Assad seine Macht zurückzugewinnen!

Weitere Quellen:

 

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Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht Dasselbe.

differentTerror

Idiooooten … ist nix verboooten! ….

Die

Die „Volksrepublik Donetzk“ träumt davon, dass Putin ihr endlich eine eigene novorussische Luftwaffe spendiert.

Doch,es wird Zeit, dass ihnen einiges verboten wird. Zumindest hier in Deutschland. Deshalb diese Forderung:

Lieber Herr Steinmeier!

NOCH haben Sie die Möglichkeit einem neuen Faschismus auf deutschem Boden einen Riegel vorzuschieben. „Noch“ heißt auch, solange Russland sich nicht zu seinen Truppen, Söldnern und überwiegend in die Ukraine importierten Separatisten bekennt. Bitte erklären Sie die Separatisten und Noworussisten mitsamt der noworussischen Flagge, entsprechender Gebietsansprüche und entsprechender positiver Erklärungen zu dem was sie sind, einer „terroristischen Vereinigung“. Putin wird Gift und Galle spucken, keine Frage. Aber es gibt im Moment nichts, wodurch er sich nicht provoziert fühlt, außer dass man ihn ungestört tun lässt, was er tun möchte. Auch wenn das Völkermord ist. Dieser Schritt würde es international ermöglichen, Putin weiter zu isolieren und er müsste sich zu seinen Verbrechen bekennen, wenn er in der Ukraine seine Aggression fortführen will. Aber auch und vor allem im nationalen deutschen Interesse wäre es ein wichtiger Schritt.

Der Besuch der Nachtwölfe und die begleitenden Veranstaltungen haben gezeigt, dass es unter den gegebenen Umständen kein Problem darstellt, dass paramilitärische Einheiten Russlands (Und nichts anderes sind die Nachtwölfe hinter ihrer belächelten provokanten Fassade.) bei uns auf Sympatiewerbung gehen. Sympathie für eine von Russland in der Ukraine geschaffene militante Gruppierung, deren Funktionäre vielfach Mitglieder russischer Nazigruppen waren und sind, die Obama und andere rassistisch beschimpfen, und die einen russischen Faschismus, der sich aus einer kruden Mischung von Bolschewismus, Nazismus und Zarentum legiert, in der Ukraine zu realisieren versucht. Soweit sie es nicht schon geschafft haben. Diese novorussische Gruppierung hat nicht nur Gebäude besetzt und Waffen geraubt, sondern sie hat OSZE-Mitarbeiter als Geiseln genommen und Andersdenkende entführt, gefoltert und ermordet. Sie haben Menschen auf Knien durch eine sie beleidigende, spuckende und prügelnde Menschenmasse getrieben. Sie haben Menschen an Laternenpfähle gefesselt und Passanten verprügelt, die sich geweigert haben diese zu verprügeln oder zu bespucken. Sie haben Kriegsgefangene ermordet und Granaten und Raketen vorsätzlich aus ukrainischer Richtung auf Zivilisten verschossen, um die Menschen gegen die ukrainische Armee aufzuhetzen. Und sie haben last but not least ein ziviles Flugzeug über der Ukraine abgeschossen.

All das sind Terrorakte! Die Nachtwölfe und ihre Sympathisanten werben also unzweideutig für Faschismus und eine terroristische Vereinigung. Das darf nicht passieren! Es darf keine Werbung für faschistische Gruppierungen auf deutschen Boden mehr geben. Egal, ob sie sich NSU oder Volksrepublik Donetzk nennen. Machen Sie, gemeinsam mit dem Innenministerium, diesem Spuk ein Ende! Bevor diese Ideologie in Deutschland Fuß fasst und aus den vielen medial von Russland Manipulierten ein handlungsbereites russisches Fussvolk wird, das bereitsteht für Aktionen bei einem Einmarsch in Natostaaten. Nie wieder Faschismus auf deutschen Boden! Das sind wir denen schuldig, derer wir an der Küste der Normandie, in Oradur sur Glane, in Auschwitz und in Stalingrad gedenken.

http://www.spiegel.tv/filme/nachtwoelfe-mc-rocker-berlin/

https://www.facebook.com/groups/no.put/permalink/756616841123824/?hc_location=ufi

Dies ist Volksverhetzung im Stile Goebbels und des Stürmers, falls man in Deutschland noch weiß was das ist:

STOP!

jesuisall

Ich habe selbst mit als einer der Ersten aufgeschrien. Auch weil es meinen Berufsstand getroffen hat. Aber es reicht! Bei aller Betroffenheit und allem Mitleid mit den Hinterbliebenen. Es wurden 12 Menschen ermordet, weil einige von ihnen sich über Islamisten lustig gemacht haben. Das ist schlimm und es ist ein Angriff auf Meinungs- und Pressefreiheit. Die Reaktion der Medien, der Politik und vieler Bürger übersteigt allerdings fast die Reaktionen auf 9/11. Zynisch könnte man von einem Hype sprechen. Sie erwecken den Eindruck, als wenn die Pressefreiheit gleich vollständig mit ermordet wurde. Ist es aber nicht so, dass durch den Terror des von Putin unterstützten Assad und der von Putin in die Ukraine geschickten Söldner täglich viel mehr Menschen sterben? Ist es nicht so, dass die Pressefreiheit in Europa schon um ein viel größeres Stück als durch diesen Anschlag gestorben ist, seit die europäischen Medien in eigener ideologischer Verblendung oder unter dem Druck von Russland gesteuerter Trollen willig und fast widerspruchslos Putins Lügen verbreiten, dass Russland ein Anrecht auf die Krim habe, dass es dort und im Donbas ein rechtmäßiges Referendum gegeben habe, dass die Annexion völkerrechtskonform gewesen sei, dass die Bürger in der Ostukraine mehrheitlich eine Zugehörigkeit zu Russland gewünscht hätten, dass der Westen versprochen habe, die Nato nicht nach Osten zu erweitern, dass es keine russischen Truppen und Waffen in der Ukraine gäbe, dass MH-17 von der Ukraine abgeschossen worden sei, usw. usw. usw. Putin missbraucht die europäische Pressefreiheit zu tode. Und die Medien lassen es mit sich geschehen. Als Marie Colvin und ihre Kollegen in Syrien ermordet wurden, hat da die Dortmunder Union Brauerei an ihrer Fassade stehen gehabt: „We are Marie“? Als die Krim besetzt wurde, hat da Schalke 04 getwittert: „We are Crimeans“? Was ist schlimmer? Einige Journalisten zu töten, oder den Teil eines Landes zu annektieren, alle Zeitungen zu schließen und die Journalisten ins Gefängnis zu werfen? Bis heute ist es praktisch keinem deutschen Medium über die Lippen gekommen, dass Russland Krieg gegen die Ukraine führt. Was dort passiert, ist offenbar nicht so spektakulär wie das Blutbad in einem Redaktionsbüro vor den Augen der Weltöffentlichkeit. Bei Syrien und der Ukraine schaut sie geflissentlich weg. Wo sind dort die schwarzen Titelseiten und Schleifen? Wo sind dort die Schilder „JE SUIS SYRIENS“ und „JE SUIS UKAINIEN“?! Ich sehe sie nicht. Ich sehe nur scheinheilige Tränen und Selbstbetrug. Und klammheimliche Freude über die Möglichkeit, noch mehr Menschen mit antiislamischen Parolen auf die Straße zu locken. Putin lacht sich ins Fäustchen!

Putin, der Soziopath

Putin wird oft als ungezogener Junge dargestellt und in der Tat verhält er sich auch genau so. Appelle an die Vernunft und gutes Zureden helfen nicht. Für ihn zählen nur Frechheit, Arroganz und körperliche (sprich militärische) Überlegenheit. Jeder Appell an ein soziales Verhalten läuft ins Leere. Die Anekdote von Joe Bidden, der ihm ins Gesicht sagte, dass er in seinen Augen sähe, dass er keine Seele habe und zur Antwort bekam: „wir verstehen uns“, spricht Bände. Ich bin überzeugt, dass man die Außenpolitik gegenüber Russland entsprechend dem sozialtherapeutischen Umgang mit einem Problemfall betrachten und handhaben muss. Nicht aus Chauvinismus gegenüber dem russischen Volk, sondern als einzig adäquater Umgang mit einem Politiker, der zur Zeit dieses Volk vertritt. Man muss Putin behandeln, wie einen pubertären, sozial nicht integrierbaren Jugendlichen. Er benimmt sich wie ein testosteronübersteuerter Halbstarker, der seinem vermeintlichen Gegner pausenlos vor das Schienenbein tritt und dabei brüllt: „Er will mich schlagen, er will mich schlagen!“ In Interviews zeigen unverhohlenes Grinsen und die gesamte Körpersprache unmissverständlich an, dass er ohne jeden Skrupel lügt. Man hat sogar den Eindruck, dass er sichergehen möchte, dass seinem Gegenüber klar wird, dass er lügt, damit er für die Macht bewundert wird, dies ungestraft tun zu können. Wie sieht die Therapie für einen solchen Jugendlichen aus? Man zeigt ihm, dass er die Gemeinschaft braucht, dass er auf sie angewiesen ist. Dass er nicht nur nehmen kann, sondern auch geben muss, wenn er nicht völlig isoliert und hilflos da stehen will. So gesehen, sind die Sanktionen ein richtiger Schritt. Das Problem ist, er hat seine Gang, die ihn bewundert. Sie folgt ihm bedingungslos, sie tut was er will, in ihr fühlt er sich stark. Was muss man tun? Man muss ihm seine Gang wegnehmen. Wie kann man das auf der Ebene internationaler Politik umsetzen? Divide et impera. Man muss seine Gang und ihn auseinander bringen. Diese kaufen oder Zwist zwischen ihnen sähen. Ihn zum Beispiel in dieser Gruppe unmöglich machen. Am besten beides gleichzeitig. So gesehen sind die ökonomischen Sanktionen gegen seine Amigos sicher kontraproduktiv. Es wäre vermutlich zielführender, genau umgekehrt diese für eine Zusammenarbeit mit Europa zu gewinnen und indirekt auch dafür zu belohnen und statt ihrer lieber Putin zu bestrafen. Was macht man noch mit einem solchen Jugendlichen? Man zeigt ihm Grenzen seiner Allmachtsfantasien auf. Man zeigt ihm, dass er nicht nur die Gesellschaft braucht, sondern auch, dass es ein Bis-hierher-und-nicht-weiter in dieser Gesellschaft gibt. Und das geht nicht ohne die Androhung von glaubwürdiger und potenter Gegengewalt. Jede Schwäche die man ihm zeigt, ermutigt und ermuntert ihn, weiter zu gehen. Wenn sich die Gesellschaft aus Naivität der Möglichkeit entledigt hat ihm entgegenzutreten zu können, ist es nicht die Schuld dieses Problemfalls, sondern derer, die so naiv waren zu glauben, dass so ein Problem nie wieder auftauchen würde. Jemand, eine Gesellschaft, oder eine Welt, die nicht in der Lage ist, sich zu verteidigen, wird immer potentielles Opfer sein, denn es wird immer potentielle Täter geben. Also, so bitter es ist, aufrüsten! Und zwar schnell!Ansonsten lässt sich die Gesellschaft, sprich diese Welt, von einem einzelnen terrorisieren. Den Hinweis auf die geschichtliche Parallele kann man sich hier wohl schenken.

Ehrlich gesagt glaube ich allerdings nicht, dass Putin therapierbar ist. Mir fällt kein Autokrat ein, der so weit wie Putin gegangen ist und dann zu einem Weg der Vernunft zurückgefunden hätte. Sie sind alle auf einem Weg ohne Wiederkehr. Der Bibelspruch „Wer zum Schwert greift, soll auch durch das Schwert umkommen“ verliert seine Gültigkeit nicht. Auf Leute wie ihn warten Den Haag, die Kugel oder Bombe eines Stauffenberg oder das Schicksal Gaddafis. Ob man sich das wünschen sollte? Es klingt hart, aber ich fürchte, er muss Russland erst noch etwas tiefer in die Scheiße reiten, damit das Volk nicht gleich den nächsten Tyrannen feiert, der ihm ein neues russisches Zarenreich verspricht.

Mehr:
https://criticusnixalsverdruss.wordpress.com/2014/11/08/wer-ist-putin/

Verarschen kann ich mich alleine!

Putin will nur die Ukraine destabilisieren oder Novorussia abspalten? Ich halte es für gefährlich naiv anzunehmen, dass Putin keine Interessen über die Ukraine hinaus hat.

Putin hat vor kurzem wichtige Leute aus seinem Umfeld, vor allem Militärs entlassen, die seine Politik nicht mittragen. Er verletzt den Luftraum Estlands,  der Niederlande,  Finnlands,  Schwedens und der USA, er lässt einen führenden estnischen Geheimdienstler entführen und nach Moskau verschleppen, um ihn wegen Spionage anzuklagen.

„Grüne Männchen“ rekrutieren in Moldawien.  Er lässt Litauer anklagen, die vor über 2 Jahrzehnten nicht in die Sowjetarmee wollten.  In einer russischen Zeitung erscheint ein Artikel, dass Finnen angeblich an Russland angeschlossen werden möchten. Eine arktische Marinebasis wird reaktiviert. Weitere werden neu gebaut.  Er provoziert mit russischen U-Booten.  Er lässt zur Zeit das binnen kurzer Zeit dritte umfangreiche Atommanöver abhalten. Vorausgegangen waren welche im März und im Oktober 2013. Im Juli davor fand mit 160.000 Soldaten das größte Manöver seit Ende der Sowjetunion statt.  Die Moskauer Metro wurde vor wenigen Wochen überprüft, ob sie noch als Atombunker taugt. Parallel laufen zur Zeit Landungsmanövern bei Kaliningrad. Ein riesiges Manöver an der ukrainischen Grenze ging bekanntlich in die schleichende Invasion der Ukraine über. Seine Generäle erarbeiten und testen aktuell eine atomare Erstschlagsdoktrin. Seine Aufrüstung läuft auf Hochtouren. Seine atomaren Drohungen sind nicht zu überhören.  Er flutet Europa und besonders das Baltikum per Fernsehen, Rundfunk und Internet mit Propaganda.  Jeweils in Landessprache. In Riga versuchten Prorussen vor wenigen Tagen einen Infostand zu errichten. Amerikanische Flugzeuge werden bedrängt, Obama wird beleidigt und mit Propaganda verhöhnt. Zum Geburtstag wird ihm mit einer Laserprojektion an die US-Botschaft in Moskau gratuliert, in der er eine Banane in den Mund geschoben bekommt.  Putin provoziert wo er kann. Der Mörder Litwinenkos bekommt eine Fernsehshow in Russland. All das nur, um ohne Widerstand des Westens die Ukraine destabilisieren zu können, oder ein Novorussia in der Ukraine zu errichten? Sicher nicht! Das wäre eindeutig ein bisschen zuviel Aufwand. Und Putin im Zweifel nur das Beste zu unterstellen, läuft allem entgegen, was wir in den letzten zwei Jahren (auch in Syrien!) mit ihm erlebt haben. Im Gegenteil, er hat bewiesen, dass man nur das Schlechteste von ihm erwarten darf!

In meinen Augen hat in einer Reihe westeuropäischer Staaten Putins Krieg gegen Europa schon längst begonnen. Putins Methode ist Destabilisierung von innen heraus mittels Propaganda, Unruhen, Terror. Genau so, wie wir es in der Ostukraine gesehen haben. Und den Beginn dieser Destabilisierung erleben wir schon jetzt in Moldawien, im Baltikum, in Skandinavien und in Deutschland. Die, die jetzt mittels Montagsdemos, Blogs und Medientrollen gehirngewaschen werden, sind ein fester Posten in Putins Plänen für eine Destabilisierung nach dem ostukrainischen Modell. Und er hat seine Propagandisten nicht nur in den sozialen Netzwerken untergebracht oder gekauft, sondern genauso in Medien, Wirtschaft und Politik. Nur ein paar Beispiele:

Der Bruder des französischen Stabschefs ist Le-Pen-Unterstützer und eng geschäftlich mit Russland verquickt. Marie Le Pen, deren Vater vor kurzem eine „Ofenladung“ mit jüdischen Künstlern „fertigmachen“ wollte, unterhält übrigens engste Kontakte zu Russlands Vizepremier Rogozin.

Auch sonst ist Putin in Frankreich natürlich nicht untätig: http://20committee.com/2014/09/09/putins-secret-friends-in-paris/

Viele Propagandafäden laufen bei dem russischen „Institut für Demokratisierung und Globalisation“ mit Sitzen in New York und Paris oder beim in Kanada ansässigen „Center for Global Research“ zusammen. Ersteres finanziert beispielsweise auch Veranstaltungen des Querfrontlers Jürgen Elsässer. Letzteres ist personell eng mit Alexander Dugin verknüpft.

Das Handelsblatt übernimmt die Kremlwerbung, die die Süddeutsche abgelehnt hat fortzuführen.

Gerhard Schröders dreiviertel Millionen aus seinem Aufsichtsratposten bie der Gazpromtochter Northstream braucht wohl nicht mehr erwähnt zu werden, vielleicht aber, dass unser derzeitiger besonders deeskalationsfreudige Außenminister Steinmeier Intimus und Kanzleramtschef von Schröder war. Seit sich Putin Schröder kaufte, ist die gesamte deutsche Außenpolitik auffällig russlandfreundlich. Steinmeier setzte das Pipeline-Projekt gegen alle dringenden Warnungen vor der Abhängigkeit von Russland aus Polen und dem Baltikum durch. Sikorski nannte Deutschland schon 2011 das Trojanische Pferd Russlands.  Aber auch Westerwelle stand bei der UN-Abstimmung über einen militärischen Einsatz gegen Gaddafi fest an der Seite Russlands. Fast wäre aus seiner Enthaltung sogar ein Nein geworden.

Dass die Trolle in den Internetforen von Russland gesteuert werden, ist bekannt. Einige der Fäden laufen hier zusammen: http://www.huffingtonpost.de/boris-reitschuster/geleakte-briefwechsel-enttarnen-offenbar-meinungsmanipulationen-in-den-westlichen-medien–direkt-aus-dem-russischen-parlament_b_5647601.html?ncid=edlinkushpmg00000008

Für das Front-End sind Leute wie Herr Hörstel zuständig: https://www.facebook.com/Infoseite.zu.Christoph.Hoerstel/photos/a.443332172376058.95320.186257908083487/774147859294486/?type=1

Auch im Börsenbereich ist der Kreml lautstark vertreten:

Alles auf die deutsche Zielgruppe zugeschnitten! Bei Youtube:

Für deutschsprachige Nationalisten:

Für deutschprachige Friedensbewegte:

Und auch der musikalische Sektor wird abgedeckt:

Beschäftigt man sich ein wenig mit den unterschwelligen werbepsychologisch eingesetzten Botschaften dieser Videos, z.B. wie oft bestimmte Worte wie „Kriegshetzer“ verwendet wurden, oder wie die Farben der russischen Flagge sogar künstlich über die Farben des Autos im Musikvideo gelegt wurden, ist klar, dass bei diesen Machwerken Propagandaprofis am Werk waren. Auch der lippensynchrone Schnitt von Tagesschausprecher und Wochenschauton zeigt nicht nur Professionalität an, sondern ebenso das Vorhandensein eines umfangreichen Archivs.

All das sind nur ein paar Beispiele aus einer Flut von Beeinflussung. Exakt so, wie schon 2013 von der russischen Führung geplant: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/putin-hat-invasion-der-ukraine-seit-2013-geplant-13139313.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Und wie reagiert der Westen? Genau wie hier prognostiziert: http://baltische-rundschau.eu/2014/06/der-tag-an-dem-estland-fiel-wie-wuerde-der-westen-in-der-realitaet-reagieren-wenn-putin-2015-estland-zu-annektieren-versucht/

Gute Nacht Europa, schlaf gut!

 

Zeit und Spiegel suggerieren mit ihren Überschriften, dass der Westen und die Ukraine der Aggressor sei:

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Und noch ein echter Augstein:

z7Wer nicht die Wahrheit des Kremls liefert, wird diffamiert und kriminalisiert. Gegen „Mörder“ der Wahrheit ist es dann nur noch ein kleiner Schritt zur Gewalt.

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