Das Ende einer Verschwörungstheorie

 

ShoiguKadyrow

Schoigu und Kadyrow legen die Hand auf die USA (9/2014)

Nein, ich meine nicht 9/11, Illuminati, Chemtrails, Bilderberger oder die NWO. Das Ende einer Verschwörungstheorie kommt meist langsam. Wenn überhaupt. Durch zähe Aufklärung. Oder weil irgendwann irgendjemand plaudert. Fast immer, weil sie entkräftet wird und nicht bestätigt. Das gilt jedenfalls für die antiamerikanischen wie die von der Erschaffung des Aidsvirus und die antijüdischen wie zum Beispiel die Protokolle der Weisen von Zion. Heute weiß man, dass viele davon von der Sowjetunion, später Russland, in Umlauf gesetzt wurden. Die Protokolle der Weisen von Zion wurden erstmals 1903 in Russland veröffentlicht. Sie wurden vom KGB benutzt, um den Nahen Osten gegen Israel und die USA aufzuhetzen, sie waren aber auch Grundlage von Hitlers Rassentheorie.

Aber wie wäre es umgekehrt mit dieser: Putin, in dessen Land auffällig viele Journalisten und Oppositionelle versterben, bei deren Tod sich die Spur meist irgendwo im Reich eines „Herren“ Kadyrow verliert, suchte einen Weg, um Europa für seine Wünsche gefügig zu machen und um seinen Einfluss im Nahen Osten nicht schmälern zu lassen, den er durch den arabischen Frühling gefährdet sah. Er bat also Kadyrow, seinen Mann fürs Grobe, besonders für nasse Sachen, einigen frustrierten Herren aus Saddam Husseins Geheimdienst, die ohnehin schon eine KGB-Ausbildung genossen hatten, zu helfen, eine schlagkräftige Truppe im Nahen Osten aufzubauen. Nur er könne das, da er den richtigen Zugang zu Muslimen habe. Er solle ein paar eigene Leute mit in die Strukturen einbauen, damit er die Kontrolle über diese Truppe behalten kann. Aktivisten und Kämpfer würde Assad beisteuern. Er habe genug in Sednaya einsitzen, die sich im Irakkrieg gegen die USA bewehrt hätten. Kurz und gut, Kadyrow tut dies, Assad steuert seine Islamisten bei und so entsteht der Islamische Staat. Der Krieg gegen die Ukraine läuft nicht so wie erhofft, in Syrien ist Assad, der wichtigste Verbündete Putins neben dem Iran, in immer größerer Bedrängnis und Europa lässt sich auch nicht so einfach spalten wie erhofft. Was kann Putin tun? Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Assad entlasten und Europa spalten. Dazu bedarf es nur einiger Attentate in Europa. Vielleicht auch noch eines Bombenanschlags auf ein russisches Passagierflugzeug. Kein großes moralisches Problem, wenn man schon ein paar russische Wohnhäuser mit ihren Bewohnern in die Luft gejagt hat um einen Krieg anzufangen, der einen für die Präsidentschaft qualifiziert. So bekommt man seine Gegner dazu einem zu helfen, sprich die Europäer und sogar Obama dazu, einen bei der Stabilisierung Assads zu unterstützen, keiner wird sich daran stoßen, dass man Syrien zu einer russischen Bastion im Nahen Osten ausbaut und man kann so viele Flüchtlinge produzieren wie man braucht um Europa zum Kochen zu bringen, wenn man die Rechtsextremisten dort noch ordentlich anspitzt. Und genau das tat Putin.

Das ist natürlich alles erstunken und erlogen, eine ganz üble russophobe Verschwörungstheorie, oder?

Der FSB-Überläufer „Jevgeni“ in einem Interview des ukrainischen Fernsehens:

Andriy Tsaplienko, correspondent: „Is there any proof which suggests that the Russian special services were involved in the terrorist attacks on Paris, or at least they knew about them in advance?“

‚Yevgeniy‘: „Given the connections they have in Muslim communities based in Europe, they could not but know that the terrorist acts were being prepared. They knew but did not share…“

Tsaplienko: Is it complicity?“

‚Yevgeniy‘: „It is complicity in acts of terrorism. And the complicity could be direct or indirect. By analyzing their connections, one, of course, will be able to see the ties leading to Russia. Primarily Russia could benefit from this, and the Russian security services had all the possibilities to organize this“.

The Kremlin’s influence also includes terror group Islamic State, also known as Daesh, according to Yevgeniy. After the split of the Al-Qaeda terrorist organization, former officers of the Iraqi army and members of the Arab Socialist Ba’ath Party started creating the organisation. All of them graduated from Moscow-based educational institutions.

Tsaplienko: Can one claim that Russia, the Russian special services are involved in the creation of ISIS?

‚Yevgeniy‘: „Definitely, and I know that exactly, the Russian special services believed that if a terrorist organization was set up as an alternative to Al-Qaeda and it created problems for the United States as Donbas does for Ukraine now, it would be quite good,“

Zusammengefasst: Er kennt keinen Beweis, dass der FSB direkt an den Anschlägen in Paris beteiligt war, aber dieser hat gute Verbindungen bis in die muslimischen Gemeinschaften in Europa und muss es gewusst und zugelassen haben. Der Kreml beeinflusst den IS. Der Kreml habe ehemalige Geheimdienstoffiziere Saddams, die alle in Moskau ausgebildet waren, nach der Abspaltung von Al Kaida beim Aufbau des IS unterstützt. Der IS wurde als Alternative zu Al Kaida gegründet, um die USA unter Druck zu setzen.

(http://uatoday.tv/politics/ex-fsb-officer-to-tsn-tyzhden-russia-involved-in-london-paris-attacks-isis-548838.html)

Nun gut, das sagt ein angeblicher Überläufer im ukrainischen Fernsehen. Im Sender eines Landes, das sich gegen Russlands Krieg wehrt. Also nicht unbedingt objektiv. Wer könnte diese Aussagen bestätigen? Vielleicht Kadyrow?

Chechen spies loyal to the Kremlin have infiltrated Islamic State in Syria and are gathering intelligence the Russian air force uses to select bombing targets, the hardline leader of Chechnya told Russian state TV.

Ramzan Kadyrov, who as a close ally of President Vladimir Putin keeps tight control of a mostly Muslim region with a history of rebellion against Moscow, said Chechens had trained alongside Islamic State fighters at the start of the Syrian war.

„An extensive spy network has been set up inside Islamic State,“ Kadyrov’s office quoted him on Monday as telling Russia’s state-controlled Russia 1 channel.

He said Chechnya’s „best fighters“ had been sent to Syria to gather information about militants‘ structure and numbers.

„Thanks to their work as agents the Russian air force is successfully destroying terrorist bases in Syria.“

Anm.: Wer Terroristen nach russischer Lesart sind, weiß man inzwischen. Die FSA und alle Oppositionellen, die nicht dem IS angehören. Denn sie sind es, die von Russland bombardiert werden.

(http://europe.newsweek.com/isis-chechen-spies-putin-kadyrov-424090)

Zusammengefasst: Ein ausgedehntes Netzwerk tschetschenischer Spione, loyal zu Putin, hat den IS seit Beginn des Syrienkrieges infiltriert, um Informationen über Struktur und Zahl der „Militanten“ zu sammeln und die russische Luftwaffe über Stellungen der „Terroristen“ zu informieren. Eine Bestätigung dieser Aussagen liefern die Interviews die die Novaja Gazeta in Dagestan geführt hat: Der FSB hat die Kämpfer nach Syrien geschleust und verpflichtet für den FSB zu arbeiten. Seit 2011/2012.
http://www.thedailybeast.com/articles/2015/08/23/russia-s-playing-a-double-game-with-islamic-terror0.html?via=desktop&source=twitter

Das sind drei voneinander völlig unabhängige Quellen. Eine davon ist der zweite Mann von oben in der Hierarchie …

Nochmal ganz deutlich, damit es jeder versteht: ISIS wurde vom Kreml mit Hilfe von Kadyrow und beim KGB ausgebildeten irakischen Geheimdienstoffizieren kreiert und wird vom Kreml gesteuert. Er diente und dient dazu, den Westen zu stressen und ihn zu Russlands Komplizen zu machen. … Und genau das hat er erreicht. Der Westen hilft jetzt Putin, dem Schlächter Assad seine Macht zurückzugewinnen!

Weitere Quellen:

 

Querbeet …

 

… einfach ein paar interessante Meldungen von heute:

Während sich der Ölpreis nicht nennenswert von seinem bis gestern stark gefallenen Niveau erholt hat, musste man heute kurzfristig erstmals mehr als 40 Rubel für einen Dollar hinblättern.

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Wie Putin so die durch die Sanktionen bedrohten Firmen retten will, die Krim subventionieren, Flüchtlinge unterbringen, eine Kertsch-Brücke bauen, den Krieg in der Ukraine fortsetzen und die Rüstungsausgaben um 50% steigern will, zum Beispiel 80 neue Kriegsschiffe bauen, ist wohl nicht nur mir schleierhaft. Und dann will er noch Europa den Ölhahn zudrehen? Wohl bekomm’s!

oscecar

https://translate.google.de/translate?sl=auto&tl=en&js=y&prev=_t&hl=de&ie=UTF-8&u=http%3A%2F%2Finforesist.org%2Frossijskij-oficer-v-soledare-nesankcionirovanno-polzovalsya-atributami-obse%2F&edit-text=

Ein russischer Offizier benutzt ohne Berechtigung Abzeichen und ID-Card der OSCE: http://www.osce.org/ukraine-smm/125107

Waffenstillstand nach russischer Art

Wie fast jeden Tag seit Beginn des Waffenstillstands wurde auch heute wieder der Flughafen von Donetzk angegriffen. Zeitweise sollen die russischen Truppen in den ersten Stock des Flughafengebäudes vorgedrungen, aber durch eine Gegenoffensive wieder vertrieben worden sein. Ein russischer Nachrichtensender sieht offenbar kein Problem darin, trotz Waffenstillstands embedded und in voller Uniform darüber zu berichten.

Die Ereignisse aus Sicht der BBC: http://www.bbc.com/news/world-europe-29481979

, Die Rolle der extremen Rechten in der ukrainischen Revolution:

https://www.academia.edu/8613130/Assessing_the_Role_and_Consequences_of_the_Far_Rights_Involvement_in_the_Ukrainian_Revolution

Querfront auf russisch: http://www.sozonline.de/2014/09/querfront-auf-russisch/

Nach Aussage eines -Reporters soll Deutschland die EU-Kommission gedrängt haben, den Antrag auf EU-Assoziierung der Ukraine zu verschieben, um dem Friedensplan eine Chance zu geben.

top diplomat says #Germany pushed EU Commission to postpone application of #Ukraine DCFTA in order to give the peace plan a chance. #Russia

Rikard Jozwiak

 

 

Die enttäuschte Braut und der Zuhälter

Der arabische Frühling, wurde vom Westen als demokratische Erneuerung des Nahen Ostens und Nordafrikas begrüßt, das Pflänzchen verbal gewässert und gedüngt und in Libyen wurde mit militärischer Unterstützung nachgeholfen. Als das in Verkennung der Tatsache, das vieles was da frühlingshaft sprießt, keine Blüten der Demokratie sind, sondern eher islamistisches Unkraut. In Tunesien, Ägypten und Libyen ist es kippelig. Was ist mit Syrien?

Die Muslimbrüder waren schon lange eine mit allen Mitteln einer Diktatur unterdrückte Opposition in Syrien. Eine große, aber eine, die bei 60 Prozent Sunniten in Syrien kaum eine politische Mehrheit errungen hätte. Wer allerdings ohne äußeren Anstoß auf die Straße ging waren wütende Bürger, die Folter, staatlichen Mord, und Bespitzelung nicht länger ertragen wollten. Ihnen schlossen sich zunächst vor allem Demokraten an, die schon bald eine Art nationale Bürgerrechtsbewegung  initiierten. Nachdem diese vom staatlichen Unterdrückungsapparat verfolgt und beschossen wurden, kamen mehr Bürger dazu, zunehmend auch islamisch orientierte Aktivisten und Deserteure, die nicht mehr auf das Volk schießen wollten. Der Westen feuerte die Opposition an, war aber nicht bereit das einsetzende Morden Assads am eigenen Volk wie in Libyen militärisch zu unterbinden. Russland und  China verhinderten zusätzlich die völkerrechtliche Legitimation dafür. Waffen kamen aus sunnitischen Unterstützerstaaten. Dann auch ausländische Kämpfer, die dem Islamismus verbunden waren und sind.

Fast ein Jahr und offiziell über 70.000, nach Erfahrungen aus anderen Kriegen wahrscheinlich weit über 100.000 Tode (ohne die Verschwundenen) später: Assad hat mit allem, was die Militärtechnik für moderne Kriegsführung hergibt, einen großen Teil „seines“ Landes und seiner Bewohner „plattgemacht“. Massiv unterstützt von Iran und Russland. Das Volk, vor allem die demokratische Opposition, die gesehen hat, dass der sie verbal unterstützende Westen dem Morden in Libyen nicht zugesehen hat, fühlt sich vom Westen verraten und schmählich im Stich gelassen. Es hat sich den einzigen und aufopferungsvollen Unterstützern, nämlich den sunnitischen Islamisten zugewandt. Sie haben verhindert, dass das aufbegehrende Volk und seine demokratisch gedachte Revolution blutig niedergeschlagen wurde und Zehntausende hingerichtet wurden. Auch wenn es pathetisch klingt, sie haben ihr Blut für das syrische Volk vergossen. Hat der Westen da wirklich etwas anderes erwartet als Wut und Spott, wenn er darauf hinweist, dass dies Terroristen seien?! So naiv kann man eigentlich nicht sein! Ich denke, die Syrer erkennen genau, was hinter der westlichen Politik steckt. Nämlich die Hoffnung, dass sich die radikalen Gläubigen beider Lager, der Sunniten wie der Schiiten gegenseitig verschleißen oder präziser gesagt: ausrotten. Eine tolle Idee! Dazwischen wird inzwischen das Volk zerrieben. Was bleibt den Syrern zum Überleben anderes übrig, als sich den falschen Freunden an den Hals zu werfen. Manche voll Dankbarkeit sich deren politisch-religiösen Vorstellungen annähernd, Andere in der Hoffnung, diesen Spuk nach einem Sieg über Assad in den Griff zu bekommen.

Um es klar zu sagen: Der Westen hat wieder einmal nur die pragmatische Seite gesehen und die psychologische völlig außer Acht gelassen. Er hat den Kampf um die Herzen für die Demokratie schon lange verloren. Und er verliert ihn jeden Tag weiter, den er darauf wartet oder daran herumbastelt, dass sich eine unterstützungsfähige demokratische Opposition von den Islamisten löst. Sie wachsen jeden Tag inniger zusammen!

Und um es noch deutlicher zu sagen: Herr Obama hat es versiebt. Er hat in bester Absicht ein Machtvakuum entstehen lassen, das aufzufüllen jetzt sunnitische Extremisten und der Iran konkurrieren. Das wird weit über einhunderttausend Menschen das Leben kosten, es wird Israel in größte Gefahr bringen und die Europäer auch, falls dort bald Atomraketen mit einer Reichweite bis zu den europäischen Ungläubigen stehen. Und dieses Versagen und diese Toten werden wirklich imperialistischen republikanischen Nachfolgern Obamas den Vorwand für Kriege wie den gegen den Irak liefern.

Noch ein Wahrheitsblog

http://syriastruth.wordpress.com/ 

Che Guevara RebellenfuehrerChe2

Schon etwas älter, aber leider immer noch genauso aktuell. Ich habe mit mir gekämpft, ob ich ihn stehen lasse, denn er wird offenbar für bare Münze genommen. Dabei sollte er eigentlich vor Augen führen, wie leicht man jeden Unsinn im Netz verbreiten kann.